Die Zukunft der Fahrradhelme: Hövding, der Airbag für das Fahrrad

© Franzi Simon

Jetzt mal ehrlich: Tragt ihr beim Fahrrad fahren einen Helm oder ist die Eitelkeit doch zu hoch und ihr seid lieber ohne unterwegs? Wir müssen gestehen, dass auch wir lange Zeit ohne Helm gefahren sind. Es ist schlicht und ergreifend einfacher direkt aus dem Haus zu gehen, ohne irgendwas noch einzupacken und auf den Kopf zu schnallen. Diese Zeiten sind nun aber vorbei. Wir haben eine Lösung für alle gefunden, die vom Helm tragen nicht überzeugt sind und stellen euch den Fahrrad-Airbag Hövding vor.

Vielleicht sind euch auf den Straßen auch immer mehr Menschen auf dem Fahrrad aufgefallen, die keinen herkömmlichen Helm aufhaben, sondern ein schwarzes Band um den Hals tragen. Dann ist es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Hövding. Dieses ausgeklügelte Gerät ist der „Next-Level-Fahrradhelm“ und laut der Stanford University acht Mal sicherer als ein herkömmlicher Fahrradhelm. Durch hochsensible Sensoren und einem speziellen Algorithmus erkennt Hövding die Bewegungsmuster des*r Radfahrers*in. Im Falle eines Sturzes reagiert er sofort und bläst sich innerhalb von 0,1 Sekunden auf, schützt den Kopf und fixiert das Genick. Wie das genau aussehen soll? Guckt mal hier:

In 0,1 Sekunden auf maximale Sicherheit

Sieht ganz schön verrückt aus, oder? Wir konnten nicht widerstehen und haben die letzten Wochen den Helm ausgiebig getestet und können euch schon mal verraten: Es gibt ein paar Dinge, die ihr bei der Benutzung beachten solltet. Der Hövding ist für urbane Radfahrer (einschließlich E-Bikes bis 25 km/h) und darf nicht beim sportiven Rennradfahren, Kunstradfahren, Mountainbiken, Offroad- bzw. Downhill-Fahren oder bei Spezialrädern, wie BMX-Rädern, verwendet werden. Bevor ihr euch also das gute Ding umlegt, lest euch bitte sorgfältig die Bedienungsanleitung durch oder geht hier die FAQs durch. Ansonsten kann es schnell passieren, dass der Airbag unbeabsichtigt, wegen nicht korrektem Gebrauch, ausgelöst wird und dann unbrauchbar wird.

Hövding
© Franzi Simon

Aber jetzt erstmal Step by Step. Vor der Benutzung des Hövdings müsst ihr ihn aufladen. Das geht ganz einfach per USB-Kabel. Die Ladedauer beträgt ca. drei Stunden und der Akku hält neun Stunden. Anschließend würden wir euch empfehlen den mitgelieferten Überzug anzubringen. Dieser ist nämlich wasser- und schmutzabweisend und kann ganz normal in der Waschmaschine gewaschen werden. Das Umlegen des Hövding ist zugegeben anfangs etwas schwierig. Ihr legt den Gurt um euren Hals, macht den Reißverschluss vorne zu und aktiviert den „Helm“ durch einen Druckknopf, der am Reißverschluss angebracht ist. Durch einen kurzen Piepton und grünes Licht wird signalisiert, dass der Hövding nun eingeschaltet ist und ihr sicher losfahren könnt.

Ride safe, feel free

Nach drei, vier Mal Umlegen funktioniert das problemlos und ihr braucht für das Anbringen des Hövdings auch nicht länger als bei einem normalen Fahrradhelm. Die erste Fahrt mit dem Hövding ist ungewohnt. Auf einmal hat man so viel Freiraum am Kopf und einen dicken Gurt um des Hals. Wir tasten uns langsam ran, bewegen leicht den Kopf nach rechts und nach links, fahren über Ecken, Kanten und entspannen uns ein wenig als wir merken, dass auch bei unebenen Kopfsteinpflaster der Airbag nicht ausgelöst wird. Beim Absteigen lösen wir den Druckknopf wieder, es ertönt ein klares „Piep“, ziehen den Reißverschluss runter und nehmen den Hövding vom Hals.

Je öfter wir damit fahren umso besser klappt das Umlegen und die Benutzung. Brauchen wir den Hövding mal nicht, wird er zusammengefaltet und dann schnell im Jutebeutel oder Rucksack verstaut. So habt ihr keine große Schale mehr, die ihr ständig mit euch rumtragen müsst. Bei richtiger Benutzung fühlen wir uns mit dem Fahrrad-Airbag sicher. Es hat schon was, dass der Kopf frei ist und man nicht, besonders bei den zurzeit herrschenden Temperaturen, unter dem Helm schwitzt.

Hövding
© Franzi Simon

Der Fahrrad-Airbag gibt uns das Gefühl der Sicherheit und Freiheit. Ein kleines Manko gibt es allerdings: Günstig ist diese Innovation nicht. Für 299 Euro könnt ihr euch den Hövding im Onlineshop bestellen oder in eines der 20 Geschäfte in Hamburg gehen, die den Airbag anbieten. Sollte der Hövding aufgehen, kann dieser nicht nochmal verwendet werden, sondern muss gegen eine Gebühr vom Hersteller gegen einen neuen Airbag-Kragen ausgetauscht werden. Auch ein normaler Fahrradhelm kann nach einem Unfall nicht ein weiteres Mal benutzt werden. Es gibt durchaus Fahrradhelme, die günstiger sind, aber auch welche die im gleichen Preissegment liegen. Auf dem Markt gibt es laut der Stanford University bisher keinen Helm, der sicherer ist als der Hövding und bis heute sind schon über 150.000 Hövdings verkauft worden, die mehr als 3.700 Radfahrer*innen bei Unfällen geschützt haben. 

Falls ihr noch unsicher sein solltet und den Hövding selber ausprobieren wollt, bekommt ihr jetzt die Chance einen zu gewinnen! Wir verlosen einen Fahrrad Airbag an euch. Schreibt uns einfach bis zum 19.August eine Mail mit dem Betreff "Sicherheitsvergnügen" und erzählt uns, was euer Lieblingsspot in Hamburg ist, den ihr nur mit dem Rad erreicht. Viel Glück!

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