Lebe lieber nachhaltig: Fair Fashion in Hamburg

© stryleTZ

Moin, ich bin Julia und suche für euch in unserer weltbesten Hafenstadt nach nachhaltigen Trends. Warum? Weil Nachhaltigkeit auch vergnüglich sein kann und uns alle betrifft. Und da ich schon als Kind ein kleiner Öko-Nerd war (Pferdegöre halt), darf ich mich nun für euch auf die Suche machen, um eco-Trends zu entdecken, spannende neue Produkte aufzustöbern und mit Menschen zu sprechen, die unsere Stadt ein bisschen nachhaltiger machen.

Autorin Julia zusammen mit Bina und Katze China © stryleTZ

Am modischen Beat – ganz ohne Fast Fashion

Los geht’s mit der fabelhaften Fair Fashion-Bloggerin Bina von StryleTZ. Bina bloggt schon lange Mode, hat sich aber immer mehr und nun komplett der Fair Fashion verschrieben. Mit ihr spreche ich darüber, was Fair Fashion eigentlich bedeutet und wo man in Hamburg nachhaltig tolle Teile kaufen kann.

Bina ist studierte Modedesignerin, die ein paar Jahre in der Modeindustrie arbeitete, bevor sie sich von dort zurückzog. Zu unkreativ und auch zu dunkel war ihr das Geschäft. Sie startete ihren Fashionblog StryleTZ: „Ich hatte schon immer dieses Ding, dass ich es cool fand, von lokalen Labels zu erzählen und lieber die kleinen Läden vorgestellt, das war eigentlich der erste Bezug zum support your locals. Zudem hatte ich ja auch schon immer vegane Rezepte auf dem Blog, da war der nächste logische Schritt, dass ich mich nicht nur vegan ernähre, sondern auch schaue, welche Kleidungsstücke ich mit Fair Fashion Teilen ersetzen kann. Das hat sich alles so step by step Richtung Fair entwickelt. Jetzt würde ich gar nicht mehr zurückwollen. Auch wenn man mehr Geld verdienen könnte.“.

First step: Vintage Modetrends kaufen

Neben der Möglichkeit auf faire Marken zu setzen, gibt es auch noch die große Bandbreite der Second-Hand-Mode. Vintage ist schon lange im Trend und ob im Laden oder online, kann man heutzutage wahre Schätze finden.

„Gerade bei Trends wie Leo oder Karo sind die fairen Labels nicht so schnell, dass man die Trends sofort in ihren Linien findet. Da nutze ich gerne Second-Hand. Ich unterstütze faire Marken gerne, gerade gegen die Big Player. Jeder Einkauf ist auch eine Stimme, die du abgibst! Aber bereits existierende Mode ist das nachhaltigste überhaupt. Und da gibt es so viele Möglichkeiten, von Kleiderkreisel zu Vintage-Läden, Tauschbörsen – man kann sich problemlos komplett in Second-Hand kleiden!"

Übrigens kann man sich auch eine tolle faire Garderobe mieten! Mieten?! Bina hat es für Fairnica vorgemacht und sich eine capsule wardrobe angemietet. Durch die Rotation kommt im Schrank keine Langeweile auf: "Mieten ist das Ding der Zukunft. Da brauchst du nichts mehr kaufen, ich glaube das ist das Konsumverhalten der Zukunft.“

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Dann jetzt aber mal zur Hamburger Szene. Wo können sich Hamburger*Innen denn gut einkleiden, wenn sie Wert auf Nachhaltigkeit legen wollen?

„Schaut als Frau und Mama unbedingt mal bei Love it Green vorbei, den habe ich mal durch Zufall entdeckt, als ich zu dem ebenso tollen Vintageladen nebenan, Bergmanns, wollte. Ganz neu und Deutschlands größter Eco-Concept Store ist Werte Freunde. Der hat unglaublich viele schöne Sachen von Armedangels, Lanius, das Hamburger Label JAN’ N JUNE, eine große Natural Beauty Abteilung und Wohnaccsessoires. Und natürlich die B-Lage in der Schanze, der Store für Statementmode, wo man immer auch gute kleine Geschenke findet und richtig tollen Schmuck.“

Fair durch den kalten Winter stapfen

Zum guten Schluss: die fairen It-Pieces für den Winter!

„Mega im Trend sind die Winterjacken von Embassy of Bricks and Logs, für Männer und Frauen. Die sind nachhaltig und vegan und wirklich superschön. Ich liebe ja Leo und bin daher Fan von der Leokollektion von Underprotection, einem nachhaltigen Unterwäschelabel. Die Hose und Pulli sind super zum chillen. Und natürlich die veganen DocMartens. Mit dicken Socken ein Traum.“

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Lasst euch inspirieren und nähert euch dem Thema langsam an!

Die Welt der Nachhaltigkeits-Blogger wird glücklicherweise immer bunter und vielfältiger. Findet auch Bina: „Was ich so spannend finde, ist, dass du total viele unterschiedliche Persönlichkeiten in dem Bereich hast. Das ist nicht so geleckt. Hier hast Du welche, die legen mehr Wert auf No Waste und Mimimalismus, manche besonders auf die Nachhaltigkeit von Produkten, manche machen sehr authentisch ungeschönte Alltagsbilder. Da ist nicht das Kriterium, dass nur besonders schöne Bilder Erfolg haben, sondern der Content ist wichtig. Das mag ich, das ist einfach vielseitiger!“.

In unserem Fairlexikon zeigen wir euch die Grundpfeiler der Nachhaltigkeit. Easypeasy zu merken!

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