Pierogis & Borschtsch: 11 authentische slawische Restaurants in Hamburg

Bevor wir euch gleich wie gewohnt elf Restaurants empfehlen, eine kurze Erläuterung (weil wir's selbst nicht wussten): Slaw*innen sind Angehörige einer großen, zur indoeuropäischen Sprachfamilie gehörenden Völkergruppe in Osteuropa, Mitteleuropa und Südosteuropa. Bedeutet, dass Slaw*innen aus keinem bestimmten Land kommen, sondern auf der ganzen Welt zu finden sind. Wir konzentrieren uns in diesem Artikel auf die leckeren Gerichte der Völker mit Ursprung in folgenden Ländern: Polen, Russland, Litauen, Georgien, der Ukraine sowie Kroatien.

Slawische Restaurants in Hamburg: Unsere Top 11

Was all diese Völker verbindet, ist neben der Kultur und Geschichte nämlich vielmehr eine fantastische Küche mit viel Tradition, Liebe zum Kochen und Einfallsreichtum. Teigtaschen in vielerlei Formen und mit den unterschiedlichsten Füllungen (von Fleisch über Kohl und Kartoffeln bis hin zu süßen Variationen) warten beispielsweise im gleichnamigen Spot auf St. Pauli auf euch, Pani Smak ist für seine typisch polnischen Pierogi bekannt und im Grand Baku ist sogar die Speisekarte bilingual – da schmeckt der Wodka in kyrillischer Schreibweise fast noch besser! Wer also mal eine kulinarische Reise gen Osten vorhat, sollte diese 11 Restaurants auf jeden Fall mit auf die To-Eat-Liste aufnehmen.

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© Teigtasche Litauische Spezialitäten in der Teigtasche entdecken

Die Teigtasche bietet vielerlei typisch litauische Speisen an, jedoch ist das litauische Restaurant auf St. Pauli bekannt für die namensgebenden Teigtaschen. Die großen Teller mit einem Mix aus unterschiedlich gefüllten Teigtaschen kommen im Minutentakt aus der Küche und das ist kein Wunder, denn sie sind perfekt für zwei Personen – wenn man sich denn für eine Variante entscheiden kann, frittiert oder gekocht. Noch ein Tipp: Der Snack-Teller als Vorspeise ist ein Traum! Wir finden: Ein Muss für alle, die eine Pause von Pizza und Pasta gebrauchen können und mal etwas Neues probieren möchten.

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© mariakraynova | Shutterstock Grand Baku: Slawische Küche in Eimsbüttel

Wer schon einmal auf einer osteuropäischen Hochzeit in Hamburg war, kennt das Grand Baku wahrscheinlich, denn der Spot in Eimsbüttel ist für seine festlichen Banketts fast genauso bekannt wie die Gegend für den Wodka, welchen es hier selbstverständlich auch gibt – stets gut gekühlt! Ein Besuch lohnt sich jedoch auch zum à la Carte-Menü. Hier zu finden ist Borschtsch, eine traditionelle und wohltuende Suppe aus roter Bete, die in fast jeder slawischen Küche zu finden ist. Plemeni, also die russische Version der polnischen Pierogi, sind immer köstlich und das deftige Beef Stroganoff ist ein absoluter Klassiker. Uns läuft schon das Wasser im Mund zusammen!

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© Lilly Brosowsky Wie bei Babcia: Authentische polnische Küche in der Kuchnia

Polnisches Essen ist so viel mehr als die zugegebenermaßen köstlichen Teigtaschen namens Pierogi und das beweist das Restaurant Kuchnia, was übersetzt "Küche" heißt, eindeutig. Kopytka, Polens Antwort auf unsere deutschen Kartoffelklöße, können sich sowas von sehen wie schmecken lassen und werden mit saisonalen Zutaten serviert. Pierogi solltet ihr dennoch probieren, die gibt es auch als Vorspeise. Unser Tipp: Der typische Gurkensalat ist die optimale, frische Ergänzung zu jedem Gericht. In etwas anderer Form wird das knackig-grüne Gemüse in einer Karaffe mit (na, klar!) Wodka serviert. Ihr habt die Qual der Wahl aus den besten Klaren, die unsere polnischen Nachbar*innen aktuell zu bieten haben.

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Pierogis

© Martyna Rieck Polnisch speisen in einer denkmalgeschützen Mühle im Achtern Diek

Das Achtern Diek, auch unter dem Namen Danzigerrestaurant bekannt, besticht neben den Köstlichkeiten aus Polen vor allem durch die einzigartige Location. Das Besitzerpaar hat auf der Rückseite der denkmalgeschützten Riepenburger Mühle in den Vier- und Marschlanden einen Gastraum mit Originalmöbeln aus Danzig erschaffen, in dem man sich privat, als auch als Gruppe so richtig verwöhnen lassen kann. Die Speisekarte wechselt stetig, Pierogis gibt es aber immer, keine Sorge!

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© Talika Öztürk Hausgemachte Pierogi bei Pani Smak probieren

Ihr kennt Pani Smak vielleicht noch als Foodtruck-Superstar. Nach dem Erfolg auf vier Rädern mit dem wohl bekanntesten polnischen Genussexport, den Pierogis, haben die guten Seelen hinter dem Spot jetzt auch einen stationären Laden in Winterhude eröffnet. Der Truck versorgt weiterhin hungrige Menschen im Umkreis des Großneumarkts in der Neustadt mit heißen Teigtaschen – egal ob klassische Pierogi Ruskie, mit Speck, Sauerkraut oder als süßer Nachtisch. Im Restaurant gibt es außerdem wärmenden Zurek (Suppe aus Sauermehl mit Ei und Wurst) und den Eintopf aller Eintöpfe: Bigos! Unser Insider-Tipp: Probiert mal die Zapiekankas! Die Baguettes sind in Polen überall zu finden, sogar an der kleinsten Raststätte und der Käse ist ein Gedicht. Wir sagen nur Cheese-Pull!

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© Lisa Schleif Spezialitäten kaufen bei Wein-Import Croatia

Direkt neben der S-Bahn-Station Hammerbrook versteckt sich der kroatische Laden Wein-Import Croatia. Doch hinter dem kleinen Geschäft verbirgt sich mehr, als der Name vermuten lässt. Im Hinterhof-Geschäft findet man nicht nur eine riesige Auswahl an Weinen, es warten ebenso verschiedene Käse- und Wurstsorten und ausgefallenes Frühstücksfleisch auf einen. Naschkatzen werden hier garantiert auch fündig.

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Plememis

© Aliona Gumeniuk | Unsplash Russland entdecken in Eppendorf: das Hermitage Café Bistro Bar

Wer schon immer mal russisch Frühstücken wollte, ist im Hermitage genau richtig, denn hier werden bereits morgens leckeres landesübliches Gebäck, ein Stück Torte und fantastischer Kaffee durch den süßen Laden getragen. Und auch zum Mittag lohnt sich ein Besuch, denn dann kommen wärmende Eintöpfe, typische Pelmeni und ein köstlicher Oliviersalat nach Originalrezept auf den Tisch. Besser nicht googeln, sondern einfach probieren, denn die Kombination hört sich ganz anders an, als er wirklich schmeckt!

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pierogi

© Hjalte Gregersen | Unsplash Bei Teresa auf ein Tyskie und polnisches Fast-Food

Gelegen im Erdgeschoss eines Hostels ist man mitten auf der Reeperbahn Bei Teresa richtig, wenn man urige Atmosphäre feiert. Hier treffen Einheimische auf Tourist*innen aus allen Teilen (Ost-)Europas. Bei polnisch-deutschem Fast Food geht ein Tyskie immer gut runter – oder zwei. Ein Besuch lohnt sich allemal, denn wir wissen mittlerweile, dass die Wirt*innen auf der Reeperbahn immer eine unglaubliche Geschichte aus alten Kiez-Tagen zu erzählen haben!

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© Tunici Hamburg Internationale Küche probieren im Tunici

Wer sich von der internationalen Küche rund um Kroatien begeistern lassen möchte, kann das in einem der acht Tunici Restaurants der Stadt tun. Auch hier gibt es eine riesige Kegelbahn für die Unterhaltung (sogar die größte weltweit!) und sportliche Betätigung nach dem Festschmaus. Empfehlen können wir hier vor allem das Ljubljana-Steak und das Pljeskavica, ein Hacksteak, gefüllt mit Schafskäse. Jawoll!

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© Franzi Simon Georgischer Wein und Schmaus: Besucht das Restaurant Suliko

Das Suliko war das erste georgische Restaurant in Hamburg und überzeugt bis heute mit dem Besten aus dem osteuropäischen Land: ausgewählter Wein plus Speisen wie frisch vom Kaukasus! Während ihr an frisch gebackenem Brot knabbert und am Wein nippt, könnt ihr vom freundlichen Personal noch was lernen: Wusstet ihr beispielsweise, dass die georgische Küche eine der ältesten der Welt ist? Wir empfehlen, die Pchalis zu probieren. Das sind kleine Bällchen aus Spinat, Rote Bete oder Porree garniert mit Walnüssen, Gewürzen und Koriander. Mhm!

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Steak

© Edson Saldaña | Unsplash Saftige Steaks schlemmen im Dubrovnik

Im Dubrovnik in der Kieler Straße bekommt ihr alles, was die kroatische Küche Köstliches zu bieten hat: Darunter natürlich sehr viele Fleischgerichte wie fantastische Steaks, tolle Weine aus der Region und sogar eine Kegelbahn gibt es in dem Laden in Stellingen. Spiele und Brot, was will man mehr?

Disclaimer zur aktuellen Lage in der Ukraine: Wie ihr den Menschen vor Ort oder in den Nachbarländern helfen könnt, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst. Außerdem ist es uns wichtig zu erwähnen, dass dieser schreckliche Krieg nichts mit den Menschen aus der Ukraine, Russland, Polen oder sonst wo hier vor Ort zu tun hat, außer dass sie wahrscheinlich um Angehörige, Freund*innen und Bekannte bangen. Mit einem Restaurantbesuch können wir den Krieg zwar nicht stoppen, zumindest aber unsere Solidarität ausdrücken.

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