11 tolle Ausflüge ans Meer

Urlaub im Ausland machen muss nicht immer sein, denn auch Norddeutschland hält so einige tolle Ausflugsmöglichkeiten für uns bereit – da fühlt man sich dann auch direkt, als wäre man im wohlverdienten Urlaub. Versprochen! Denn für einen Strandurlaub müssen wir nicht ins Ausland. Hier kommen 11 Ausflugsziele, die direkt am Meer liegen. Wer da nicht ins Urlaubsfeeling kommt, dem können wir auch nicht helfen.

1. An die Nordsee nach Büsüm mit dem Fahrrad

© Murillo de Paula via Unsplash

Startpunkt ist hier der Bahnhof in Elmshorn. Von dort geht es nach Kollmar an der Elbe und dann immer den Deich entlang bis nach Glückstadt. Nach einer kurzen Pause ist das nächste Ziel Brunsbüttel, wo der Nord-Ostsee-Kanal mit der kostenlosen Fähre überquert wird. Hier wird dann der Radweg ins Landesinnere Richtung St. Michaelisdonn genommen bis nach Meldorf und schließlich den Deich entlang bis nach Büsum.

Länge: 100 Kilometer, also recht anspruchsvoll und nichts für Anfänger*innen!

2. Ruhe genießen in Sierksdorf

© Lisa Schleif

Wer keinen Bock auf die manchmal überlaufenen Strände von Travemünde und St. Peter-Ording hat, der wird in Sierksdorf glücklich werden. Denn hier gibt es tatsächlich nicht viel: keine Fischbrötchenbuden, keinen Biergarten und kein hippes Café. Dafür aber sehr viel Ruhe, einen weitläufigen Strand. Hervorragender Plan für einen Tagesausflug. Falls ihr länger, als einen Tag bleiben wollt: Unterkünfte finden sich bei Airbnb oder ihr zeltet im nahegelegenen Süsel.

Mit dem Auto braucht ihr ungefähr 1,5 Stunden in die Idylle.

3. Baden am Wildstrand an der Ostsee: Rettin

© Roland Rödermund

Wildstrand! Allein das Wort löst doch Glücksgefühle aus oder? Unweit vom Ostseebad Grömitz findet ihr einen Naturstrand, der relativ einsam ist und über tolle Buchten verfügt, es gibt durch die Felsen im Wasser auch ein bisschen Wellenaction. Und gleich nebenan ist ein Campingplatz, wo ihr auch Pizza und Pommes bekommt, falls man es nicht zu wild haben möchte! Oder ihr fahrt anschließend weiter nach Grömitz, wo ihr über die Brücke flanieren, Fischbrötchen essen und einen Sundowner stürzen könnt. Wer die Einsamkeit und Nähe zur Natur sucht, ist hier bestens aufgehoben.

Die Anfahrt ist leider nur mit Auto zu empfehlen. Von Hamburg kommt man aber immerhin bis Grömitz mit dem Flixbus, dann geht es weiter mit dem Bus oder einer strammen 9 Kilometer Wanderung.

4. Entspannen an der Ostsee in Sierksdorf Nord

© The Gentle Temper

Während Urlauber*innen am Hauptabschnitt dicht an dicht in Strandkörben liegen, lohnt es sich, die wilde Küste von Sierksdorf Nord abseits der gewohnten Wege zu erkunden. Um zum Steilufer zu gelangen, parkt man am Hansa Park und spaziert auf einer Schotterpiste durch die blühende Heidelandschaft. Ab und an begegnet man hier FKK-Anhänger*innen, doch der Strand ist so weitläufig, dass man ungestört bleiben kann. Da der Hang kein starkes Gefälle aufweist, ist der Abstieg zum Meer nicht beschwerlich, vereinzelt führen sogar Trampelpfade zum Wasser. Folgt man dem Heideweg weiter, wird die Böschung flacher, bis nur noch ein kleiner Wall das Meer begrenzt. Wer sich hier am felsigen Ufer niederlässt, wird mit Einsamkeit, Ruhe und einem atemberaubenden Blick über die Bucht belohnt.

5. Tagesausflug nach Lübeck mit Strandbesuch

© Eva Horn

Was tun, wenn der Wunsch nach Rauskommen und nach Meer groß, das Budget aber eher schmal ist? Wie schön wäre also ein Ziel, was von Hamburg aus schnell und einfach zu erreichen ist und den Wunsch nach Meer und nach Zerstreuung miteinander vereint. Moment, gibt es doch? Lübeck, immerhin die zweitgrößte Stadt Schleswig-Holsteins, liegt gerade mal eine Stunde Bahnfahrt von Hamburg entfernt und an der Ostsee. Grund genug bequeme Schuhe anzuziehen und mal vorbeizufahren. Wie so ein schöner Ausflug ans Meer nach Lübeck aussehen kann, haben wir hier aufgeschrieben.

6. Radtour nach Cuxhaven

Hier starten wir im Zug – der uns bis zur HVV-Gesamtbereichs-Endstation nach Himmelpforten bringt. In dem Örtchen hinter Stade radeln wir los, immer an der Oste entlang. Wir durchqueren Ortschaften wie Obernhaus, Cadenberge und Neuhaus und erreichen schließlich bei Otterndorf die Deiche und die Elbe. Entlang der Deichstraße geht es dann bis zum Cuxhavener Hafen und von da mit dem Regionalzug zurück nach Hamburg. Oder, wenn ihr ganz fleißig seid, mit dem Rädchen.

Länge: 80 Kilometer, also anspruchsvoll. Eine genaue Routenbeschreibung gibt's hier.

7. Durch die Dünen spazieren in St. Peter-Ording

© Franziska Simon

Ihr wollt ans Meer. So richtig. Mit riesigem Sandstrand, langen Spaziergängen, Watt, Wind, Tide und Vitamin Sea. Nichts wie hin nach St. Peter-Ording. Denn Schleswig-Holsteins größter Kurort hat von all' dem reichlich. Plus viele andere Touristen, aber irgendwas ist ja immer. Am einfachsten geht die Tour mit dem Rad – dann solltet ihr nach 1,5–2 Stunden angekommen sein. Kite, Buggy-fahren, Drachensteigen, den 12 Kilometer langen Strand entlangspazieren, Futtern, Trinken: St. Peter-Ording (Kenner sagen SPO) hat alles und im Sommer sogar Surfer und FKK. Geil!

8. Runter vom Festland: Auf nach Sylt

© Torben Brandt

Hinter Niebüll, der letzten Stadt auf dem Festland, liegt die Insel Sylt. Bekannt ist sie aus der Klatschpresse und durch Aufkleber auf teuren Autos. Viele hegen Vorurteile gegen die selbst ernannte Insel der "Schönen und Reichen", aber Sylt ist (s)eine Reise absolut wert. Steigt man aus dem Zug aus, steht man erst mal in Mitten der urigen Einkaufszone – Hallöchen Urlaubsfeeling. Der Strand und das Wasser sind von jedem Fleckchen der Insel spitze zu erreichen und die kühle Meeresluft um die Nase mit der Sonne im Gesicht ist unbezahlbar. Man sollte sich nicht lumpen lassen, einmal durch Kampen und List zu spazieren. Insidertipp: Auf dem Weg nach Kampen gibt es eine besonders lustige Busansage, sobald ihr in das Viertelchen reinfahrt – aber die hört ihr am besten selbst!

9. Richtig entspannen in Heiligenhafen

© Torben Brandt

Heiligenhafen ist nur was für alte Leute? So ein Quatsch! Schön ist es hier, es lässt sich wunderbar am Strand rumliegen, Kitesurfen oder im Strandkorb lümmeln. So richtig viel los ist hier nicht, aber das ist auch gut so! Wer gerne ohne Rentner-Klischee etwas essen möchte, der besucht die schnieke, urgemütliche Bretterbude.

10. Plantschen im Garrensee

© The Gentle Temper

Wir geben zu: Das ist zwar ein Ausflug an den See, der darf aber dennoch in dieser Liste nicht fehlen, denn das Meer ist auch um die Ecke. In einem der ältesten und artenreichsten Naturschutzgebiete des Nordens liegt der Garrensee. Park am besten nahe der Bundesstraße (53.693072, 10.853264), denn dann spaziert man in wenigen Minuten zum ringsum bewaldeten See. Badelustige werden sich an den drei nördlichen Badestellen erfreuen, für den Rest des Sees gilt ein fast flächendeckendes Schwimmverbot. Erste Anlaufstelle ist der schmale Strand mit angrenzender Liegewiese, von dem aus sich ein fantastischer Blick auf die Südseite des Sees bietet. Zieht man weiter südlich, entdeckt man eine Lichtung, die gleichzeitig die schmalste Stelle des Sees markiert. Praktischerweise kann hier zur gegenüberliegenden Badestelle geschwommen werden, wo eine kleine Liegewiese mit sandigem Einstieg wartet. Das urwaldartige Gesamtpanorama des Garrensees zieht nicht nur Schwimmer*innen, sondern auch Jogger*innen und Spazierlustige an.

11. Heimaturlaub machen auf Helgoland

© Roland Rödermund

An den Landungsbrücken geht es los und knapp 3,5 Stunden später seid ihr auch schon da: auf Helgoland. Vom Wind zerzauste Haare sind immer noch das beste Styling – bei dem Trip zur Insel ist auf jeden Fall die Anreise schon ein Erlebnis. Aber auch auf Helgoland gibt es einiges zu erleben. Spazieren könnt ihr übrigens mehrer Runden über die Insel. Unser Autor Roland war schon mal dort und hat seine Erfahrungen hier für euch aufgeschrieben.

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