11 Tipps, mit denen du den nächsten Besuch deiner Eltern überstehst

Als meine Mutter mich zum ersten Mal in Hamburg besuchte, bekam ich vor Planlosigkeit und Aufregung erst mal leichtes Herzrasen. Wie soll man denn bitte Muddern (und/oder Vaddern und/oder Großeltern) und die Herzstadt unter einen Hut bringen, ohne in Doppeldeckerbussen respektive der überfüllten Innenstadt zerquetscht zu werden?! Nunja, ich habe den Elternbesuch überlebt und möchte darum allen anderen, denen dieser eventuell noch oder mal wieder bevorsteht, diese kleine Liste an die Hand geben.

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1
Bei Asia Imbiss essen gehen

Essen gehen ist eine Kunst, die man lernen kann. Ja, ist unfassbar generisch, kann aber mit Eltern auch tricky werden. Es ist hierbei immer im Hinterkopf zu behalten, dass die Erzeuger*innen eventuell nicht so doll auf hippe Burgerläden mit viel zu lauter Musik stehen, sondern es vielleicht etwas ruhiger mögen. Meine Mutter fand zum Beispiel den kleinen Asiaten an der Ecke viel toller als die anderen hippen Optionen. Auch schön: Zusammen kochen. Den ein oder anderen Trick kann man sich bei Mutti und Vati vermutlich immer noch abschauen.

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2
Skyline gucken im Café vju im Energiebunker Wilhelmsburg

Geht doch mal nicht auf den Michel. Schaut euch die Stadt lieber mal aus einer anderen Perspektive an. Das geht zum Beispiel ganz famos im vju im Wilhelmsburger Energiebunker. Man kann historische Facts lesen, Hauptkirchen zählen, Skyline gucken und Kaffee und Kuchen gibt’s auch! Und weniger voll als auf dem Michel ist es hier allemal.

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3
Lichtshow an der U-Bahn Station HafenCity gucken

Warum also nicht mal eine Stadtrundfahrt der anderen Art machen und zum Beispiel mit dem 111er-Bus von Altona in die HafenCity fahren? Dort gibt es zu jeder vollen Stunde in der U-Station HafenCity Universität ein Lichtspektakel, das ziemlich sehenswert ist!

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4
Das Treppenviertel in Blankenese erkunden

Verlasst euer Szene-Viertel. Fahrt mal raus. Wer im Alltag immer nur die gleichen Wege vom Job zur Wohnung, zum Supermarkt und zurück geht, für den ist Familienbesuch die perfekte Zeit, mal rauszukommen. Ein tolles Ausflugsziel ist das Treppenviertel in Blankenese: Einfach in die S1 setzen, Blankenese aussteigen und ab da den Schildern folgen. Es ist Mutti-approved und wirklich, wirklich schön da! Nur wer die Reise mit Kinderwagen antreten möchte, sollte vorsichtig sein – das Treppenviertel hat wirklich viele TREPPEN.

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5
Schlemmen mit Alsterblick im Restaurant Le Buffet im Alsterhaus

Wahrt den gewohnten Sicherheitsabstand zur Binnenalster. Schaut euch die Binnenalster stattdessen aus sicherer Entfernung an. Wenn die Selfie-Touris dort euch zu sehr nerven, die Eltern aber gerne ein bisschen Alster-Feeling erleben möchten, ist das Alsterhaus ein prima Kompromiss. Wer mit den Rolltreppen bis ganz nach oben fährt, wir nicht nur mit einem hübschen Glasdach, sondern auch mit einem grandiosen Blick über die Alster belohnt. Da das hauseigene Restaurant ebenfalls hier oben ist, gibt es auch einiges zur Stärkung/Koffeinbetankung zur Auswahl.

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6
Franzbrötchen-Eis essen bei Luicella’s

Auf der Reeperbahn mittags um halb eins. Probiert was Verrücktes. Ein Blick in die Seitenstraßen lohnt sich, denn hier findet ihr das Luicella’s. Ob Franzbrötchen-Eis oder Ziegenmilch-Schokoeis mit Meersalz – die Gaumen werden ziemlich sicher beeindruckt sein! Neben dem Laden in der Detlev-Bremer-Str. gibt es Luicella's mittlerweile auch in der Langen Reihe 113, im Grindelhof 67 und in der Eppendorfer Landstraße 10. Sorten die ihr auf jeden Fall probieren solltet: Franzbrötchen, Kokos-Sorbet, Schoko-Deluxe und Pistazie-Schokolade.

Kumpir © Michelle Weyers
© Michelle Weyers

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Kartoffeln essen im Kumpir König

Für eure Eltern seid ihr selbst größte Attraktion in Hamburg. Zeigt ein bisschen Alltag. Der Arbeitsplatz, die Uni oder der Stammsupermarkt mögen für euch selbst vielleicht nicht wirklich spannend sein, für eure Eltern aber schon. Schließlich kommen sie euch irgendwie ja auch in eurem Leben besuchen. Und euer Leben ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht das, was im Hamburg-Reiseführer steht. Geht spazieren durch euer Viertel, fahrt dahin, wo ihr arbeitet und zeigt, wo ihr euch euer Essen holt, wenn Kochen einfach nicht mehr drin ist. So banal erscheinende Dinge wie der Kumpir-Stammladen können bei Eltern super ankommen!

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8
Gepflegt einen trinken im Laundrette

Blut ist dicker als Alkohol. Oder so. Es muss ja nicht gleich eine Sauftour über den Kiez sein, aber ein gepflegter Drink unter Blutsverwandten kommt doch immer gut an. Bonuspunkte, wenn ihr die lieben Verwandten in die Stammbar mitnehmt. Für uns ist das die Laundrette in Ottensen. Das Flair mit den Waschmaschinen ist einfach einzigartig und sowas von cool!

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Krabbenbrötchen essen in der Brücke 10

Dauerbrenner, ob im Winter oder im Sommer. Sowohl Touristen, als auch Einheimische schätzen die frischen Fischbrötchen hier gleichermaßen. Anstellen und mal ein bisschen länger warten lohnt sich, wirklich. Als Special gibt’s hier sprühende Gischt und kreischende Möwen zum Brötchen, denn die Brücke 10 liegt direkt am Wasser. Hier gibt es alles, was das Fischherz begehrt und das beste Krabbenbrötchen Hamburgs.

Wilhelsburger Inselpark
© Maria Anna Thiele

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Entspannen im Inselpark Wilhelmsburg

Genießt das Grün, Kinder! Je nach Jahreszeit bieten sich hierfür unzählige verschiedene Möglichkeiten. Eine ganz besondere ist der Wilhelmsburger Inselpark. In S-Bahnnähe findet ihr hier alles was das Herz begehrt: Bäume, bunte Blümchen, traumhaft grünes Gras, tiefblaues Wasser und es ist so gut wie nie überlaufen. Und ist Wilhelmsburg nicht eh der neue In-Stadtteil schlechthin?

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Kultur im Ohnsorg-Theater

Was ihr vielleicht früher bei Familienausflügen furchtbar fandet („Aber ich will lieber zu McDonald’s als ins Museum, Papa!“), könnt ihr jetzt total erwachsen gemeinsam tun: Kultur genießen. Dass es in Hamburg wirklich keinen Mangel an Angeboten hierfür gibt, ist wahrscheinlich klar. Ein paar Ideen: Eine Ausstellung in einem Museum finden, die euch zusagt, ganz klassisch ein Musical sehen oder (trotz eventueller Sprachbarriere) im Ohnsorg-Theater ein echtes Stück norddeutsche Kultur erleben. Die Möglichkeiten sind endlos!

  • Ohnsorg-Theater Heidi-Kabel-Platz 1, Hamburg
  • Theaterkasse Mo bis Sa 10:00-18:30 Uhr, Sonntag 14:00-18:30 Uhr, Abendkasse: jew. 1 Std. vor Vorstellungsbeginn
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