Kleine, geile Künstler: Hamburgs Indiehelden Helgen

In unserer Rubrik "Kleine, geile Künstler" stellen wir euch Hamburger Musiker vor, die (noch) nicht in jeder vorgefertigten Spotify-Playlist einen Platz haben oder bereits die großen Hallen ausverkaufen. Wir stellen euch die Künstler vor, die ihr abends am Tresen trefft und deren Weg es sich lohnt im Auge und ihre Musik im Ohr zu behalten.

Die Jungs von Helgen – Niklas, Helge und Timon sind eine kleine, ziemlich feine Indieband, gegründet im Herzen der Hansestadt. Musik machen sie schon seit dem Grundschulalter, kennengelernt haben sie sich aber erst während ihres Studiums. Im gemeinsamen Angelurlaub in Schweden kamen sie dann auf die Idee eine Band zu gründen.

Wir waren so überzeugt von der Idee! Eine Band zu gründen, ist doch mindestens genauso cool wie Angeln – eben nur anstrengender.
Helge

Auf den Urlaub folgten unzählige Stunden im Proberaum, selbstgebuchte Konzerte, Nächte auf Isomatten und Fahrten in Timons Karre, quer durch Deutschland. Aber, wie das eben so ist: Hast du einen Traum, dann schnapp dir deine Freunde, denn zusammen könnt ihr viel bewegen. Vor zwei Jahren erschien "Gerne, gerne, gerne", die erste EP der Drei. Dieses Jahr folgte ihr erstes Album "Halb oder gar nicht".

Wir sagen: "Voll und ganz: Danke, Danke, Danke ihr Drei"

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Woher nehmt ihr in Hamburg eure Inspiration?

Helge: Wir lassen uns viel von anderen Bands, Clubnächten und eben der vielfältigen Szene inspirieren.

Niklas: Hamburg ist eine Großstadt, mit dem Flair einer Kleinstadt. Wir treffen ständig neue Leute und alte Bekannte. Das ist sehr inspirierend und fördert natürlich die Kreativität.

Helge: ... Also zumindest, wenn es ums Texteschreiben geht – da sind Menschen unsere Inspirationsquelle.

Timon: Geht es aber um unsere Musik, sprich um unsere Kompositionen, dann lassen wir uns von anderen musikalischen Einflüssen inspirieren. Wir hören total viel Musik, man kann schon fast sagen, dass wir kleine Nerds sind. Momentan mögen wir den Stil der 60er und 70er sehr gern und natürlich Blues, Funk und Soul.

An welchen Hamburger Tresen finden wir euch?

Niklas: Freundlich und Kompetent! Das ist eigentlich mein zweites Zuhause.

Timon: Also wenn ich mal meinen Keller verlasse, dann auch im Freundlich und Kompetent.

Helge: Jetzt musst du aber auch erklären, warum du deinen Keller selten verlässt.

Timon (lacht): Naja, da steht mein Schlagzeug und ich spiele viel, sehr viel.

Helge: Mich findet ihr entweder im Knust oder im Nachthafen.

Wie wollt ihr zukünftig Hamburgs Musikwelt prägen?

Niklas: Wir wollen vor allem ein Hamburg-gute-Laune-Gefühl vermitteln. Nicht jeder Indie aus Hamburg ist Hafen und Regen.

Helge: Wir sehen uns selbst gar nicht als purer Indie, wir haben ja auch sehr viele poppige Elemente in unserem Sound verankert.

Niklas: Vor allem die Hamburger Schule hat sich sehr durch ihre Düsternis und ihr gitarrenlastiges Klangbild ausgezeichnet, davon wollen wir weg. Weg vom Düsteren, hin zum Leichten.

Helge: Uns ist es wichtig ein vielfältiges Musikbild zu erzeugen. Wir wollen uns nicht auf einer Schiene festfahren, wir wollen überraschen und wünschen uns natürlich, dass unsere Zuhörer überrascht werden wollen.

Timon: Das ist auch deutlich in unseren Musikvideos erkennbar: Wir geben uns immer sehr viel Mühe Unvorhergesehenes zu schaffen. Wir wollen uns eben nicht in eine Ecke stellen lassen.

In welchem Hamburger Club wollt ihr unbedingt mal spielen und warum?

Helge: Wir haben natürlich in schon relativ vielen Läden gespielt (…) Aber am liebsten würden wir im Mojo spielen!

Niklas: Allein, dass die den Boden aufklappen können ist beeindruckend.

Timon: Ja, das Mojo wäre ein großes Ding für uns – da sind wir uns einig.

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