Monger Store & Deli: Unverpackt shoppen und schlemmen in Eimsbüttel

© Anissa Brinkhoff

Dort, wo Eimsbüttel schon fast zu Hoheluft-Ost wird, eröffnete im Dezember 2018 ein neuer Unverpackt-Laden: der Monger Store & Deli. Wir haben uns im Laden umgeschaut, Bananenbrot gefuttert und mit den Gründerinnen über ihr Konzept gesprochen.

Vor sechs Jahren unterhielten sich Natalie und Daniela über den alten Krämerladen von Natalies Oma und stellten fest, dass dieser wie heutige Unverpackt-Läden funktionierte. Milch wurde in Flaschen abgefüllt, Butter aus dem großen Fass in mitgebrachte Schüsseln gestrichen und das Gemüse und Obst sah auf dem Weg vom Feld, über die Ladentheke bis in die heimischen Küchen keine einzige Plastikverpackung.

Den beiden gefiel das Konzept und es fügte sich als Jobmodell schnell in ihr umweltbewusstes, nachhaltiges Leben. Sie besuchten andere Unverpackt-Läden, tauschten sich mit deren Besitzern aus und schrieben vor zwei Jahren ihren eigenen Businessplan. Und heute sitzen wir bei Cappuccino, veganem Bananenbrot – so saftig! – Bagel mit Butter und Schnittlauch – viel hilft viel! – in ihrem wunderschönen Ladenlokal.

Unverpackt-Laden und Café Monger.
© Anissa Brinkhoff

Zero Waste – aber ganz entspannt!

Durch ihre lange Recherche wussten Daniela und Natalie schnell, was in ihrem Laden anders funktionieren soll: Bei Monger gibt es Bedienung durch Personal, hier muss niemand Angst haben, beim Abfüllen des Shampoos oder des Couscous eine riesige Sauerei zu veranstalten. Couscous abfüllen? Ja genau, das ist der Sinn hinter Unverpackt-Läden: Diese Läden erhalten ihre Ware direkt vom Hersteller, ohne unnötige Lieferketten mit unnötigen Verpackungsmaterialien. In den Läden wird die Ware dann in Spendersysteme gegossen, von denen sich Kunden die gewünschte Menge abfüllen lassen können. Und es gibt natürlich Produkte, die schon in recycelbaren Verpackungen angeliefert werden, wie Getränke, Milchprodukte, Gewürze oder Aufstriche in wiederverwendbaren Gläsern.

Kunden können bei Monger eigene – gereinigte – Behälter mitbringen, bereits abgefüllte Mengen oder Behälter zum Abfüllen-lassen kaufen. Diese Behälter sind oft Altglas, das inzwischen auch von Nachbarn bei Monger vorbeigebracht wird. Dort werden sie in einer Profi-Spülmaschine gereinigt und wiederbefüllt.

Waren im Monger unverpackt Laden in Eimsbüttel.
© Anissa Brinkhoff

Bitte Bio!

Zusätzlich sind bei Monger fast alle Produkte in Demeter oder Bio-Qualität. Das Sortiment umfasst über 350 Produkte: Über Kaffee, Tee, Gewürze, Aufstriche, Nudeln, Getreide, Säfte, Bier, Wein, Milch, Joghurt, Badezimmer- und Hygiene-Artikel, Gemüse und Obst der Saison und die Backwaren aus dem Café.

Damit das funktioniert, arbeitet Monger mit Herstellern zusammen, die auch nach der Zero Waste- und in zertifizierter Bio- und Demeter-Philosophie produzieren. Diese oft kleinen Firmen und Manufakturen könnt ihr bei Monger entdecken, euch die Geschichten dazu erzählen lassen und staunen, was alles ohne Plastik möglich ist.

Ein Produkt allerdings fehlt bisher: Schokolade. Denn eine, die allen Ansprüchen von Daniela und Natalie im Bezug auf Inhaltsstoffe und Verpackung gerecht wird, haben sie bisher nicht gefunden. Aber sie bleiben auf der Suche!

Brot und Badutensilien im Monger unverpackt Laden in Eimsbüttel.
© Anissa Brinkhoff

Nach dem Shoppen ab ins Café

Glücklicherweise sind es maximal zwei Meter von der Ladenkasse bis auf die weich gepolsterten Bänke und Stühle des hauseigenen Cafés. Hier werden Produkte zu Quiches, Nudel- und Kartoffelsalate verarbeitet, die es auch im Laden zu kaufen gibt. Außerdem gibt es unverpacktes Brot, Brötchen, Müslistangen, Käsebrötchen gibt’s von der Demeter-Bäckerei Bahde. Kuchen, Bananenbrot, Franzbrötchen, Croissants und kleine Törtchen kommen aus der Bio-Manufaktur Willis Cake.

Bezahlung ist übrigens bar oder mit EC- und Kreditkarten möglich, Bons gibt’s auf Wunsch per E-Mail. Und Mongler arbeitet mit dem Kaffee-Re:Cup und Wasser-Re-Fill-Systemen zusammen.

Monger Unverpackt Laden in Eimsbüttel.
© Anissa Brinkhoff

Gesellige Zukunftspläne

Monger lebt von der Nachbarschaft, am Wochenende kommen nach und nach die Bewohner des Hauses vorbei, um sich ihr Frühstück zu kaufen. Damit sie das auch unter der Woche machen können, ist der Laden inzwischen ab 08.30 Uhr geöffnet. Und wer Lust hat, Konzerte zu geben, Lesungen zu halten, aber keinen Raum dafür hat: bei Monger wird es in Zukunft nicht nur Workshops, Kochkurse und Themenabende geben, sondern das Café soll auch ein Ort für Nachbarschaftsprojekte werden. Also keine Scheu, kommt vorbei und erzählt von euren Ideen.

Unbedingt probieren: Das vegane Bananenbrot und die Kaffeespezialitäten.

Veggie & Vegan: Und unverpackt und bio – alles ist möglich!

Mit wem gehst du hin: Mit den Öko-Freunden und denen, die das werden sollten.

Beste Zeit: Zum Frühstück oder Nachmittags-Kaffee.

Besonderheit des Ladens: Alles ist bio und plastikfrei.

Ist was für Fans von: Nachhaltigkeit!

Preise: Cappuccino gibt’s für 2,90 Euro, Schorlen ab 2,50 Euro, Bananenbrot für 3,10 Euro, Nudelsalat für 3,90 Euro, Laugenring mit Kürbiskernen, Fassbutter und frischem Schnittlauch für 2,90 Euro.

Monger Store & Deli | Wrangelstraße 100, 20253 Hamburg | Dienstag - Freitag: 08:30-19:00 Uhr, Samstag: 09:00-16:00 Uhr | mehr Info

Für diesen Artikel wurden wir freundlichst von Monger eingeladen. Dies hat unsere Meinung nicht beeinflusst.

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