Artvergnügen im April: 11 Ausstellungen, die uns diesen Monat begeistern

Im April erwartet Kunstliebhaber*innen in Hamburg wieder ein besonderes Highlight: Die Lange Nacht der Museen findet am 26. April statt! Von 18 bis 1 Uhr öffnen 51 Hamburger Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkorte ihre Türen und laden dazu ein, vertraute Orte neu wahrzunehmen und bisher Unbekanntes zu entdecken. Wir wünschen euch viel Spaß dabei und animieren euch aber auch außerhalb dieses Tages eine der folgenden Ausstellungen zu besuchen!

© Portart

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"Portart wird 50"

Der Hafen gehört zu Hamburg wie das Fischbrötchen. Lust auf eine künstlerische Zeitreise? Dann besucht die Gruppenausstellung "PortArt wird 15" vom 11. bis 27. April. Die Ausstellung zeigt eine Sammlung von Werken, die über 15 Jahre in verschiedenen Kunstaktionen entstanden sind. Besonders ist der Bezug zum Hamburger Hafen und den historischen, maritimen Stationen, die die Künstler*innen in ihren Arbeiten verarbeitet haben. Werke entstanden unter anderem in Zusammenarbeit mit der Werft Blohm + Voss, dem Schiff Rickmers Rickmers und dem Deutschen Hafenmuseum – Orte, die in der Kunstszene eine eigene Bedeutung haben. Der Hafen wird so nicht nur als industrielle Landschaft, sondern auch als Ort der Kreativität erlebbar. Der Eintritt ist frei! Zudem gibt es Führungen und eine Podiumsdiskussion im Deutschen Hafenmuseum.

  • Fabrik der Künste | Kreuzbrook 12, 20537 Hamburg
  • 10.–27. April 2025 | Mittwoch – Freitag: 15–19 Uhr, Samstag & Sonntag: 12–19 Uhr
  • kostenfrei außer bei Filmvorführungen
© Kulturladen St. Georg e.V.

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"Woman King"

Die Ausstellung "Woman King", steht ganz im Zeichen starker Frauen, die Hamburg mit ihrer Kunst, ihrem Engagement und ihren Projekten geprägt haben und ist eine Hommage an all jene Frauen, die in unterschiedlichsten Bereichen wie Kunst, Kultur und sozialen Projekten Großartiges leisten. Fotografiert und konzipiert von Behnaz Vassighi, die selbst schon seit Jahren das Frauenfestival Hamburg organisiert, stellt die Ausstellung Frauen in den Mittelpunkt, die durch ihre Initiativen und Führungspositionen nicht nur die Stadt bereichern, sondern auch als starke Vorbilder dienen. Ein Muss für alle, die Kunst und Empowerment lieben!

  • Kulturladen St. Georg e.V. | Alexanderstraße 16, 20099 Hamburg
  • bis 25. April 2025 | Montag – Donnerstag: 10–21.30 Uhr, Freitag: 10–13 & 16–21.30 Uhr, Sonntag: 15–19 Uhr
  • kostenlos
Ausstellung „IN HER HANDS BILDHAUERINNEN DES SURREALISMUS“ im Bucerius Kunst Forum Foto: Ulrich Perrey

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"In Her Hands"

In der Ausstellung "In Her Hands. Bildhauerinnen des Surrealismus" im Bucerius Kunst Forum erwartet euch eine spannende Präsentation von Skulpturen, die Geschichten erzählen. Zum ersten Mal werden die Arbeiten von Sonja Ferlov Mancoba, Maria Martins und Isabelle Waldberg nebeneinander gezeigt, was ihre einzigartigen Ausdrucksformen in einen faszinierenden Dialog setzt. Die Ausstellung lädt dazu ein, überraschende Verbindungen zu Popkultur, Design und Film zu entdecken. Durch die Inszenierung mit Tageslicht und Vorhängen wird ein lebendiges Raumgefühl geschaffen, das die Werke in neuem Licht erscheinen lässt. "In Her Hands" bietet einen faszinierenden Blick auf die oft unbeachtete weibliche Perspektive des Surrealismus und gibt einen inspirierenden Einblick in die visionären Skulpturen dieser Künstlerinnen.

  • Bucerius Kunst Forum | Alter Wall 12, 20457 Hamburg
  • bis 1. Juni 2025 | Montag – Mittwoch & Freitag – Sonntag: 11–19 Uhr, jeden 1. Donnerstag: 11–21 Uhr
  • Ticket: 12 Euro, ermäßigt: 6 Euro, langer Donnerstag: frei
Fleur Stiels, Holy Glitter Zine „Girls“, 2017,
© Fleur Stiels

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"Glitzer"

In der Ausstellung "Glitzer? Glitzer!" im MKG wird das faszinierende Material Glitzer erstmals umfassend beleuchtet. Seit seiner Erfindung 1934 in New Jersey hat es unzählige kulturelle, politische und gesellschaftliche Räume durchzogen. Besonders an der Ausstellung ist die Vielzahl an Blickwinkeln, aus denen Glitzer betrachtet wird. Es geht um die Widersprüche des Materials: billig und aufwertend, flirrend und hartnäckig, Symbol für Glamour und Protest zugleich. Interaktiv wird es durch die Einladung, eigene Glitzerobjekte einzusenden, Ereignisse zur "funkelnden Timeline" hinzuzufügen oder im D.I.Y.-Raum zu basteln. Eure eigene Stimme ist gefragt! Let's sparkle!

  • Museum für Kunst und Gewerbe | Steintorpl., 20099 Hamburg
  • bis 26. Oktober 2025 | Montag – Mittwoch & Freitag – Sonntag: 10–18 Uhr, jeden 1. Donnerstag: 10–21 Uhr
  • Tickets: 14 Euro, ermäßigt: 8 Euro, langer Donnerstag: frei
© Phoxxi

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"States of Rebirth"

Die Ausstellung "States of Rebirth" in den Deichtorhallen widmet sich der Verbindung von Körper, Bewegung und gesellschaftlichen Strukturen. Sie zeigt zeitgenössische Performance-, Porträt- und Tanzfotografie und beleuchtet, wie Körper sowohl als Ausdruck gesellschaftlicher Normen als auch als Werkzeuge der Selbstermächtigung und Transformation dienen. Erforscht das Konzept "globale Körper" in Hinsicht auf Migrationserfahrungen, Marginalisierung und soziale Ausgrenzung und wie sie als Mittel des Widerstands und der Veränderung fungieren. Ein weiterer Fokus liegt auf der digitalen Welt, wo algorithmische Sichtbarkeit bestimmte Körperbilder privilegiert und künstlerische Arbeiten diese herausfordern. Spannend!

  • PHOXXI | Deichtorstraße 1-2, 20095 Hamburg
  • bis 17. August 2025 | Dienstag – Sonntag: 11–18 Uhr, jeden 1. Donnerstag: 11–21 Uhr
  • Ticket: 9 Euro, ermäßigt: 6 Euro, langer Donnerstag: frei
© Thies Ibold

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"was bleibt?!"

In der Gruppenausstellung "was bleibt?!" in der Galerie von Wegen stellen drei Künstler*innen die Frage, was bleibt, wenn alles ständig im Wandel ist. Maria Bang Espersen arbeitet mit Glas, einem Material, das ja eigentlich für Stabilität steht, und formt Skulpturen, die von Fragilität erzählen. Lennart Grau kombiniert in seiner Malerei Abstraktion und Figuration und fragt, was von der Vergangenheit bleibt, wenn man sie in die Gegenwart holt. Jakob Scheidt schafft durch wiederholtes Übermalen und Abtragen von Farbe Werke, die zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Die Ausstellung lädt dazu ein, über das Zusammenspiel von Vergänglichkeit und Beständigkeit nachzudenken – was bleibt, wenn alles in Bewegung ist? Ein spannender Blick auf den Wandel, eingefangen in Kunst.

  • Galerie von Wegen | Levantehaus | Mönckebergstraße 7, 20095 Hamburg
  • bis 30. Mai | Montag – Samstag: 12–18 Uhr
  • Eintritt frei
© Hans Hansen, MK&G | VG Bild-Kunst, Bonn 2025

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"Hello Image: Die Inszenierung der Dinge"

Wie entstehen diese coolen Kampagnen und Fotostrecken? Wie arbeiten Designerinnen, Fotografinnen und Grafiker*innen zusammen, um die Markenwelt, die wir kennen, zu gestalten? Genau das zeigt "Hello Image: Die Inszenierung der Dinge" im MKG, nämlich wie aus Designobjekten, Mode und Fotos eine starke visuelle Sprache wird. Von den Design-Klassikern der 20er Jahre bis hin zu modernen Highlights gibt’s einiges zu entdecken – von Marianne Brandt, Charles und Ray Eames bis hin zu Martin Margiela und Issey Miyake. Aber auch spannende Entdeckungen wie die Arbeiten der Fotografin Ingeborg Rams und Grafikerin Lora Lamm machen die Ausstellung zu einem echten Eye-Catcher. Wenn ihr wissen wollt, wie aus Produktdesign und Werbebildern ein ganzes Bilduniversum entsteht, solltet ihr unbedingt vorbeischauen!

  • Museum für Kunst und Gewerbe | Steintorpl., 20099 Hamburg
  • 4. April 2025 – 12. April 2026 | Montag – Mittwoch & Freitag – Sonntag: 10–18 Uhr, jeden 1. Donnerstag: 10–21 Uhr
  • Tickets: 14 Euro, ermäßigt: 8 Euro, langer Donnerstag: frei
© Paul Schimweg

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"Tausend Töpfe – was Essen uns angeht"

Im MARKK geht es aktuell um viel mehr als nur ums Schlemmen. In der Ausstellung "Tausend Töpfe – was Essen uns angeht" wird gezeigt, wie sehr Essen mit Erinnerungen, Beziehungen und sogar mit Ausgrenzung zu tun hat. Rund fünfzig Hamburger*innen aus verschiedenen Biografien teilen dafür ihre Geschichten. Sie erzählen davon, wie sich Gerichte und Geschmack verändern, wenn Migration ins Spiel kommt, oder was sie mit bestimmten Mahlzeiten verbinden. Die Ausstellung kombiniert persönliche Erlebnisse – in Form von Gedichten, Fotografien oder Interviews – mit spannenden Objekten aus der Museumssammlung, wie Essgeschirr, Transportbehältern und Lebensmittelproben. Diese Dinge erzählen nicht nur von Kolonialismus und westlichen Essnormen, sondern auch von alternativen Ideen zu Gesundheit und nachhaltigem Anbau. Im Rahmen der Ausstellung gibt es auch einen koreanischen Kochkurs und ein Gespräch zu Online-Themen wie Foodporn und Mukbang.

  • MARKK | Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg
  • Dienstag – Mittwoch & Freitag– Sonntag: 10–18 Uhr, Donnerstag: 10–21 Uhr
  • Tickets: 9,50 Euro, ermäßigt: 5 Euro, Donnerstag ab 16 Uhr: frei
© Bigui

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"Die Kaft der Natur"

Die Ausstellung "Die Kaft der Natur" vereint die Arbeiten der Künstlerinnen Bigui und Marta Jansana, die auf ihre ganz eigene Weise die Welt durch Kunst sehen. Bigui, ursprünglich aus Deutschland, hat ihre künstlerische Karriere in Brasilien begonnen und lässt sich von der Farbenpracht und Natur des Landes inspirieren. Marta Jansana, die ihre Wurzeln in Barcelona hat und seit über 30 Jahren in Hamburg lebt, fand ihre künstlerische Heimat in der abstrakten Malerei. Beide Künstlerinnen bieten einen spannenden Dialog zwischen Figuration und Abstraktion, der die Vielfalt und Kreativität ihrer jeweiligen Welten widerspiegelt.

  • Nissis Kunstgalerie | Am Dalmannkai 6, 20457 Hamburg
  • 23. April – 15. Mai 2025 | Montag – Freitag: 12–16 Uhr
  • kostenlos
© Dörte Meichsner

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"Picture This"

"Picture this" ist eine englische Redewendung und bedeutet so viel wie: "Denk dir das". Man soll sich also ein Bild von etwas machen, soll sich etwas bildlich vorstellen, um eine Geschichte oder einen Zusammenhang besser verstehen zu können. Ein kleiner Hinweis darauf, sich auch die Geschichten und Hintergründe zu den Bildern von Dörte Meichsner, Kyle Egret, Nadine Schiek und Uzma Sultan zu erdenken? Die vier Maler*innen bilden in ihren mal abstrakten, mal realistischen Werken alles Mögliche ab – von Stillleben über Interieur bis hin zu Menschen. Immer steht aber das Material im Vordergrund und immer geht es darum, wie die Künstler*innen die allgemeine Wirklichkeit zu ihrer eigenen machen.

  • GALERIE1565 | Harburger Schloßstraße 13, 21079 Hamburg
  • bis 3. Mai 2025 | Dienstag – Freitag: 12–18 Uhr, Samstag: 12–16 Uhr
  • Eintritt frei
© Swansea_007

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"How’s my Painting"

In dieser Ausstellung rückt die Sammlung Falckenberg die Malerei in den Fokus. Über 100 Werke werden hier präsentiert und zeigen die Bandbreite, mit der man Malerei darstellen kann. Titelbild und Namensgeber ist das Bild "Guy on Blue" von Nicole Eisenman. Die Künstlerin ist dafür bekannt, persönliche, humorvolle und gesellschaftskritische Positionen zu vereinen. Viele Werke, die in "How’s my Painting" gezeigt werden, wurden bereits früh von Harald Falckenberg gesammelt, lange bevor ihre Künstler*innen wirklich bekannt wurden.

  • Deichtorhallen (Sammlung Falckenberg) | Wilstorfer Straße 71, 21073 Hamburg
  • 1. März – 7. September 2025 | Sonntag: 12–17 Uhr & öffentliche Führungen
  • Eintritt regulär 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Führungen: Eintritt regulär 11 Euro, ermäßigt 7 Euro
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