Neue Coronamaßnahme: Ab Samstag gilt in Hamburg die 2G-Regel

© Jan Köppe, https://www.instagram.com/pixeljanosch/

Heute hat der Hamburger Senat neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschlossen. Es gilt jetzt neu: Publikumseinrichtungen wie Theater, Konzerthäuser, Clubs oder Gastronomien können ab Samstag frei entscheiden, ob sie weiterhin mit der 3G-Regel fahren, also nachweislich Genesenen, Geimpften sowie Getesteten den Zugang zu ihren Räumen erlauben, oder die neue 2G-Regel anwenden. Dann ist nur noch vollständig geimpften Personen, sowie nachweislich genesenen Menschen der Zutritt gestattet.

In der Pressekonferenz begründete Bürgermeister Peter Tschentscher diese Entscheidung folgendermaßen: "Die 2G-Regel ist wesentlich sicherer. Wir haben in der Vergangenheit gemerkt, wie unzuverlässig die Tests sind. Immer wieder hört man von Veranstaltungen, bei denen es hieß alle seien getestet und es kam zum massenhaften Ansteckungen."

Weniger Maßnahmen bei 2G-Regel

Der Senat hat beschlossen, dass bei Räumen, die nur Geimpften und Genesen Zutritt gestattet, dann die Abstandsregeln fallen, mehr Gäste zugelassen und die Maskenpflicht aufgehoben werden kann. Auch eine freie Platzwahl an den Tischen wäre wieder möglich und die Sperrstunde entfällt. Zudem entfällt das Tanzverbot für Betriebe, die die 2G-Regel nutzen. Ein Kino beispielsweise mit 2G-Angebot, kann dann wieder jeden Platz besetzen. So soll es planbarer sein, in den kommenden Monaten auch größere Veranstaltungen durchzuführen. Voraussetzung sind entsprechende Kontrollen durch die Veranstalter*innen: der Impfnachweis muss via App oder Impfausweis in Verbindung mit einem Ausweisdokument erfolgen. Betriebe, die das 2G-Modell nutzen wollen, können sich ab Samstag dafür registrieren und dann sofort die neuen Beschlüsse umsetzen.

Verpflichtend wird es zum jetzigen Stand nicht, die 2G-Regel als Betrieb in Anspruch zu nehmen.

Neue Regelungen für impffähige Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren können laut Senatsbeschluss für die nächsten sechs Wochen unabhängig von ihrem Impfstatus an solchen 2G-Angeboten teilnehmen. Danach müssen auch sie dafür einen Nachweis erbringen, da es dann genügend Zeit für eine vollständige Impfung gegeben habe.

Es gelten außerdem bei 2G-Angeboten keine Ausnahmen für Menschen, die sich aufgrund einer Vorerkrankung oder auch Schwangerschaft nicht impfen lassen, da sie besondern vulnerabel seien und geschützt werden müssten, so der Senat.

Kürzere Gültigkeit bei Tests

Ab sofort gilt außerdem, dass PCR-Tests nur noch 48 statt wie bislang 72 Stunden gültig, herkömmliche Antigen-Schnelltests nur noch 24 statt 48 Stunden. Ab dem 11. Oktober gibt es zudem keine kostenfreien Tests mehr.

Keine Kontaktnachverfolgung im Einzelhandel

Ab Samstag entfällt in allen Hamburger Geschäften die Pflicht zur Kontaktnachverfolgung mit Luca-App oder dem handschriftlichen Namenszettel.

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