24 Stunden in Hamburg: 11 Tipps für Kulturfans

Ihr habt einen Tag in Hamburg – und wollt so viel Kultur wie möglich mitnehmen? Dann bitte schön, hier entlang! Wir haben für alle Fans von Theater, Musik, bildenden Künsten und Literatur zusammengestellt, was unsere Hansestadt so zu bieten hat. Natürlich ist dieser Tag randvoll gepackt, ihr könnt die Aktivitäten auch ganz entspannt auf mehrere Tage aufteilen. Damit ihr zwischendurch auch etwas verschnaufen könnt, haben wir außerdem Restaurants und Cafés mit aufgenommen – natürlich mit kulturellem Bezug. Viel Spaß bei eurem Kulturtag in Hamburg!

Kulturell in den Tag starten

© Sung Jin Cho | Unsplash

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Mit Buch und Croissant im Literaturhauscafé

Das Angebot macht dem Café alle Ehre: Die Frühstücksvarianten sind nach bekannten Literat*innen der Literatur-Geschichte benannt. Astrid Lindgren bietet zwei Personen von Prosecco bis Tomate-Mozzarella alles, was das Herz begehrt. Mario Puzo überzeugt euch mit einem Bauernomelett, das es in sich hat. Nicht nur lecker, sondern auch wunderhübsch ist das Literaturhauscafé – und besonders geeignet für alle, die das geschriebene Wort lieben.

© Anna Nguyen

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Die Hamburger Kunsthalle besuchen

Ein Tipp für aktivere Menschen ist ein Besuch in der Kunsthalle. Hier könnt ihr euch Werke aus verschiedenen Epochen anschauen und die aktuellen Ausstellungen besuchen. Vom Impressionismus bis hin zu Skulpturen der Moderne – hier kommen nicht nur Kunst-Kenner*innen auf ihre Kosten, es ist definitiv für jede*n etwas dabei. Aber auch alleine wegen der tollen Architektur des Gebäudes lohnt sich ein Besuch.

© Ulrich Perrey

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Ausstellungen bestaunen im Bucerius Kunst Forum

Das Bucerius Kunst Forum um die Ecke vom Rathaus ist so etwas wie das MoMA (Museum of Modern Art in New York) Hamburgs. Die Ausstellungsräumlichkeiten sind clean, geradlinig, modern und bieten die perfekte Leinwand für die ausgewählten Künstler*innen, deren Werke hier ausgestellt werden. Mal erwartet euch Poppiges von David Hockney, mal Kubismus von Georges Braques, mal Landschaftsmalerei von Nolde. Immer hervorragend kuratiert vom Team des Bucerius Kunst Forums.

© Anna Nguyen

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Bücher und Kunstwerke bei Felix Jud entdecken

Etwas versteckt in der Innenstadt findet sich ein wahres Paradies für alle Buchlover: Felix Jud. Die Buchhandlung gibt es schon seit 1923 und alleine die holzvertäfelte Fassade mit dem goldenen Lettering ist einen Besuch wert. Kaufen könnt ihr hier nicht nur Bücher, sondern auch Kunst, denn Felix Jud ist eine Mischung aus Buchladen, Kunsthandel und Antiquariat. Übrigens, schaut beim Besuch vor dem Laden unbedingt nach oben, denn dort findet ihr ein wunderschönes Fresko.

Ausstellungen und eine leckere Pause

© Deichtorhallen

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Kunst gucken in den Deichtorhallen

Selbst für alte Kulturbanaus*innen sind die Deichtorhallen einen Besuch wert. Denn allein das Gebäude ist überaus beeindruckend. Erst mal drinnen angekommen, weiß man gar nicht, wo man in den Hallen zuerst hinschauen soll und irgendwie erschließen sich immer neue Räume. Die Ausstellungen sind natürlich auch spitze. Unbedingt hin da!

© Franziska Simon

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Genuss in den Deichtorhallen: der Berliner Bahnhof

Kunst und Kultur gucken macht bekanntlich hungrig und durstig. Wie gut, dass wir direkt in den Deichtorhallen eine perfekte Anlaufstelle gefunden haben, um uns nach ein paar Stunden in den Ausstellungen zu stärken. Im Berliner Bahnhof bekommt ihr tagsüber neben Kaffee und Kuchen auch allerlei Kleinigkeiten wie Süppchen oder auch ein neuinterpretiertes Smørrebrød mit Ei und Shrimps. Abends verwandelt sich der schicke Gastraum, der mit viel Marmor und Spiegeln bestückt ist, in eine fabelhafte Bar. Dann bekommt ihr hier Drinks serviert, die unter anderem Jörg Meyer von der Bar de Lion mitentwickelt hat. Auch am Abend findet ihr allerlei Leckerein auf der Speisekarte: Von Käseplatte, über Wildschweinragout mit Steinpilzen bis hin zu einem Borlotti-Bohnen-Eintopf.

© Museum für Kunst und Gewerbe

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Fantastische Ausstellungen im Museum für Kunst und Gewerbe anschauen

Im Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) könnt ihr rund 500.000 Objekte aus 4.000 Menschheitsgeschichte aus der Antike bis hin zur Gegenwart betrachten. Das MKG präsentiert seine herausragenden Sammlungen Grafikdesign, Plakatkunst, Fotografie, Design, Mode, Musikinstrumente und Keramik auf rund 10.000 Quadratmetern und gibt Einblick in Epochen wie Antike, Mittelalter, Renaissance, Barock, Klassizismus, Jugendstil und Moderne. Hier finden immer wieder spannende Ausstellungen statt, die sich unter anderem mit Themen wie Frauen & Mode beschäftigen.

  • Museum für Kunst und Gewerbe Steintorplatz 1, 20099 Hamburg
  • Dienstag – Mittwoch: 10–18 Uhr, Donnerstag: 10–21 Uhr, Freitag bis Sonntag: 10–18 Uhr
© ZEIT Café

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Zeitung lesen im ZEIT Café

Bock auf Espresso-Spezialitäten, handgefilterte Kaffees, hausgemachten Kuchen und eigens kreierte Röstkaffee-Blends inklusive dem Besten, was es an Printware schwarz auf weiß gibt? Dann ab ins ZEIT Café! Die ZEIT hat zusammen mit Torrefaktum das Café unten im Verlagshaus eröffnet und bietet jetzt Leser*innen und Kaffee-Liebhabern*innen eine Auszeit.

Den Abend ausklingen lassen

© Katrin Trautner

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Auf rotem Samt sitzen im Deutschen Schauspielhaus

Das wunderschöne Deutsche Schauspielhaus zieht einen nicht nur mit der atemberaubenden Deckenverzierung, den schönen Sesseln und dem vielen Gold, sondern auch mit bestem Bühnenprogramm in seinen Bann. Zeitgenössische Theaterformen finden hier, zentral am Hauptbahnhof gelegen, regelmäßig statt und begeistern die Masse.

© Affenfaust

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Urban Art in der Affenfaust Galerie

Kunst geht immer – auch zum Date. 2012 wurde die Affenfaust Galerie in der Detlev-Bremer-Straße eröffnet, damals noch als Offspace. Mittlerweile ist sie die größte private Galerie der Stadt, was einen Umzug nötig machte. Im ehemaligen Supermarkt-Gebäude in der Paul-Roosen-Straße finden Urban Art und zeitgenössische Kunst jetzt auf 1000 Quadratmetern mehr Platz. Mit fast monatlich wechselnden (Gruppen-)Ausstellungen von lokalen und internationalen Künstlern trägt die Affenfaust Galerie zur Vielfalt der Hamburger Kunstszene bei. In der Regel kosten die Ausstellungen keinen Eintritt, falls doch erfahrt ihr es auf der Homepage.

Krug Hamburg
© Eric Stein | Unsplash

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Bodenständiges im Krug

Die kleine und feine Weinstube hält sich hinter Efeuranken versteckt – nebenan wohnten in den 60ern die Beatles. Kein großes Schild weist darauf hin, dass sich hier das Krug befindet. Werbung hat das Lokal mit der offenen Küche auch überhaupt nicht nötig. Die Leute kommen von alleine – wegen des guten rustikalen Essens, das oft Schwäbisch angehaucht ist, aber auch, weil die Atmosphäre stimmt. Susi-und-Strolch-Romantik (ihr wisst schon, die Szene beim Italiener mit den Spaghetti) trifft hier auf urige Gemütlichkeit. Kerzen tauchen den Raum in ein heimeliges Licht und machen das Krug vor allem zur kalten Jahreszeit zu einer Adresse, die ihr euch merken solltet. Wer im Sommer kommt, der sollte versuchen, an der alten Ente vor der Tür einen Platz zu erwischen. Nirgendwo sitzt man wohl stilechter auf St. Pauli!

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