11 tolle Bücher von Hamburger Autor*innen

Hamburg ist Stadt der Künstler*innen. Und sie hat eine Reihe an ganz wundervollen Autor*innen hervorgebracht. Die in den letzten Jahren Romane über das Leben, die Liebe und, auch das, Hamburg geschrieben haben. Sie sind in der Hansestadt geboren, haben sie zu ihrer Wahlheimat gemacht – und auch zum Schauplatz ihrer Geschichten. Aber die folgenden Bücher spielen nicht nur in Hamburg, sondern auch auf Teneriffa, in Berlin-Zehlendorf, im Death Valley oder in der Normandie. Sie sind lustig, bewegend, spannend, lehrreich und aufwühlend. Hier kommen elf tolle Bücher von Hamburger Autor*innen, die ihr kennen solltet:

© Droschl Verlag | Eden Books

1. Eins im Anderen – Monique Schwitter

Eines Abends erfährt die Protagonistin von Monique Schwitters Roman "Eins im Anderen" beim Googlen, dass ihre erste Liebe sich umgebracht hat. Vor fünf Jahren schon – und sie hat ihn nie vermisst. Sie begibt sich auf eine Zeitreise durch ihre vergangenen Liebschaften. Zwölf sind es an der Zahl und sie haben mehr gemein mit den zwölf Aposteln, als nur den Namen.

2. schnell.liebig – Lina Mallon

"Generation beziehungsunfähig", so werden die Millenials und ihr Liebesleben gerne abgefertigt. Dabei sind wir alle daran schuld, findet Lina Mallon. In ihrem Debütroman fordert sie dazu auf, sich wieder kopfüber in die Liebe zu stürzen. Ohne Furcht und mit all den Risiken, die damit kommen. Auf 256 Seiten hinterfragt und analysiert sie ihr eigenes Dating- und Beziehungsleben. Räumt mit Mythen auf und schließt ab. Ein Ratgeber, der keiner ist, sondern eher ein Gespräch mit einer guten Freundin, bei dem man ganz von allein Schlüsse für sich ziehen kann.

© Rowohlt

3. Tschick – Wolfgang Herrndorf

Maik hat es nicht leicht: seine Mutter ist in der Entzugsklinik, sein Vater auf Geschäftsreise – mit der Assistentin. Eigentlich soll er den Sommer alleine am Pool der Familienvilla verbringen. Doch dann taucht Tschick auf. Er kommt aus den Hochhäusern in Hellersdorf und hat einen alten Lada geklaut. Mit dem fahren die beiden durch die deutsche Pampa – eine Geschichte über Freundschaft, die 2011 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet und 2016 verfilmt wurde.

4. Archipel – Inger-Maria Mahlke

Der Roman von Inger-Maria Mahlke nimmt uns mit nach Teneriffa, wo Protagonistin Rosa ihre Familiengeschichte sucht. Es führt sie in das heruntergewirtschaftete Haus der ehemals einflussreichen Bernadottes, in ein Altenheim – und durch ein ganzes Jahrhundert. Immer tiefer in die Chronologie der Bernadottes eintauchend, erfährt sie von Umbrüchen, großen Erwartungen und kleinen Siegen. Ein packender Familienroman vor der Kulisse der "Insel des ewigen Frühlings".

© cbt Verlag | Hanser Verlag

5. Crazy – Benjamin Lebert

Benjamin Lebert war gerade einmal 16 Jahre alt, als er seinen Roman schrieb. Zum Teil autobiografisch erzählt er von Benni, der auf ein Internat kommt. Er ist halbseitig gelähmt und hat nicht nur mit seinen schlechten Noten in Mathe zu kämpfen. Das Buch wurde weltweit zum Bestseller und befasst sich mit den großen Problemen der Jugend: Liebe, Freundschaft, Sex, Eltern, Schule – aber auch mit den gescheiterten Existenzen Erwachsener.

6. Wir haben Raketen geangelt – Karen Köhler

Eine junge Frau sitzt vor einer Tankstelle im Death Valley – völlig dehydriert und am Ende ihrer Kräfte. Dann taucht plötzlich ein indigener Mann auf, den sie für eine Halluzination hält. Doch auf einmal fahren die beiden nach Las Vegas, essen Doppel Whopper und übernachten in schäbigen Motels. Skurril, lustig und dabei todernst – das kann Karen Köhler hervorragend.

© Fischer | Schöffling & Co

7. Nüchtern betrachtet war's betrunken nicht so berauschend: Ein Trip in die Freiheit – Susanne Kaloff

Autorin Susanne Kaloff trinkt keinen Alkohol mehr – ein Jahr schreibt sie auf, wie es ihr damit geht. Ohne Rausch durch Höhen und Tiefen, kein Betäuben, kein Bestärken. Sie hinterfragt,  warum unsere Gesellschaft eigentlich immer ein Drink zur Seite steht und findet in zwölf Monaten viele Antworten – und zu sich selbst.

8. Nie mehr Nacht – Mirko Bonné

Markus reist für ein Hamburger Kunstmagazin in die Normandie um Brücken zu zeichnen, die 1944 eine große Rolle spielten. Er wird begleitet von seinem 15-jährigen Neffen Jesse, dessen bester Freund gemeinsam mit seiner Familie das verlassene Hotel d'Angleterres hütet. Aus einem 1-wöchigen Trip,  wird eine monatelange Auszeit, die vor allem der Trauerbewältigung gilt. Denn Jesses Mutter, Markus Schwester, beging Suizid.

9. Eine Liebe, in Gedanken – Kristine Bilkau

Kristine Bilkau erzählt in ihrem Roman von den Hoffnungen und Träumen der im Krieg geborenen Generation. Wie liebt man, wenn man in einer Welt voller Härte und Verdrängung aufgewachsen ist? Edgar und Antonia scheinen wie füreinander gemacht, als sie sich 1964 in Hamburg kennenlernen – sie teilen den Wunsch in die Ferne zu gehen. Doch als Edgar nach Hongkong zieht und Toni in Hamburg auf ihn wartet, zerbricht alles. Jahrzehnte später fragt sich Tonis Tochter: was ist geschehen?

10. Die Bertinis – Ralph Giordano

Eine Familiensaga, die ihresgleichen sucht. Ralph Giordano feierte mit seinem Roman goßen Erfolg. Er begleitet die Bertinis, eine jüdischstämmige Familie in Hamburg. Die Saga beginnt zum Ende des 19. Jahrhunderts, spielt dann zum großen Teil während des Nationalsozialismus und schließlich in den ersten Nachkriegsjahren. Schauplätze sind die Elbvororte, Barmbek, der Stadtpark, der Hafen. Wortgewaltig, eindringlich und voller unsentimentaler Heimatliebe.

© Rowolth

11. Mondscheintarif – Ildikó von Kürthy

1999 erschien der Debütroman von Ildikó von Kürthy, mittlerweile ist die Autorin bekannt für viele weitere Werke wie "Sternschanze" oder "Es wird Zeit". Ihr erster Roman "Mondscheintarif" ist eine komische Geschichte, die sich um die Protagonistin Cora Hübsch spinnt. Die will unbedingt die große Liebe und findet sie anscheinend in Daniel. Als der sich drei Tage lang nicht meldet, verzweifelt Cora vor ihrem Telefon.

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