11 Winterspaziergänge, die euch die kalte Jahreszeit versüßen

Klirrende Kälte und eisige Winde. Eigentlich das beste Wetter, um sich zuhause auf der Couch zu verkriechen, den ganzen Tag Kakao zu schlürfen und den tristen Winter vorbeiziehen zu lassen. Aber zwischen Winterschlaf und den rettenden Sonnenstrahlen des Frühlings lohnt es sich auch ab und an mal die Nase vor die Tür zu wagen und ein wenig Frischluft zu schnuppern. Auf diesen elf Spaziergängen zeigt sich die Hansestadt in ihrem schönsten Wintergewand. Also Unterhemd in die Thermostrumpfhose, Mütze auf den Kopf und ab in die Kälte! Nach einem ausgedehnten Bummel durch die Stadt wirkt das heimische Sofa gleich noch gemütlicher – versprochen!

1

© Eylin Heisler Ausblick genießen am Altonaer Balkon

Altonaer Balkon bietet so viel mehr, als spätsommerliche Grillabende. Gerade im Winter kann man hier einen wunderschönen Spaziergang entlang dem nördlichen Elbufer unternehmen, Schiffe im Hafen beobachten und einfach den Alltag hinter sich lassen. Durch den weitläufigen Park wandert man von Altona runter zum Fischmarkt und kann sich im Café Schmidt mit einer leckeren heißen Schokolade belohnen.

Start: Rathaus Altona

Dauer: Ca. 20 Minuten

Perfekt für: Hafenromantiker*innen und Schiffsliebhaber*innen

2

© Eylin Heisler Zeitreise im Wohlerspark

Einer der kleineren aber feineren Parks Hamburgs ist definitiv der Wohlerspark. Die unter Denkmalschutz stehende Parkanlage diente bis 1945 als Friedhof. Direkt am Fuß der schönen St. Johannis Kirche erstreckt sich die Grünfläche, durchzogen von verwitterten Grabmalen des 19. Jahrhunderts. Gerade im Winter bietet dieser Park eine schaurig schöne Romantik und eignet sich besonders für einen kurzen Sonntagsspaziergang.

Start: Norderreihe

Dauer: ca. 30 Minnuten

Perfekt für: Geschichtsnerds und Stadtkinder, die nur ungern die Schanze und Altona verlassen

3

© Eylin Heisler Küstenluft schnuppern am Elbstrand

Der Klassiker unter den Spaziergängen in Hamburg. Der Elbstrand haucht uns küstenverbundenen Hanseat*innen stets eine winzige Brise Nordseeluft ein. Hier ist die Welt irgendwie immer ein kleines Stück besser – und das nicht nur bei Sonnenschein. Klar, von seiner schönsten Seite zeigt sich der stadteigene Strand an einem sonnendurchfluteten, klirrend kaltem Wintertag. Aber auch bei einem eisigen Schneesturm lohnt es sich das schützende Sofa zu verlassen. Wir Hamburger*innen sind ja schließlich nicht aus Zucker! Wer etwas weiter gen Nordsee spazieren möchte, wählt den wohl schönsten Strandabschnitt zwischen Blankenese und Wedel – das Falkensteiner Ufer.

Start: Falkentaler Weg

Dauer: ca. 2 Stunden

Perfekt für: Küstenkinder und Wanderfans

4

© Eylin Heisler Die Seele baumeln lassen an der Alster

Wenn man schon ein paar Jahre in Hamburg lebt, hatte man zuletzt 2012 das außergewöhnliche Vergnügen über die zugefrorene Alster zu schlittern. Soweit ist es dieses Jahr noch nicht, aber wer weiß, vielleicht haben wir ja mal wieder Glück! Bis dahin tut’s auch der Spaziergang am Ufer der Außenalster. Als Wegzehrung eignen sich besonders die leckeren Waffeln im Alster Cliff. Dick eingepackt in Schal, Mütze und Wolldecke auch gerne draußen. Gerade bei Sonnenschein vermittelt der Blick auf die Hamburger Skyline etwas Magisches, was uns stets daran erinnert, warum wir diese Stadt so sehr lieben.

Start: Irgendwo an der Außenalster und immer der Nase nach

Dauer: Für einen gesamten Rundgang braucht ihr ca. 2 Stunden

Perfekt Für: Pärchen und Jogger*innen

5

© Eylin Heisler Auf Entdeckungstour im Treppenviertel

Das Blankeneser Treppenviertel ist mit seinen über 5.000 Stufen, pompösen Villen und niedlichen Fachwerkhäuschen immer wieder einen Besuch wert. Egal wie oft man schon dort war, irgendwie landet man am Ende doch wieder am Fuß einer neuen, verwitterten Treppe und entdeckt einen neuen Garten, eine neue Bank mit perfektem Elbblick oder ein neues Haus, in dem man unbedingt wohnen will – wenn man mal groß ist. Da ist die Gefahr sich zu Verlaufen schon immens. Gottseidank finden sich an jeder Ecke Schilder, die den Weg zurück in die Wirklichkeit (S-Bahn Blankenese) ausweisen.

Start: S-Bahn Blankenese

Dauer: Zwischen 30 Minuten und 5 Stunden ist alles möglich

Perfekt für: Abenteurer*innen und Architekturnerds

6

© Eylin Heisler Abwechslung erleben am Osterbekkanal

Ach du schönes Barmbek! Eines der prägendsten Merkmale Hamburgs? Die unvergleichliche Kanallandschaft. Die Wasserwege und unzählige Brücken (mehr als in Venedig, wie wir alle wissen) ziehen sich durch die ganze Stadt und formen ihren Charakter. Einer der schönsten schickt uns auf eine Reise durch ganz Barmbek. Das Ufer des Osterbekkanals führt von der Alster durch das, von schicken Altbauhäusern durchzogene Winterhude und Barmbek-Süd, direkt zur Industrieromantik des Museums der Arbeit.

7

© Eylin Heisler Joggen im Stadtpark

Der König unter den Parks – der Hamburger Stadtpark. Viele kennen ihn nur an lauen Sommerabenden in Verbindung mit Grill und Bier. Aber auch im Winter bietet der Stadtpark ein schönes Ausflugsziel. Gerade abseits der großen Wiese gibt es noch eine Menge zu entdecken. Zwischen verschneiten Rhododendren und verwinkelten Wegen findet sich ein wahres Winterwunderland. Aber auch der Blick auf das vereiste Planetarium ist natürlich unbezahlbar.

Start: U-Bahn Borgweg oder S-Bahn Alte Wöhr

Dauer: Zwischen 30 Minuten und 2 Stunden

Perfekt für: Ausgedehnte Spazier- und Joggingtouren

8

© Eylin Heisler Kurze Auszeit in Planten un Blomen

Gerade bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bietet das grüne Herzstück Hamburgs eine wunderschöne Möglichkeit für einen Ausgedehnten Spaziergang. Die unzähligen Teichs glitzern geheimnisvoll im Sonnenlicht und die Buchsbäume des japanischen Gartens trotzen tapfer der Kälte. Auch wenn der Rosengarten etwas trostlos wirkt, so ganz nackt, gibt der Rest der Parkanlage auch abseits von Kirschblüten und Wasserspielen so einiges her.

Start: Messehallen oder Stephansplatz

Dauer: Zwischen 30 Minuten und 1.5 Stunden

Perfekt für: Frische Luft schnappen und Energie tanken in der Mittagspause

9

© Eylin Heisler Kulturspaziergang im Volkspark

Volkspark? Das ist doch das Ding vom HSV. Richtig. Die großzügige Parkanlage hat aber so viel mehr zu bieten als Fußball und Holsten. Mit dem 2er oder 3er Bus bis Luruper Chaussee landet man, nach einem kurzen Fußmarsch, direkt im Park wo es so einiges zu entdecken gibt. Sogar der eine oder andere (für Hamburger Verhältnisse) größere Hügel lässt sich hier erklimmen und der, von geometrischen Hecken gesäumte Tutenberg sieht auch im Winter noch beeindruckend aus. Nebenbei vermitteln zahlreiche Infotafeln Geheimfacts für die nächste Kneipen-Klugscheißerei.

Start: Luruper Chaussee

Dauer: Zwischen 30 Minuten und 2 Stunden

Perfekt für: Abenteuerlustige Wanderer*innen und Kulturbegeisterte

10

© Eylin Heisler Bummeln am Isebekkanal

Er erstreckt sich durch den Westen Hamburgs und ist der wohl schönste Kanal der Stadt – der Isebekkanal. Der Lauf bietet die beste Möglichkeit das schöne Eppendorf und Eimsbüttel zu erkunden. Frühe Vögel können nach einem ausgedehnten Spaziergang am Wasser frische Zutaten für eine wärmende Suppe auf dem Isemarkt shoppen. Langschläfer beenden den Wintermarsch am Kaiser-Friedrich-Ufer und tauen in der Sauna der Kaifu-Lodge die kalten Glieder wieder ordentlich auf.

Start: U-Bahn Eppendorfer Baum

Dauer: ca. 25 Minuten

Perfekt für: Eimsbüttel-Liebhaber*innen

11

© Eylin Heisler Den Alltag vergessen am Veddeler Deich

Norddeutsche Deichromantik mitten in der Stadt? Kein Problem auf der Veddel. Der Deich an der Harburger Chaussee schafft den Spagat zwischen Industriecharme des Hamburger Südens und unberührter Natur wie kein anderer Ort der Hansestadt. Die Schafe, die sich im Sommer beim Deichbummel antreffen lassen, sind zwar wahrscheinlich sicher im warmen Stall, dennoch lohnt sich ein Ausflug auf die Insel mitten in der Großstadt auch in den eisigen Monaten. Die Veddel bietet den perfekten Zufluchtsort vor dem Lärm der Metropole – nur eine kurze S-Bahnfahrt entfernt.

Start: Harburger Chaussee

Dauer: ca. 40 Minuten

Perfekt für: Die kurze Flucht aus der Großstadt

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