Die 11 schönsten Orte in Hamburg

Ach, Hamburg. Du bist wahrlich eine Perle. Es gibt so vieles, was wir an dir lieben. Deine wunderschönen Straßenzüge mit herrschaftlichen Altbauvillen. Die vielen Parks, in denen wir laue Sommerabende vertrödeln. Die rougheren Ecken, in denen wir kreative Straßenkunst entdecken können. Der Anblick der Hafenkräne und bunten Container. Und natürlich das viele Wasser, dass sich in Fleeten durch die Stadt zieht und uns bei schönem Wetter an die Ufer von Alster und Elbe treiben.

Natürlich gibt es noch mehr schöne Orte, als die unten stehenden 11. Und wohl jede*r Hamburger*in hat ihren ganz eigenen Lieblingsfleck in der Stadt. Wir übrigens auch, schaut mal in unserer Lieblingsort-Reihe vorbei!

Aber auf diese 11 Orte konnten wir uns einigen. Denn sie zeigen von allem ein bisschen – und vor allem: Wie wunderschön unsere Stadt ist!

1. Der Elbstrand

© Franzi Simon

Im Sommer wie im Winter: Der Elbstrand hat immer einen ganz besonderes Reiz. An heißen Tagen hat man das Gefühl, irgendwo ganz weit weg im Urlaub zu sein. Und je nachdem, wie weit man raus aus der Stadt läuft, kann man zwischen tiefhängenden Bäumen sogar baden. Oder man genießt, mit den Füßen im Sand, ein Kaltgetränk vom Ahoi Kiosk und den Blick auf die gegenüberliegenden Hafenkränen. Only in Hamburg! Und wenn es dann stürmisch und kalt wird, dann ist der Spaziergang am Elbufer wie ein Ausflug ans Meer. Man wird durchgepustet, kann in die Weite blicken und die Großstadtluft hinter sich lassen.

2. Planten un Blomen

Mitten in der Stadt liegt diese Oase, in der wir Großstädter*innen uns gerne eine Auszeit gönnen. Kaum verlässt man die viel belebten Straßen, taucht man ein in ein grünes Land voller Ruhe. Bunte Blumen, herumtölpende Enten, Wasserwege und entspannte Sitzgelegenheiten laden dazu ein, den ganzen Alltagstrubel mal zu vergessen. Hier trifft man sich zum Flanieren, zum Bunte-Blätter-Bestaunen, wenn der Park im Herbst zu einem Indian Summer-Traum mutiert, und im Winter zum Schlittschuhfahren.

3. Die Speicherstadt

© Adrian Degner via Unsplash CC0

Die Speicherstadt bewahrt ein Stück Hamburger Geschichte. Kaum Autos fahren durch die engen Gassen, dafür kann man über schmale Brücken spazieren und auf Kopfsteinpflaster stolpern. Zwischen den hohen Speicherhäusern fließt still das Wasser und man meint hören zu können, wie hier vor einem Jahrhundert die Kaffeesäcke und Gewürze aus fernen Ländern lautstark verladen wurden. Zu Recht ist die Speicherstadt seit 2015 UNESCO-Welterbe und steht unter Denkmalschutz. Inzwischen sind nicht nur Kaffeehandel und Teppichlieferanten hier zuhause, sondern auch zahlreiche Agenturen. Wir lieben einen Wochenendsspaziergang durch das alte Handelsviertel, wenn es wunderbar ruhig ist und sich der Sonnenuntergang auf den Fassaden spiegelt.

4. Der Isemarkt

© Andreas Baur

Dienstags und freitags erwacht das Leben unter dem Hochbahn-Viadukt zwischen den Haltestellen Hoheluftbrücke und Eppendorfer Baum. Dann bauen hier auf fast einem Kilometer Länge Marktaussteller*innen ihre Stände und Waren auf. Es gibt kunterbunte Blumen zu kaufen, saisonales Obst und Gemüse aus der Region aber auch Spezialitäten wie frische Pasta, Allgäuer Bergkäse und Reisburger. Es ist wunderbar trubelig und die Atmosphäre, während die U-Bahn über den Köpfen rattert, einfach einmalig.

5. Das Treppenviertel

© Anna Nguyen

Von wegen Hamburg ist platt! Neben den Harburger Bergen im Süden der Elbe, erhebt sich auch Blankenese auf Hügeln. Das Treppenviertel, das sich vom Strandweg am Elbufer bis zum 72 Meter hohen Süllberg erstreckt, erreicht man deswegen über zahlreiche Treppen. Fast 5000 sind es insgesamt. Während man den Aufstieg wagt, spaziert man vorbei an wunderhübschen Kapitänshäusern, vor denen im Sommer die Stockrosen blühen, und mit jeder geschafften Treppe wird der Elbblick immer weiter und schöner.

6. Das Reiherstiegviertel

© Jörn-Peter Boll

Das Reiherstiegviertel in Wilhelmsburg ist so vielfältig wie Hamburg selbst. Östlich des Veringkanals reihen sich in engen Straßen wunderschöne Altbauten aneinander, in deren Erdgeschossen man Buchläden, kleine Cafés und Lädchen findet. Während auf der Westseite, ab der wunderschönen alten Honigfabrik, das Industriegelände beginnt. Es gibt den Blick frei auf die für Hamburg so typische Kulisse von Backstein-Fabriken und Elbbrücken. An der Spitze im MS Uferpark wird es im Sommer kulturell, denn dann kommt hier ganz Hamburg zum MS Artville und natürlich dem MS Dockville Festival zusammen und tanzt mit Blick auf Hafenkräne und Schlepperboote.

7. Das alte St. Pauli

Natürlich hat auch die Reeperbahn ihre Reize. Aber wirklich wunderhübsch ist das alte St. Pauli abseits der Neonlichter. Wenn man die Große Freiheit bis zum Ende durchläuft, den Lärm und die Glitzerlichter hinter sich lässt, dann taucht man in eine ganz andere Welt ein. Die Paul-Roosen-Straße mit ihren vielen kleinen Restaurants, den bunten Häuserfassaden und rankendem Efeu. Das Kopfsteinpflaster in der Wohlwillstraße, der Trubel im Sommer auf den Terrassen des Paulinenplatzes, überall bunte Straßenkunst und mit Liebe geführte Läden. Hier ist weniger Kommerz, mehr Liebe. Hier schlägt wirklich das Herz von St. Pauli!

8. Die Außenalster

© bokeh_boogie via Instagram

Wie ein glitzerndes Herz liegt die Alster im Zentrum der Stadt, ihre Adern ziehen sich durch die Viertel in Fleeten. Sie ist Treffpunkt, im Sommer zum Kanu- oder SUP-Fahren, im Winter zum dickeingepackten Spaziergang am Ufer. Nichts ist wohl so schön, wie einen Sonnenuntergang an der Alster zu beobachten. Rast machen auf einer der vielen Bänke während der Umrundung. Im Kanu die Fleete zu durchrudern und den Menschen auf den Brücken zuwinken, die den Anblick genießen. Die Alster gehört zu Hamburg wie das Franzbrötchen am Morgen und ist einfach nur eins: wunderschön.

9. Der Nikolaifleet

Wer sich gerne ein paar Jahrhunderte zurückgebeamt fühlen möchte, der sollte zum Nikolaifleet. Im 12. Jahrhundert begann hier die Entwicklung des Hamburger Hafens, heute zeugen alte Fachwerkhäuser, die gefährlich schräg über dem Fleet ragen, von vergangenen Zeiten. Blickt man von der Holzbrücke gen Süden, dann ragt zwischen den schmal Bauten die Zukunft in die Höhe: die Elbphilharmonie. Kaum irgendwo anders in der Stadt hat man wohl so einen wunderbaren Blick auf das neueste Wahrzeichen der Stadt. Vor der ältesten Kulisse.

10. Der Oberhafen

Oberhafenquartier
© vale.graphy via Instagram

Hamburg ist Hafenstadt. Und Güterstadt. Das zeigt sich besonders am Oberhafen. Verlässt man die blitzeblanken Straßenzüge der Hafencity, findet man kurz vor den Elbbrücken alte Lagerhallen, Kopfsteinpflaster und Schienen, die den Boden durchziehen. Während gegenüber in die Höhe gebaut wird, scheint hier die Welt stehengeblieben. Man findet hier die schiefe Oberhafenkantine, die Deftiges serviert, die malerische Oberhafenbrücke und in die alten Lagerhallen sind neben Fotostudios und Agenturen die Markthalle Hobenköök gezogen. In der Hanseatischen Materialverwaltung findet man in einem Findus ausrangierte Kulissen und im Sommer wird hier zum Sundowner geladen. Unaufgeregt und Hamburg, wie es einfach ist.

11. Der Ohlsdorfer Friedhof

© Alexandra Brucker

Im Nordosten der Stadt liegt der verwunschene Friedhof Ohlsdorf. Er ist nicht nur die letzte Ruhestätte vieler (auch berühmter) Hamburger*innen wie Helmut und Loki Schmidt, er ist mit seinen 389 Hektar auch der größte Parkfriedhof der Welt. Ihr könnt hier also nicht nur das Grab von Hans Albers besuchen, sondern auch durch alte Baumarten spazieren, Wasservögel auf Teichen und Bächen beobachten und die beinahe unendliche Ruhe genießen. Ein wahrlich besonderer Ort, den es so nicht zwei Mal gibt.

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