Artvergnügen: 11 aktuelle Ausstellungen in Hamburg, die ihr nicht verpassen solltet
1 KATZEN!
Hier steht eines der beliebtesten Tiere der Welt im Mittelpunkt: die Katze. Die Ausstellung zeigt, wie Katzen seit Jahrhunderten in unterschiedlichen Kulturen gesehen werden – als göttlich verehrt, geheimnisvoll, widersprüchlich und heute als Stars der Popkultur. Mit Objekten aus aller Welt, Kunstwerken und überraschenden Fundstücken wirft "KATZEN!" einen humorvollen und zugleich kulturgeschichtlichen Blick auf unsere Beziehung zu den Samtpfoten.
2 Alliance, Infinity, Love – In the Face of the Other
Die Ausstellung "In the Face of the Other" in den Deichtorhallen beschäftigt sich mit der Frage, wie wir andere Menschen wahrnehmen – und was dieser Blick über uns selbst verrät. Internationale Künstler*innen setzen sich in Fotografien, Videos und Installationen mit Themen wie Identität, Nähe, Fremdheit und gesellschaftlichem Zusammenleben auseinander. Dabei geht es um Begegnungen, Vorurteile und darum, wie Gesichter, Körper und Geschichten gelesen werden. Die Arbeiten sind mal intim und leise, mal direkt und konfrontierend – und schaffen Räume für neue Perspektiven auf unsere Gegenwart.
3 Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler*innen in Deutschland
Im Bucerius Kunst Forum stehen jüdische Kunstsammler*innen in Deutschland und ihre beeindruckenden Sammlungen im Mittelpunkt: Zu sehen sind Werke großer Namen wie Monet, Picasso und vielen mehr – gleichzeitig erzählt die Ausstellung die persönlichen Geschichten der Menschen, die diese Kunst gesammelt und geprägt haben. Dabei geht es auch um Verfolgung, Enteignung und den Verlust bedeutender Sammlungen während der NS-Zeit. Eine Ausstellung, die bekannte Meisterwerke mit wichtigen Biografien verbindet und zeigt, dass hinter jeder Sammlung auch eine ganz persönliche Geschichte steckt.
4 Sara Sallam – Fürsorge: Fotografie neu ordnen
Wie können wir mit einem kolonialen Erbe umgehen, das bis heute in Museen und ihren Sammlungen steckt? Im MK&G beschäftigt sich die ägyptische Künstlerin Sara Sallam genau damit und wirft einen neuen Blick auf die archäologische und fotografische Sammlung des Museums. Mit Fotografie, Video, Text und Installationen erzählt sie Geschichte aus neuen Perspektiven und verbindet dabei Erinnerung mit dem Gedanken der Heilung. Poetisch, persönlich und ziemlich eindrücklich – eine Ausstellung, die zeigt, wie Kunst festgeschriebene Erzählungen aufbrechen kann.
5 Parkomania: Unerzählte Geschichten aus dem Jenischpark
Mit "Parkomania" widmet sich die Ausstellung einem der schönsten Parks Hamburgs: dem Jenischpark! Zwischen Elbblick, alten Bäumen und historischen Wegen zeigt die Ausstellung, wie der Landschaftspark entstanden ist und warum er bis heute so viele Menschen anzieht. Dabei geht es nicht nur um Gartenkunst und Architektur, sondern auch um die Frage, warum Parks für das Leben in der Stadt so wichtig sind. Der Jenischpark wird als Ort für Erholung, Begegnung und Natur mitten in Hamburg sichtbar – perfekt für alle, die den Park lieben oder ihn nochmal mit neuem Blick entdecken wollen.
6 Knotenpunkt26
Die Affenfaust Galerie fährt für ihre größte Ausstellung des Jahres ordentlich auf: Bei "KNOTENPUNKT26" zeigen über 40 nationale und internationale Künstler*innen ihre Arbeiten – von Malerei und Skulptur bis zu Urban Art und riesigen Installationen. Dazu kommen Performances, Live-Paintings und einige ziemlich besondere Aktionen. Mit dabei sind unter anderem die Hamburger Graffiti-Legende OZ, Das Bo mit einer Kunstperformance und @kriegundfreitag mit einem Fastfood-Dinner. Eine Ausstellung zum Durchlaufen, Entdecken und Staunen – und definitiv mehr Erlebnis als klassischer Galerie-Besuch.
7 Heroes of the Sea - die Meere schützen
Wer setzt sich eigentlich dafür ein, dass unsere Ozeane auch in Zukunft noch lebenswert bleiben? "Heroes of the Sea" im Internationalen Maritimen Museum stellt Menschen und Projekte vor, die sich weltweit für den Schutz der Meere engagieren – von Forschenden bis zu privaten Initiativen. Im Mittelpunkt stehen Fotografien von York Hovest und die Geschichten von drei ausgewählten Projekten. Dabei geht es nicht nur um die Probleme unserer Ozeane, sondern vor allem darum, was wir konkret dagegen tun können. Eine Ausstellung, die Mut macht, selbst aktiv zu werden.
8 This is the Modern World
In der Hamburger Kunsthalle trifft Kunst auf eine Welt im Wandel: "Modern World" zeigt, wie Künstler*innen auf gesellschaftliche, politische und technische Veränderungen ihrer Zeit reagiert haben. Dabei geht es um neue Lebensrealitäten, Fortschritt und die Frage, was „modern“ überhaupt bedeutet. Bekannte Werke treffen auf neue Perspektiven und machen deutlich, wie eng Kunst und gesellschaftlicher Wandel zusammenhängen. Eine Ausstellung, die einen frischen Blick auf die Moderne wirft – und dabei überraschend viele Verbindungen zu unserer Gegenwart schafft.
9 Zuschreibung: Jüdisch
Auch im MARKK geht es um die eigene Museumsgeschichte und die Frage, warum bestimmte Objekte überhaupt als „jüdisch“ eingeordnet wurden. Die Ausstellung schaut genauer hin: auf Zuschreibungen, Herkunft und darauf, welche Vorstellungen und Vorurteile beim Sammeln eine Rolle spielten. Dabei werden historische Objekte mit neuen Perspektiven und kritischen Fragen verbunden. Eine Ausstellung, die zeigt, dass Museumssammlungen alles andere als neutral sind – und dass es sich lohnt, ihre Geschichten immer wieder neu zu betrachten.
10 Aiga Rasch und ihre Detektive Die drei ??? und Sherlock Holmes
Justus, Peter und Bob gehören für viele einfach zur Kindheit – und ihren unverwechselbaren Look verdanken Die drei ??? der Illustratorin Aiga Rasch. Die Ausstellung im Altonaer Museum widmet sich ihrem Leben und Werk und zeigt, wie ihre legendären Buchcover entstanden sind. Neben Originalzeichnungen und Entwürfen gibt es jede Menge rund um die berühmten Detektive aus Rocky Beach zu entdecken. Ein nostalgischer Ausflug für langjährige Fans – aber genauso spannend für jüngere Nachwuchsdetektiv*innen.
11 Monet: Meister des Impressionismus
Im Port des Lumières hängen Monets berühmte Werke nicht einfach an der Wand – sie nehmen gleich den ganzen Raum ein. Riesige 360-Grad-Projektionen lassen Klassiker wie die berühmten Seerosen über Wände und Böden wandern, begleitet von Musik und jeder Menge Licht und Farbe. So wird aus den bekannten Gemälden ein immersives Kunsterlebnis, bei dem ihr mitten durch Monets Landschaften spaziert. Perfekt für alle, die Kunst gerne mal anders erleben wollen – und auch ohne großes Vorwissen einfach eintauchen möchten.
Lisa Greis