11 Ausflüge, für die ihr kein Auto braucht

Die Sonne scheint in Hamburg so ausdauernd wie lange nicht mehr. Der Sommer ist definitiv da! Zeit also, die Stadt und ihre Umgebung noch besser kennenzulernen. Ihr braucht dafür nicht mal ein Auto, das kostet eh nur Sprit und Nerven und belastet die Umwelt. Wir haben 11 vergnügte und weniger bekannte Ausflugsziele vorbereitet, die ihr ganz entspannt mit S- und U-Bahn erreichen könnt. Also Maske auf und ab ins Grüne!

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© Antonia Roch Mit dem Fahrrad durch die Vier- und Marschlande

Eine ganz besonders grüne Ecke versteckt sich südlich von Bergedorf. Euch erwarten weite Wiesen, ruhige Deiche und alte Fachwerkhäuser mit Reetdächern. Startpunkt ist die S-Bahn-Station Bergedorf. Von dort aus gehts durch die Vier- und Marschlande, Hamburgs idyllischem Gemüse- und Blumengarten. Immer dem Deich entlang fahrt ihr durch die verträumten Dörfer Curslak und Neugamme, bis ihr die Elbe sichtet. Bei einem Alster im Zollenspieker Fährhaus könnt ihr einmal tief durchatmen. Über die Naturschutzgebiete Kirchwerder Wiesen und die Reit geht es wieder gen Norden. Im Sommer eine Abkühlung? Dann ab in die Doveelbe, bevor ihr bei der S-Bahn-Station Alter Landweg den Rückweg antretet. 

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© Antonia Roch Karibik-Feeling in der Strandbar 28 Grad

Für alle urlaubsreifen (Wahl-)Hamburger die Rettung: Die Strandbar 28 Grad in Wedel. Wer hierher kommt, einen Liegestuhl oder Strandkorb ergattert und mit einem kalten Eistee in der Hand aufs Wasser schaut, hat das Gefühl, er brutzelt gerade in der Karibiksonne.  Zwischendurch könnt ihr sogar die vorbeifahrenden Schiffe beobachten. Die Bar hat einen direkten Zugang zur Elbe und einem angrenzenden Strand. Wie ihr herkommt? Mit der S-Bahn bis „Wedel“ fahren und in den 198er Bus umsteigen bis zur Station „Bei der Doppeleiche“. Sonnencreme nicht vergessen!

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© Antonia Roch Obstkuchen essen auf dem Land

Landidylle gesucht? Voilà: Auf dem Hof Eggers im Süd-Osten Hamburgs bekommt ihr immer zum Wochenende hausgemachten Obstkuchen und frisch gebrühten Biokaffee – Grillenzirpen inklusive. Der denkmalgeschützte Hof steht abgeschieden inmitten malerischer Natur. Nicht ohne Grund kommt jedes Jahr ein Storchenpaar hierher. Der Biobauernhof veranstaltet regelmäßig Hoffeste und Backtage in der hofeigenen Brot-Bäckerei. Besonders beliebt: Das Frühstücksbuffet immer sonntags und feiertags ab 10 Uhr. Einen Verdauungsspaziergang könnt ihr nach Kaffee und Kuchen zur nahegelegenen Riepenburger Mühle antreten. Der Hof Eggers ist von Bergedorf aus mit den Buslinien 225 oder 424 bis zur Haltestelle Kirchwerder Mühlendamm zu erreichen.

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Boberger Niederung (© Eva Sommer)

© Eva Sommer Großstadtflucht in die Boberger Dünen

Für echte Kenner*innen der Entspannung wurden die Boberger Dünen wahrscheinlich überhaupt erst geschaffen. Auch wenn diese sich noch in Hamburg befinden, fühlt es sich eher wie ein Kurzurlaub an der Ostsee an. Ecken, an denen man in Ruhe die Seele baumeln lassen kann, gibt es hier noch und nöcher. Ihr fahrt erst bis Mümmelmannsberg, anschließend mit der Buslinie 609 oder M12 bis zur Haltestelle Schulredder oder Boberg.

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© Antonia Roch Die Füße hochlegen im Botanischen Sondergarten Wandsbek

Planten und Blomen kann jeder. Weniger bekannt, aber nicht minder schön: der Botanische Sondergarten in Wandsbek – ein echtes Naturparadies mit vielen botanischen Seltenheiten. Hier könnt ihr zum Beispiel einen Taschentuchbaum bestaunen, dessen Blätter aussehen wie kleine Taschentücher. Wer weniger an den Pflanzen interessiert ist, sondern einfach einen schönen Platz zum Entspannen sucht, lässt sich auf einem der Gartenstühle nieder und liest ein gutes Buch. Aber auch der Weg ist das Ziel: Mit dem Fahrrad geht es ab der S-Bahn-Station Friedrichsberg immer geradeaus entlang des ruhigen Flusses Wandse. Sportmuffel nehmen den 116er Bus bis Öhlmühlenweg (Nord).

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© Antonia Roch Auf den Deichen der Haseldorfer Marsch radeln und spazieren

Raus aus der Stadt, rein ins grüne Land der weiten Horizonte. Schnappt euch euer Fahrrad und erkundet die Haseldorfer Marsch vom Startpunkt Wedel aus. Am Wasser angekommen, kann sich niemand mehr verfahren. Denn die Devise lautet: immer der Elbe nach. Einen Zwischenstopp könnt ihr im Bauerncafé Fährmannssand machen und euch ein Spiegelei mit Bratkartoffeln gönnen. Auf dem kilometerlangen Deich saust ihr mit einer Brise im Haar weiter Richtung Hetlingen und könnt dabei den vielen Schafen freundlich zunicken. Unser Ziel: die Hetlinger Schanze – ein 200 Meter breiter und sieben Kilometer langer Elbstrand. Hier findet garantiert jeder einen ruhigen Ort zum Seele baumeln lassen und Füße in die Elbe tunken.

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© Marnie Pix via flickr | CC BY 2.0 Rothirsche beobachten im Duvenstedter Brook

Im Norden Hamburgs versteckt sich eine fast schon gespenstische Moorlandschaft, die sich für Spaziergänge im Morgennebel bestens eignet. Der Duvenstedter Brook ist Hamburgs zweitgrößtes Naturschutzgebiet und beherbergt Hunderte verschiedene Tiere und Pflanzen. Zum Erkunden könnt ihr einen der vielen Rundwege nehmen – die sind etwa fünf Kilometer lang, können aber auch abgekürzt werden. Vielleicht entdeckt ihr ja einen Rothirsch? Nehmt auf jeden Fall ein Fernglas mit, falls ihr eins habt! Ein Auto braucht ihr auch hier nicht. Einfach mit der U1 bis Ohlstedt fahren und dann noch etwa drei Kilometer bis zum Brook laufen.

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© via Unsplash | CC BY 0 Mit der Bahn an den Timmendorfer Strand

Hach, so ein Tag am Meer. Das wäre doch was! Aber ohne Auto an die Küste kommen? Geht! Und zwar super easy zum Timmendorfer Strand. Denn vom Hamburger Hauptbahnhof kommt ihr in nicht einmal anderthalb Stunden bis zum Bahnhof in Timmendorf. Von da spaziert ihr in 15 Minuten direkt an den feinen, weißen Strand und genießt einen Tag an der Ostsee!

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Wildpark Schwarze Berge Hamburg Vahrendorf Ausflug Tipps

© Maria Anna Schwarzberg Rehe füttern im Wildpark Schwarze Berge

Der Wildpark Schwarze Berge ist das perfekte Ausflugsziel für alle, die ein bisschen frische Luft schnappen möchten und den ganzen Großstadttrubel für ein paar Stunden vergessen wollen. Hier könnt ihr Rehe und Hängebauchschweine füttern. Bären, Füchse und Luxe beobachten. Auf unterschiedlichen Pfaden kann man größere und kleine Runden durch das Gebiet ziehen. Besonders mit Kindern ist dieser Ausflug lohnenswert, denn diese kommen hier so richtig auf ihre Kosten. Die Buslinie 340 hält übrigens direkt vor dem Eingang des Parks.

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© Max Ebert Wundervoll spazieren im Alstertal

Wer nach der Shoppingtour am Wochenende spontan doch noch Lust auf Natur bekommt, spaziert durch das Alstertal. Das grüne Paradies grenzt direkt an das Alstereinkaufszentrum an und ist per S-Bahn (Station Poppenbüttel) gut zu erreichen. Hinter dem Einkaufszentrum geht es über die Poppenbüttler Landstraße ins Alstertal auf den Alsterwanderweg. Mitten im Grünen geht man hier am Wasser entlang und spaziert an traumhaften Häusern vorbei. Die Auenlandschaft erinnert an die Kulisse bei "Herr der Ringe" – Frodo, wo steckst du? Der Weg führt immer wieder über die Alster und an traumhaften Cafés vorbei. Dicke Empfehlung! 

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© Andreas Baur Von Steinwerder aus das Treiben beobachten

Er ist das andere Ende des ehrwürdigen alten Elbtunnels: Der Aussichtspunkt Steinwerder ist einer der schnellsten Wege, um auch in der Großstadt – zumindest für ein paar Stunden – seine Ruhe zu finden. Während am Wochenende um die Mittagszeit hier noch das ein oder andere Tourist*innen-Rudel rumhängt, ist nachts oder zumindest spät abends hier kaum mehr jemand. Pack deinen besten Kumpel oder deine beste Freundin und ein Sixpack Bier ein und lass das Treiben auf der Elbe einfach mal an dir vorbeiziehen.

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