11 tolle Restaurants auf St. Pauli, die ihr kennen solltet

St. Pauli – das wohl berühmteste Viertel Hamburgs. Hier schlägt das Herz der Stadt und hier prallen Welten aufeinander: schrammelige Kneipen auf schicke Bars, knallbunte Leuchtreklame auf dunkle Ecken und der Wegdöner auf Spitzenküche. Auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz erkennbar, doch das Hafenviertel hat kulinarische extrem viel zu bieten. Von deftiger Hausmannskost bis zur authentischen mexikanischen Küche werdet ihr zwischen Fischmarkt und Feldbunker garantiert fündig. Wir haben uns durch das Viertel abseits der Reeperbahn getestet und probiert – diese 11 Restaurants sind unsere Favoriten:

1

© Andreas Baur Ramen essen im Kokomo Noodle Club

Ramen vom Feinsten – allerlei japanische Leckereien, das ist das Kokomo in der Clemens-Schultz-Straße. Hier können wir Brühe schlürfen, während wir das bunte Treiben auf St. Pauli beobachten. Im Winter machen wir es uns im gemütlichen Innenraum gemütlich, die Sommer-Ramen verlegen wir auf den großzügigen Innenhof! Die Speisekarte wirkt auf den ersten Blick überschaubar, dennoch wird jeder Gast, ob Fleisch-, Fischliebhaber oder Vegetarier, hier fündig. Und seeeehr zufriedengestellt.

2

© Franzi Simon Nordische Küche entdecken bei HACO

Wo früher das Backboard war, ist jetzt ein neues Restaurant eingezogen: das HACO. Statt Holzvertäfelung finden sich hier nun eisgraue Wände, cleane Holztische und unverkleidete Glühbirnen. Die Einrichtung schreit ganz klar: Skandinavien! Und auch die Karte orientiert sich an nordischen Geschmackswelten. Denn auf die (natürlich auch sehr schönen) Teller des HACO kommt nichts, was südlicher als aus dem Alten Land kommt. Das heißt Fisch aus der nördlichen See, saisonale Gemüse- und Obstsorten und frische Kräuter. Der perfekte Laden für ein besonderes, stylishes Dinner mit ungewöhnlichen Geschmäckern.

3
Brachmanns Galeron Hamburg

Pia Schreiber Traditionelle Hausmannskost im Brachmanns Galeron

Flädlesuppe, Zwiebelrostbraten und – man munkelt – die besten, käsigsten und schlotzigsten Spätzle ganz Hamburgs. Das Brachmanns Galeron versteckt sich in der Hein-Hoyer-Straße auf St. Pauli hinter einer roten Markise mit bunten Lichterketten. Das Essen ist traditionell, die Einrichtung simpel und gemütlich!

4
Ban Canteen Hamburg

© Maria Anna Schwarzberg Vietnam-Burger in der Ban Canteen

“Ban” ist das vietnamesische Wort für Freund oder Freunde. Die Ban Canteen ist also eine Kantine für Freunde - und eine ziemlich leckere dazu! In dem stylischen Laden am Grünen Jäger bekommt ihr alles von vegetarischen Bowls mit frischen Zutaten bis hin zu vietnamesischen Burgern (die gibt es natürlich auch vegetarisch). Besonders der Mittagstisch lohnt sich, hier werdet Ihr schon für 7,50 Euro satt und zufrieden.

5

© via Unsplash, CC0 Bodenständiges im Krug

Die kleine und feine Weinstube hält sich hinter Efeuranken versteckt. Kein großes Schild weist darauf hin, dass sich hier der KRUG befindet. Werbung hat das Lokal mit der offenen Küche auch überhaupt nicht nötig. Die Leute kommen von alleine – wegen des guten rustikaleren Essens (zum Beispiel Kartoffel-Speck-Suppe mit Kürbiskernen oder Frikassee von der Maispoularde, es geht aber auch vegetarisch mit Gnocchi mit Pfifferlingen und Spargel in Parmesanrahm), das oft Schwäbisch angehaucht ist, aber auch, weil die Atmosphäre stimmt. Susi-und-Strolch-Romantik (ihr wisst schon, die Szene beim Italiener mit den Spaghetti) trifft hier auf urige Gemütlichkeit. Kerzen tauchen den Raum in ein heimeliges Licht und machen den KRUG vor allem zur kalten Jahreszeit zu einer Adresse, die ihr euch merken solltet. Und Fact für Auswärts-Besucher: Im Haus nebenan wohnten mal die Beatles!

6

© Franzi Simon Fischfrikadelle und Apfelkuchen bei Fritzis auf St. Pauli

Alte Holzstühle, eine bunt gekachelte Theke und viele farbenfrohe Teppiche und Häkelkissen. Das Fritzis sieht ziemlich nach den 70er-Wohnzimmern unserer Eltern aus: Überall finden sich kleine Hingucker. Mit Rührei belegtem Brot oder Früchtequark mit hausgemachtem Müsli lässt sich dann noch hervorragend in den Tag starten – vor allem wenn man nicht, wie an anderen Orten, um einen Platz kämpfen muss.

7

© Ronja Hartmann Traditionelle vietnamesische Köstlichkeiten im VU bestellen

Versteckt vor der Reeperbahn hat sich in der Kleinen Freiheit ein echter Geheimtipp für Fans der asiatischen Küche versteckt: Das VU. Im früheren Foyer einer Schule wird vietnamesisch gekocht und gespeist – und das für alle Essensvorlieben. Im hellen, clean-modern gehaltenen Ambiente mit viel Holz und alten Schulstühlen und großer, sonniger Terrasse, hat man die Wahl zwischen frisch-würzigen Asia-Klassikern, hausgemachten Drinks und spritzigen Säften. Ob Sommerrollen, unverschämt lecker gefüllte Dampfknödel namens Bánh bao oder die allseits bekannte Rinder- oder Gemüsebrühe Pho, hier sollte wirklich jeder mit einem breiten Grinsen nach Hause gehen. Denn: Wirklich alle Varianten gibt es auch vegetarisch mit hausgemachtem Tofu, vieles davon ist vegan!

8

© Franzi Simon Mexikanisch essen in der Mexiko Straße

Das Ziel der Mexiko Straße: authentische Küche direkt aus Südamerika auf den Kiez befördern. Und das gelingt mit Bravur: sauleckere Tacos mit Kombinationen wie Ziegenkäse und Hibiskus oder geschmortem Knochenmark mit scharfen Maissalat eröffnen eine ganz neue Geschmackswelt. Dazu Tequila oder Mezcal, der nichts mit dem Gesöff auf dem Hamburger Berg zu tun hat und eine Guacamole, von der ihr noch lange träumen werdet. Ihr sitzt hier im bunten Gastraum oder auf langen Bänken vor der Tür, im Gewusel abseits der Reeperbahn. Gefällt uns – sehr!

9

© Haebel Facebook Speisen wie Gott in Frankreich im hæbel

Mit Quiche und Flammkuchen hat die Tarterie St. Pauli mal klein angefangen. Mittlerweile heißt das kleine, gemütliche Restaurant in der Paul-Roosen-Straße schlicht hæbel nach dem Besitzer Fabio Haebel. Tarte gibt's nicht mehr, dafür ein fantastisches 5-Gang-Menü mit kulinarischen Highlights aus dem hohen Norden und Frankreich. Die offene Küche, aus der das Brutzeln der Pfanne zu hören ist und Lust auf mehr macht, gestalten den Abend hier zu etwas Besonderem – das man sich aber auch nicht jede Woche leisten kann. Einrichtung und Personal sind dagegen sehr bodenständig geblieben, einen Dresscode gibt es nicht. „Champagner macht keine Rotweinflecken“ stand mal an der Wandtafel des kleinen Restaurants und fasst das Lebensgefühl im hæbel ganz gut zusammen.

10
Grilly-Idol-Hamburg-Burger

© Maria Anna Schwarzenberg Asia Burger und Gin Tonic im im Grilly Idol

Das Grilly Idol ist vor allem gemütlich, aber nicht shabby, es ist clean, aber nicht kalt, alt, aber nicht oll, es ist St. Pauli, aber nicht Hipster, es ist nicht drüber, aber auch alles andere als langweilig. Das Grilly Idol liegt einfach immer genau richtig! Es gibt sowohl vegane und vegetarische Burger, Chilli Cheese Fries, neu interpretierte Klassiker und den famosen Asia-Burger. Gerne kann auch einfach die schicke kleine Bar besetzt werden, an denen die Barkeeper euch Drinks servieren, die den guten Hamburger Cocktail-Bars in nichts nachstehen! Das Ambiente ist szenig, einladend und auch für einen längeren Abend gut geeignet. Trotz der vielen Tische wird es hier Abends ziemlich voll. Reservieren lohnt sich also!

11

© Andreas Baur | Sony Alpha 7 II Käsespätzle verdrücken im Wohlers

Das Wohlers am namensgebenen Park gelegen hat sich aufgerüscht – und trotzdem seinen Eckkneipen-Charme bewahrt. In dem kleinen Restaurant in der Wohlersallee gibt es jetzt nicht nur Bier vom Fass, sondern auch großartige, deftige Küche. Wie hinreißend zartschmelzende Käsespätzle. Oder ein echtes Wiener Schnitzel, ganz klassisch mit Preiselbeeren und Gurkensalat. Oder butterweiche Ochsenbäckchen mit Kartoffelpüree und Buttergemüse. Uns läuft schon beim Schreiben das Wasser im Mund zusammen – also hin da!

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