11 Typen, die dir in Hamburg beim Spazieren begegnen

Ganz Hamburg spaziert. Im Rundherum um die Alster, im Gänsemarsch das Elbufer entlang. Egal wie grau und trüb es auch sein mag,  spazieren gehen ist das Lockdown-Hobby Nummer eins. Klar, dass man tunlichst auf Abstand wartet, trotzdem begegnen einem beim drölfsten Gang durchs Viertel natürlich andere Menschen. Und nach Monaten des Stadtwanderns haben wir festgestellt: Spazieren bringt Menschentypen hervor, die wir so noch nicht kannten. Es gibt die professionellen Spazierer*innen und die, die eigentlich gar nicht da sein wollen. Es werden verschiedene Gadgets mitgenommen und bei einigen ist das Ziel wirklich der Weg. Vielleicht kennt ihr sie auch, diese 11 Typen, die euch in Hamburg beim Spaziergang begegnen.

1. Der Coffee to Go-Fan

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Dieser Spazier-Typus klammert sich während seiner gesamten hinter sich gebrachten Kilometer immerzu an seinen Recup-Becher fest. Denn Spazieren ohne Heißgetränk: nicht denkbar. Es ist DAS Accessoire des Typs, es gibt ihm einen Sinn. Diesen Typen würde man in einer Bar auch niemals ohne ein Getränk in der Hand sehen und im Kino niemals ohne Popcorn. Er braucht einfach etwas zum Festhalten.

2. Der Gassi-Geher

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Dieser Spaziertyp ist wahrlich verwundert. Läuft er doch seit Jahren morgens, mittags, abends mit seinem haarigen Gefährten durch sein Viertel, am Wochenende auch mal weiter raus in den Wald. Und plötzlich wimmelt es an seinen üblichen Gassi-Routen nur so von Menschen. An sich kein Problem für den Gassi-Geher, wären das nicht die Menschen, die sich darüber aufregen, wenn Fifi ohne Leine läuft oder am Bein schnuppert. Hat ja früher schließlich auch niemanden interessiert – es war ja niemand da!

3. Der Aufgebrezelte

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Einmal vor die Tür, endlich. Das nimmt der Aufbrezler zum Anlass, die durchgesessene Jogginghose in die Ecke zu pfeffern und sich herauszuputzen. Der Spaziergang ist DAS Social Event der Woche, und so wird sich geschminkt, poliert und extravagant gekleidet. Es ist typisches Schietwetter? Egal! Der Aufbrezler würde es nicht wagen, eine formlose Regenjacke zu tragen. Stattdessen führt er seine neuen weißen Boots (online gekauft im Lockdown-Wahn) aus und weint dann zu Hause heimlich, wenn die Dinger nach einem matschigen Gang entlang des Elbufers versaut sind.

4. Der Thermo-Mensch

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An diesem Mensch ist alles Thermo: die Jacke, die Leggings, der Becher, das Stirnband. Alles ist darauf ausgelegt, die 10.000 Schritte in der App effizient zu absolvieren – ohne zu erfrieren. Egal bei welcher Wetterlage, der Thermo-Mensch strotzt eisigen Böen und Nieselregen. Der Spaziergang ist zur Obsession geworden und wird bei jedem weiteren perfektioniert. Das Outfit ist so durchgeplant wie sein Leben – spontane Spaziergänge? Nicht mit dem Thermo-Menschen, er ist die nächsten zwei Wochen durchgeplant. Seine Erfolge trackt er mit seiner Smart-Watch, die Schrittzahl immer im Blick. Im Schlaf läuft er weiter, immer der 10.000 entgegen.

5. Das Date

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Wie lernt man sich heute kennen: natürlich auf Abstand beim Spazieren, Safety First. Was früher das Bier-selige Gespräch in der Kneipe war, ist heute das Abfragen von Kennziffern auf 7,4 Kilometern um die Alster. Schlecht, wenn auf die Frage: "Und was machst du, wenn du nicht arbeitest?" ein "Ich google Fuß-Fotos von Promis" kommt. Denn vom Spaziergang zu flüchten lässt wesentlich weniger elegant lösen, als einfach nicht mehr von der Toilette zurückzukommen. Anhand des Abstands zwischen den beiden lässt sich übrigens erkennen, ob es das erste, zweite oder vielleicht schon dritte ist.

6. Der "Ich will das nicht!"

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Egal ob die Sonne lacht oder gerade ein Entenbaby auf dem Fleet an ihm vorbei schwimmt: Dieser Mensch ist griesgrämig, denn er HASST es spazieren zu gehen. Da es aber das Einzige ist, was gerade möglich ist, um seine Freund*innen zu sehen, zwingt er sich dazu. Doch jedes Mal wieder ist es ein Graus für ihn, sich Schritt für Schritt durch den Stadtpark zu quälen, den immer gleichen Anblick in Planten un Blomen zu haben und am Ende des Tages durchgefroren zurück in der Wohnung anzukommen. Dann denkt der "Ich will das nicht!"-Typ sich: Nie wieder! Um dann doch wieder loszulaufen. Leicht erkennbar übrigens daran, dass er immer einen halben Schritt hinter seinem Spazier-Buddy läuft.

7. Der Entdecker

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Dieser Typos läuft nicht immer die gleiche Runde um den Block, nein. Er ist enthusiastisch und hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Viertel Hamburgs zu entdecken. Er läuft mal um die Alster, mal an der Elbe – aber auch durch entlegene Viertel und Wälder. Er wird nach Ende des Lockdowns sämtliche Straßennamen der Stadt beherrschen und auf jeden Ortsnamen ein "Da war ich schon" parat haben. Dieser Typ läuft mit offenen Augen durch die Straßen. Entdeckt versteckte Murals, das erste Schneeglöckchen und ist immerzu gut drauf. Er ist eine gute Begleitperson, um mal etwas anderes zu sehen, als die bekannten Ecken.

8. Der Walker

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Dieser Typ Mensch spaziert nicht. Er WALKT. Und macht aus dem gemütlichen Bummel eine Sportart. Man trifft ihn gerne entlang des Alsterufers an, wo er sich mit lautem "Ähem!" bemerkbar macht, falls ihm ein spazierendes Paar zu langsam ist und er nicht vorbeikommt. In anderen Lebenssituationen ist dieser Mensch sehr ungeduldig, kann nie lange stillsitzen und besitzt mehrere Paar Laufschuhe. Er belächelt bei seinem Walk andere Mitbürger*innen, die bummeln und für ihn den Sinn von Bewegung nicht verstanden haben: Kalorien verbrennen!

9. Der Zielsuchende

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Es gibt Menschen, die brauchen immer ein Ziel vor Augen. Auch beim sonntäglichen Spaziergang. Da wird nicht einfach geschlendert, nein der Zielsuchende hat seine Augen starr geradeaus gerichtet. Schritt für Schritt bringt er sich näher dahin,wohin er wirklich will. Das kann das Franzbrötchen aus der Lieblingsbäcker sein, der eine richtig gute Ausblick oder der dringend benötigte Kaffee. Denn darauf läuft der Zielsuchende: Koffein, Zielstrebigkeit und Starrsinn.

10. Der Chronist

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Andere klammern sich an ihre Thermobecher, der Chronist an sein Handy oder in seiner erweiternden Form an seine (gerne analoge) Kamera. Er hält fest, was ihm vor die Linse kommt. Ein fantastischer Sonnenaufgang? Knips. Ein vorbeischippernder Alsterdampfer? Knips. Die Zimtschnecke To-Go? Knips. Zuhause wird dann alles sorgfältig bearbeitet und in die Story geladen. Man will ja schließlich aller Welt zeigen, was man heute schönes erlebt hat, während die anderen zu faul waren.

11. Der Sonnenanbeter

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Dieser Mensch steckt wohl in allen von uns. Sobald sich im ewigen Grau des Hamburger Himmels eine Lücke auftut und ein Sonnenstrahl auf die durchgefrorenen Straßen der Stadt trifft, hält er an. Reckt seine Nase in den warmen Lichtstrahl, knöpft die Jacke ein wenig auf und atmet tief ein. Ein mildes Lächeln umspielt seine Lippen, dieser Typ ist ein Genießer. Auf Spaziergängen findet man ihn öfter sitzend oder stehenbleibend, als laufend. Treffen zwei Sonnenanbeter aufeinander, nicken sie sich lächelnd zu und sagen "Mensch, ist das schön, wa?".

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