Nachfüllen statt neu kaufen: mit der Hamburger Trinkwasserkarte gegen Einwegflaschen

Wie oft bist du in der Stadt unterwegs gewesen, hast Durst bekommen und vor Wut gebrannt, weil du 3,50 Euro für eine Flasche stilles Wasser bezahlt hast? Zu oft, um dich an jedes einzelne Mal zu erinnern wahrscheinlich. Dabei leben wir in einem derart gut entwickelten Tiel der Welt, dass bei uns aus (fast) jedem Wasserhahn trinkbares Wasser sprudelt. Doch wo findet man diese Wasserhähne, wenn man nicht zufällig per Du mit einem Cafébesitzer an der Mönckebergstraße ist? Dank Refill-Hamburg in Zukunft ganz einfach:

46 Millionen Einwegflaschen werden pro Tag in Deutschland verbraucht

Dass wir zu viel Müll produzieren, dürfte mittlerweile bei jedem angekommen sein. Die Problematik in Zahlen vor Augen geführt zu bekommen, löst jedes Mal ein beklemmendes Gefühl der Hilflosigkeit aus - dabei sind wir alles andere als hilflos. Das Beweist jetzt Stephanie Wiermann, die in Hamburg das Projekt "Refill Hamburg - Kostenfrei Wasser" gestartet hat.

Gegenüber dem Umweltblog "Utopia" sagt Wiermann, dass sie nicht nur auf eine geringere Nutzung von Plastikflaschen hofft, sondern so noch mehr Aufmerksamkeit auf die Plastikmüllproblematik lenken will.

Hamburg schafft sich selbst eine Trinkwasser-Karte

Die Idee dahinter ist so simpel wie praktisch: Auf Refill-Hamburg.de kann sich jeder, der einen öffentlich zugänglichen Wasserhahn besitzt (Restaurants, Shops etc.), ganz einfach online registrieren oder auf eine öffentliche Trinkwasserquelle aufmerksam machen. Die teilnehmenden Shops und Restaurants werden anschließend mit einem Sticker versehen, die in den drei Hamburger Unverpackt-Läden Bio Lose, Stückgut und Twelve Monkeys bereit liegen.

Gemäß dem Vorbild "Refill Bristol" werden alle teilnehmenden Läden in einer großen Übersichtskarte angelegt, die laut Utopia voraussichtlich im März/April online gehen soll. Ab dann heißt es: Wiederverwendbare Flasche in den Beutel packen und auffüllen - wir sind gespannt!

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