Ausflugsvergnügen: Easy Fahrradtour zum Falkensteiner Ufer

© Lilly Brosowsky

Fauler Sonntag oder mit Kater: Eine Fahrradtour zum Falkensteiner Ufer passt zu beidem und wirkt im letzten Fall wahre Wunder. Ob Anfänger*in oder Radprofi, diese Radtour vom Altonaer Fischmarkt bis zum Strand in Blankenese eignet sich für alle ganz hervorragend, weil sie pittoresk wie kaum eine andere und wenig anstrengend ist. Das hier ist eine Fahrradtour für alle, die gar keinen Bock haben, sich abzustrampeln, aber schon ganz gerne draußen sein wollen. Denn ihr kommt kaum ins Schwitzen, radelt dafür aber durch vier Parks, zu einem römischen Garten und vorbei an den sehenswerten Häusern von Altona und Blankenese.

Erste Station: Der Altonaer Fischmarkt

Wer Bock auf diese gemütliche Strecke hat, fährt als Erstes den Altonaer Fischmarkt an. Hier reiht sich ein Fischbistro an das nächste – perfekt für ein spätes (Kater-) Frühstück. Wir haben uns noch nicht durch alle Bistros durchgetestet, können aber ziemlich sicher sagen, dass ihr hier an jeder Adresse mit leckerem, frischen Fisch versorgt werdet. Gegen den Kater oder einfach, weil es lecker ist, bestellt ihr euch also zum Beispiel bei Fabios Fischbistro eine geräucherte Makrele und ein Alsterwasser. Das lasst ihr euch schmecken und kommt erst mal klar.

Fabios Fischbistro & Feinkost | Große Elbstraße 133, 22767 Hamburg | Montag – Freitag: 10–18 Uhr, Samstag & Sonntag: 10–19 Uhr, Dienstag: Ruhetag | Mehr Info

Fahrradtour zum Falkensteiner Ufer.
© Lilly Brosowsky
Elbberg mit Blick auf den Hamburger Hafen.
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Ein Haus schöner als das andere

Gestärkt schwingt ihr euch auf eure Drahtesel und macht euch auf zum zweiten Streckenabschnitt. Angenehmerweise führt der Weg vom Altonaer Fischmarkt bis zum Falkensteiner Ufer die meiste Zeit leicht bergab. Die einzige Steigung liegt gleich nach dem Halt beim Fischbistro vor euch: Der Elbberg. Aber ganz ehrlich: Wenn er euch zu steil ist, schiebt ihr einfach und niemand shamed euch dafür! Oben angekommen geht es in den Heine- und dann in den Donnerspark, bis ihr an der Elbchaussee landet. Die führt zwar auch in Richtung Blankenese, ist uns aber zu dicht befahren. Stattdessen nehmen wir die parallel verlaufende Bernadottenstraße.

Jetzt habt ihr jede Menge Zeit, die frische Brise zu genießen und die tollen Altonaer Häuser zu bewundern, denn der Bernadottenstraße folgt ihr schnurgerade, bis es nicht mehr weiter geradeaus geht. Dann biegt ihr nach rechts ab und trefft ziemlich schnell auf einen Grünabschnitt mit Teich zu eurer linken Seite. Hier führt ein schmaler Weg in den dahinterliegende, wunderschönen Reemtsma Park und dann gleich weiter in den danebenliegenden Jenischpark. Jetzt seid ihr ungefähr 20 Minuten unterwegs und könnt in einem der zwei schönen Parks eine Pause einlegen – oder aber direkt weiterfahren bis zur Elbe.

Jenischpark im Frühling auf dem Weg zum Falkensteiner Ufer.
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Entlang des Elbufers zum Falkensteiner Ufer
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Ab dem Leuchtturm habt ihr's fast geschafft!

Auf die Elbe trefft ihr unterhalb des Teufelsbrücken Platzes. Die Elbe zu eurer Linken geht es von jetzt an nur noch geradeaus: entweder auf Fahrradwegen oder auf für Autos gesperrte Fahrradstraßen. Sehr angenehm, unter der Woche noch mehr als am Wochenende, denn dann ist es auf diesem Streckenabschnitt teilweise ziemlich voll. Wer gemütlich fährt, kommt aber gut durch. Irgendwann seht ihr den Leuchtturm von Blankenese vor euch und habt es fast geschafft!

Schöne Häuser am Strand von Blankenese
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Römischer Garten beim Falkensteiner Ufer.
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Noch schnell beim Römischen Garten vorbeischauen

In Blankenese ist für uns dann auf einmal Urlaubsstimmung. Hier gehören zum Dresscode Badelatschen genauso wie ein Eis in der Hand und das wird dann in der heißen Mittagssonne am Strand geschleckt. Die Häuser sind hier noch hübscher als in Altona. Zwischen ihnen explodieren die Pflanzen üppig, grün und bunt. Vor lauter vergnügtem Umhergucken fahren wir fast an den Treppen zum Römischen Garten vorbei.

Unser letzter Stopp vor dem Falkensteiner Ufer, was von dort aus aber nur noch zwei Minuten entfernt liegt. Jetzt wird es kurzzeitig doch etwas sportlich, denn wir müssen ganze 128 Stufen erklimmen. Lohnt sich aber! Die Hamburger Handelsfamilie Warburg erwarb den schönen Garten 1897 und gestaltete ihn im römischen Stil: klare Kurven, Amphitheater-Vibe und versteckte Ecken.

Römischer Garten | Kösterbergstraße 40E, 22587 Hamburg | Mehr Info

Fahrradständer am Falkensteiner Ufer
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Sonnenuntergang am Falkensteiner Ufer
© Lilly Brosowsky

Bis zum Sonnenuntergang bleiben

Vom Römischen Garten sind es wirklich nur noch wenige Meter zum Falkensteiner Ufer. Hier findet ihr direkt Fahrradständer und könnt dann endlich barfuß über den heißen Sand zum Wasser laufen. Herrlich! Jetzt noch schnell das Strandtuch ausbreiten und im Schatten der großen Bäume aufs Wasser gucken. Hier katert es sich doch viel besser aus als zu Hause. Wenn ihr dann wieder munter werdet, könnt ihr euch im nahe gelegenen Pavillon Lütt, einem kleinen Kiosk, Aperol Spritz, Kaffee und Eis holen. Für den perfekten Nachmittag am Strand empfehlen wir Karten oder ein gutes Buch mitzunehmen und auf den grandiosen Sonnenuntergang zu warten.

P.S.: Wenn ihr keine Lust habt (bergauf) nach Hause zu radeln, könnt ihr von Blankenese aus die S1 in Richtung Poppenbüttel nehmen. Fahrräder mitnehmen ist kostenlos und außer zu Stoßzeiten immer erlaubt, genaue Infos gibt es hier.

Fahrradtour ans Falkensteiner Ufer | ca. 45 Minuten vom Altonaer Fischmarkt | Einfache Strecke: kaum Steigung, Fahrradwege und -straßen vorhanden | Mehr Info

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