11 wunderschöne Frühlingsspaziergänge in Hamburg

Draußen beginnen die Bäume zu ergrünen und die Straßen sind in rosa gefärbt vor lauter blühenden Kirschbäume – endlich ist Frühling! Und da möchte man doch unbedingt so viel wie möglich draußen unterwegs sein, der Natur beim Aufleben zusehen, kleine Entenkücken beim Herumpaddeln beobachten und die Nase in den immer wärmer werdenden Wind halten. Wir lieben den Frühling – und diese 11 Spaziergänge durch Hamburg!

1

© Max Ebert Zu Fuß in Winterhude

Wer einmal kurz so tun will, als sei er im Film  'Notting Hill', fährt nach Winterhude und steigt am Lattenkamp aus. Weiter geht es auf die Bebelallee. Hier kann man sich zwischen all den aneinander gereihten Traumhäusern einmal kurz seine fiktive Villa für später aussuchen. Dann geht es über die Menkwiese hinüber, den Winterhuder Kai entlang. Im Sommer kann man sich herrlich auf den Grünflächen entspannen. Am Ende des Weges kommen wir am Winterhuder Fährhaus hinaus. Wer jetzt noch nicht genug vom Winterhuder Flair hat, wandert die Hudtwalcker Straße hoch zum Winterhuder Marktplatz. Alternative: In die U-Bahn steigen, nach Hause fahren und den Film mit Hugh Grant anschmeißen.

Start: Lattenkamp, Ecke Menkweise.
Wie lange läuft man? ungefähr 35 Minuten (hin und zurück).
Perfekt für: Architektur-Fans, Leute die gesehen werden wollen, Heiratsschwindlerinnen auf der Suche nach Material.

2

© Max Ebert Spazieren im Alstertal

Wer nach der Shoppingtour am Wochenende spontan doch noch Lust auf Natur bekommt, spaziert durch das Alstertal. Das grüne Paradies grenzt direkt an das Alstereinkaufszentrum an und ist per S-Bahn (Station Poppenbüttel) gut zu erreichen. Hinter dem Einkauszentrum geht es über die Poppenbüttler Landstraße ins Alstertal auf den Alsterwanderweg. Mitten im Grünen geht man hier am Wasser entlang und spaziert an traumhaften Häusern vorbei. Die Auenlandschaft erinnert an die Kulisse bei "Herr der Ringe" - Frodo, wo steckst du? Der Weg führt immer wieder über die Alster und an traumhaften Cafés vorbei.

Start: Poppenbüttler Landstraße
Wie lange läuft man? 40 Minuten
Perfekt für: Sonntagsspaziergänger.

3

© Mit Vergnügen Hamburg Ruhe am Falkensteiner Ufer

So schön und einmalig der Hamburger Elbstrand ohne Frage ist, an Wochenenden oder nach Feierabend kann es hier bumsvoll werden. Wenn ihr keine Lust auf sonnenanbetende Nordlichter habt, die mit euch den Sand teilen möchten, ist das Falkensteiner Ufer die perfekte Alternative für das Feierabendbierchen. Rund um den dortigen Campingplatz herrscht deutlich weniger Trubel, das unfassbare Elb-Panorama lassen deine Gedanken auf Wanderschaft gehen. Wart ihr einmal dort, wollt ihr nie wieder weg. Versprochen.

4

© Max Ebert Niendorfer Gehege entdecken

Das Niendorfer Gehege lässt sich kaum verfehlen. Das Waldgebiet ist rund 150 (!) Hektar groß und per Bahn super zu erreichen. Einfach an der Haltestelle Niendorf Markt aussteigen, kurz den Tibarg runter und schon ist man da. Im Gehege ist eine Hundeauslauffläche und es gibt einen Kinderspielplatz.

Start: U-Bahn Niendorf Markt (Tibarg)
Wie lange läuft man? 1,5 Stunden oder auch länger, je nachdem, wie viel man sehen will.
Perfekt für: Tierliebhaber, Hundehalter und Familien.

5
Leinpfad Hamburg

© Dirk Wilberg Den Leinpfad entlang joggen

Im Gucci-Dreieck zwischen Winterhude, Harvestehude und Eppendorf verläuft - zwischen dem wunderschönen Haynspark und dem Old School-Ausflugslokal Bobby Reich - parallel zum Alsterlauf der Leinpfad. Früher wurden hier die Kähne an Leinen flussaufwärts gezogen, heute trifft man hier am Morgen eher auf gut betuchte Hamburger beim Gassi gehen, Nannies mit den Kindern der Anwohner, Handwerker, die an den wunderschönen Häusern und Villen am Straßenrand werkeln, auf der Alster dahingleitende Ruderer und Wasservögel sowie natürlich den ein oder anderen Läufer. Einmal hin und her ergibt eine Strecke von circa 5 Kilometern, wer mehr will oder kann, hängt einfach noch eine Runde um die Alster an.

6

© Thorsten Behrens, wikipedia | CC BY 2.0 Auf der Elbinsel Krautsand entspannen (und im Baumhaus schlafen)

Ab auf die Insel heißt nicht immer zwingend in den Zug nach Westerland steigen zu müssen: Nur etwa 65 Kilometer entfernt liegt die Elbinsel Krautsand, die zur Gemeinde Dorchtersten im Landkreis Stade gehört. Mit zwei Brücken ist sie mit dem Festland verbunden und hat einiges zu bieten: Schöne Cafés, Leuchttürme und einen etwa 4 Kilometer langen Sandstrand, wo es sich spazieren, abschalten oder die Natur genießen lässt. Wer noch mehr Natur möchte, kann auf Krautsand sogar im Baumhaus schlafen - und sich damit den ein oder anderen Kindheitstraum erfüllen!

7

© Jörn-Peter Boll Die größte Grünfläche der Stadt im Altonaer Volkspark

Die größte Grünfläche Hamburgs liegt zwar nicht so zentral wie andere Parks, jedoch ist sie auch eine der abwechslungsreicheren Möglichkeiten in Hamburgs Grün zu entspannen. Zahlreiche Spazierwege bieten genug Abwechslung, um dort mehr als nur ein zwei Stunden zu verbringen und laden außerdem zum Joggen ein. Die gute Beschilderung verhindert, dass ihr euch verlauft und apropopos Beschilderung: Die Autobahn ist nah gelegen, weshalb der Altonaer Volkspark sich definitiv für einen Familienausflug eignet.

8

© Max Ebert Flanieren am Friedhof Ohlsdorf

Der Friedhof Ohlsdorf ist ganz klar einer der bekanntesten in Hamburg. Vom Friedhof aus geht es über eine weitläufige Parkanlage in Richtung Bramfelder See. Dort ist Hamburg ein ganzes Stück ruhiger, stiller, langsamer als in anderen Teilen der Stadt. Auf dem Gelände um den See hat man das Gefühl, bei den Eltern auf dem Land zu Besuch zu sein. Wer ganz besonders wanderlustig ist, geht einmal um den See herum und dann erst wieder zurück.

9

© Dirk Wilberg Großstadtflucht in die Boberger Dünen

Für echte Kenner der Entspannung wurden die Boberger Dünen wahrscheinlich überhaupt erst geschaffen. Auch wenn genau diese sich noch in Hamburg befinden, fühlt es sich eher wie ein Kurzurlaub an der Ostsee an. Ecken, an denen man in Ruhe die Seele baumeln lassen kann, gibt es hier noch und nöcher. Erst bis Mümmelmannsberg, anschließend mit der Buslinie 609 oder M12 bis Haltestelle Schulredder oder Boberg.

10

© Talika Öztürk Immer am Wasser: Spazieren am Eilbekkanal

Von der Mundsburger Brücke aus geht es los, den Eilbekkanal entlang. Von hier aus durchkreuzt man Hohenfelde und Eilbek, spaziert auf grünen Wiesen an Hausbooten vorbei und kommt nach gut drei Kilometern an der Wandsbeker Wandse heraus. Wer gehfaul ist, steigt an der S-Bahn Station „Friedrichsberg“ in die Bahn. Oder aber man geht auf der anderen Seite des Eilbekkanals wieder zurück.

11

© Hans Robert Wolters , wikipedia | CC BY 3.0 Tiere füttern im Naherholungsgebiet Klövensteen

Altona kann nicht nur rough und laut, sondern auch ganz behutsam und ruhig: Der Forst Klövensteen in Rissen ist das größte Waldgebiet in Altona und eignet sich perfekt für Tageswanderungen in Hamburgs Westen. Nach 13 Kilometern, für die man etwa zweieinhalb bis drei Stunden benötigt, kann man ganz gut verstehen, warum das Leben im Wald eigentlich auch eine Option sein könnte. Von der S-Bahn-Station Rissen durch den Schöns Park ist man in kurzer Zeit im Klövensteener Forst angekommen. Die Route führt am Schnaakenmooor, der Waldschule und dem kostenlosen Wildgehege vorbei, wo man Tiere füttern kann — für eine Familienwanderung mit Kindern perfekt!

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