11 Craft Beer Brauereien in Hamburg, die richtig gutes Bier brauen

Jeder kennt das Bier mit dem Ankerherz drauf, die Ploppflasche aus dem nördlichsten Teil Schleswig-Holsteins oder Hamburgs Traditionsbier mit dem Reiter und dem Schild. Doch, dass man sich beim Biergenuss in Hamburg nicht auf wenige Sorten von großen Konzernen beschränken muss, ist nicht unbedingt allen klar. Deshalb haben wir für euch 11 Hamburger Brauereien am Start, die ihr Bier noch in mühevoller Handarbeit selber brauen – fernab von Einheitsbrei und Massenware.

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© Andreas Baur | Sony Alpha 7 II Craft Beer kaufen in der Buddelship Brauerei

Völlig fernab vom Deutschen Reinheitsgebot toben sich die Leute der Buddelship Brauerei in der Welt der Biere aus: vom 6,5%-Indian-Pale-Ale, über ein klassisches Pils, bis hin zu lange vergessenen deutschen Biersorten wie dem Gose wird hier alles in den Kessel gesetzt, was die Welt des Brauens so hergibt. Wer die Biere mal alle vom Fass trinken möchte, kann das in der Bar Oorlam in der Neustadt machen, die alle Sorten ausschenken und das sogar aus schicken Zapfhähnen in Hafenkran-Optik!

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Helle Aufregung in der Landgang Brauerei

Hier gibt es nicht nur unglaublich vielfältige Biere zu trinken, sondern auch noch viel zu lernen: zum einen werden hier kreative Biere mit netten Namen, wie das Lagerbier "Helle Aufregung" oder dem Indian Pale Ale namens "Amerikanischer Traum" gebraut. Zum anderen bieten die guten Leute von Landgang auch Führungen durch die Brauerei, Craft-Beer-Seminare und wirklich aufschlussreiche Braukurse an. Wer es mal nicht zur Brauerei in Altona schafft, findet Landgang-Biere auch oft beim nächsten Edeka.

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© Frank Luca via Unsplash Bestes Bier in der Kehrwieder Brauerei kaufen

Vier Jahre in Folge wurde die Kehrwieder Brauerei im Süden Hamburgs ausgezeichnet – und zwar in der Kategorie "Hamburgs bester Brauer". Bei so viel Anerkennung können die Biere natürlich auch nicht schlecht sein. Habt ihr jemals ein "El Duderino", ein "Russian Imperial Milk Coffee Stout" getrunken? Mit seinen 9,6% mag es euch zwar die Schuhe ausziehen, ist aber mit seiner Kaffee- und Beeren-Note ein echter Geheimtipp für Bierfreunde in Hamburg. Freunde von IPA, Gose und anderen kreativen Biertrends finden hier definitiv auch alles, was den Gaumen beglückt.

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© Bunthaus Schankraum | Screenshot via Instagram Verschiedene Biere im Bunthaus Schankraum probieren

Das Bunthaus füllt seine Biere nur in Fässer ab und beliefert sogar einen lokalen Burgerladen. Leckere Durstlöscher, die es hier zu kaufen gibt, sind beispielsweise: Barrel Aged Imperial Stout mit kräftigen Torf und Rauchnoten und Gose Morning Vietnam, ein säuerliches und leicht salines obergäriges Bier. Die Brauer vom Bunthaus haben sogar ein Crowdfunding gestartet, um eine Flaschenabfüllanlage finanzieren zu können.

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© rawpixels.com via Pexels, CC0 Von Freude Bier in der Neustadt kaufen

Was es bisher noch nicht gab, wird hier einfach umgesetzt: Von Freude an den Colonnaden ist eine der ersten Craft-Beer-Brauereien der Stadt. Die Bier-Vielfalt variiert ständig – wenn einem der Brauer etwas Neues in den Sinn kommt, wird es verwirklicht, weshalb ihr in ihrem Flagship Store auch immer wieder neue Überraschungen präsentiert bekommt. Dass ihr hier immer leckere Ales, wie das belgische Ale Primeur oder das Boulevard, ein helles Session IPA, bekommt, darauf könnt ihr euch jedoch verlassen. Ein kleines Abenteuer in die Welt der Biere ist von Freude aber immer.

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© Franzi Simon Neapolitanische Pizza und Craft Beer bei Überquell

Aus den historischen Riverkasematten an der Hafenkante ist ein Szenetreff geworden: im Überquell sitzt man auf rustikalen Bierbänken, schaut dabei auf die vorbeituckernden Schiffe und schaut sich Kunst aus Hamburg an. Noch dazu gibt es hier nicht nur Bier vom Fass – das Hopfengetränk kommt aus den hauseigenen Braufässern, denn hier wird das Bier selbstgemacht! Dazu schmeckt die neapolitanische Pizza mit Mozzarella und frischen Basilikum oder mit Mortadella und Pistazien. Natürlich aus dem Steinofen, frisch, knackig und lecker!

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© Little visuals, CC0 Bio-Bier bei Wildwuchs kaufen

Ihre Ansprüche sind verdammt hoch: die Wildwuchs Brauerei ist Hamburgs erste Brauerei, deren Zutaten komplett in Bio-Qualität sind. Darüberhinaus bauen sie sogar direkt in Wilhelmsburg ihre eigene Bio-Brauerei, deren erstes Bier im Juli 2018 an den Start geht. Braukurse werden auch vor Ort angeboten, bei denen ihr noch einiges über euer schäumendes Lieblingsgetränk erfahren könnt. Probiert unbedingt ein leckeres Espresso Ale – nicht nur, weil ihr es noch nie getrunken habt, sondern weil es zum einen wach macht, und eines der leckerstes Starkbieren ist, das wir je getrunken haben.

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© Andreas Baur | Sony Alpha 7 II Bier aus aller Welt bei Birrificio Shanghait

Birrificio Shanghait ist in Hamburg vertreten durch die Malto Bar, in der ihr die kreativen Biere der in Eimsbüttel ansässigen Brauerei probieren könnt. Einst wurde die Brauerei von dem in Hamburg lebenden Italiener Francesco gegründet. Bierbrauen war jahrelang ein Hobby, was er vor ein paar Jahren zusammen mit Freunden in einer kleinen Brauerei in Eimsbüttel zum Beruf gemacht hat. Alte Traditionsbiere wie das Grisette oder vielfältige Pale Ales bekommt ihr hier vom Fass, zudem auch immer Gastbiere aus verschiedenen Craft-Beer-Brauerein. Kaufen könnt ihr die Biere sowohl bei Beyond Beer in der Weidenallee, als auch im Craft Beer Store in der Lagerstraße.

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© Robert Mathews via Unsplash CC0 Bier auf vier Rädern: der Elbpaul

Bier auf vier Rädern? Nein, damit meinen wir nicht Drunk-Driving! Der Elbpaul verkauft sein in Wilhelmsburg gebrautes Bier nämlich wie von einem Food Truck unterwegs auf Festivals oder anderen Veranstaltungen. Gebraut werden Klassiker wie Weizenbiere und Pilsener, aber auch Hochprozenter wie Tripple Bock, ein kräftiges Brown Ale oder ein fruchtiges Indian Pale Ale. Wo ihr in Hamburg die Feinschmecker-Biere von Elbpaul kaufen könnt, findet ihr auf seiner Seite.

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© Gröninger Braukeller Bier trinken im Gröninger Braukeller

Wohl bei kaum einem Bier ist der geschmackliche Unterschied zwischen Flaschen- und Fassbier so groß wie beim Gröninger Pils. Oder anders ausgedrückt: solltest du Gröninger nur aus der Flasche kennen, dann lass jetzt alles stehen und liegen und fahr zum Braukeller in der Willy-Brandt-Straße. Dort empfängt man dich mit einer warmen Begrüßung, einem mächtigen Brauhaus-Büffet und einem kalten Humpen mit frischem, unfiltriertem Pils vom Hahn. Einfach überall stehen Fässer: manche auf den Tischen, man zapft sich daraus frisch ins Glas, manche Fässer werden direkt als Tische benutzt und manche sind so groß, dass mehrere Leute im Inneren Platz nehmen können. Nach dem ersten Bier will man nicht mehr weg, nach dem fünften kann man nicht mehr weg, weil man sich irgendwann unweigerlich in den weitläufigen Katakomben verläuft. Zum Glück muss niemand verdursten.

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© Blockbräu Helles mit Hafenblick trinken im Blockbräu

Das altehrwürdige Hafengebäude gegenüber der Bahnstation Landungsbrücken in ein Brauhaus umzuwandeln, war zweifellos eine hervorragende Idee. Dass man sich das Brauhaus als Gast mit Menschen teilt, die in der Regel nicht aus Hamburg kommen, sollte bei dem Standort auch niemanden verwundern. Die Einheimischen sind allerdings selbst schuld, wenn sie sich von den Touristenströmen fernhalten lassen. Der Hafenblick von der Terrasse ist geradezu lächerlich schön, die Brauhausküche schmeckt, wie Brauhausküche schmecken muss und die Biere – ein Helles, ein Weizen und ein saisonales Special-Bier – machen richtig Spaß.

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