Authentisch chinesisch essen in der Paul-Roosen-Straße: Das Hui

© Anna Nguyen

Die Paul-Roosen-Straße ist einer unserer liebsten Straßen. Franzi hat euch hier schon einmal auf einen kulinarischen Spaziergang durch St. Pauli mitgenommen. Gut essen und trinken kann man dort also auf alle Fälle. Nun ist vor Kurzem ein weiteres Highlight in die Straße eingezogen: das Hui.

Zuwachs in der kulinarischen Paul-Roosen-Straße

Zwischen Blumenladen und Herrenausstatter hat sich Huis Cookshop platziert. Das Schild prangt nicht in großen Leuchtbuchtstaben an der Fassade, sondern ein kleiner weißer Cube zeigt uns ohne große Anstalten, dass wir richtig sind. Der Laden ist klein, aber der Blick in die offene Küche hinten im Raum macht uns direkt neugierig. Die Einrichtung ist minimalistisch, aber mit kleinen Details versehen. So bleiben wir direkt am Bild links an der Wand hängen: Die zufrieden-grinsende Katze lässt uns sofort mit schmunzeln. Rechts oben an der Wand ist mit Kreide über die ganze Wand die Speisekarte handschriftlich aufgeschrieben und fast wirkt es ein bisschen so, als hätte da nie etwas anderes gestanden.

© Anna Nguyen
© Anna Nguyen

Beim Lesen der Speisekarte kommt uns Li zu Hilfe und erzählt uns etwas zu den Gerichten. Da es ein heißer Sommertag ist empfiehlt er uns die kalten Nudeln mit allerlei Eingelegtem, die es gerade als Special gibt. Gekauft! Wir setzen uns an den einen der zwei Tische draußen und fangen die Sonnenstrahlen bei der hausgemachten Salzzitronen-Limo auf. So etwas, wie diese Limo, haben wir noch nie getrunken. Sie prickelt auf der Zunge und löscht trotz des Salzgeschmacks unseren Durst. Es ist so erfrischend und zitronig, dass wir uns direkt einen weiteren Schluck genehmigen.

Ein buntes Durcheinander voller Leckereien

Der Appetit ist nun angeregt: Wir wollen mehr! Vor unseren kalten Nudeln probieren wir die veganen Dumpings. Mit einem Happs sind sie im Mund trifft auch hier zu. Die Dumplings sind gefüllt mit Shiitakepilzen und strotzen nur so vor Umami. Für diejenigen, die Fleisch essen gibt es die Dumplings auch mit Ente oder Schwein gefüllt. Wer von den kleinen Teigtaschen nicht genug bekommen kann, sollte auch die Chilli-Wan-Tans probieren. Sie sind gefüllt mit Schwein und Hähnchen und nach dem Rezept von Lis Mama gemacht. Das Zusammenspiel der Aromen harmonisiert perfekt und wir schlürfen sogar die Soße pur auf.

© Anna Nguyen

Unaufgeregte Fusionküche

Kommen wir zu den Hauptgerichten. Die Küche vom Hui ist inspiriert aus Lis Heimat, die in Südchina liegt. Trotzdem hat er auch Einflüsse aus Mittelchina eingebracht, denn dort hat er sein Studium verbracht. Da wir in Deutschland natürlich nicht genau die Zutaten aus China vorrätig haben, greift er auch auf regionale Zutaten zurück. Die eingelegten Radieschen beispielsweise sind der Hit! An diesem glühend heißen Tag sind wir über die kalten Nudeln sehr froh: Die weißen Reisnudeln schmecken zusammen mit dem scharfen Kimchi, dem knackigen Salat und der frischen Gurke hervorragend. Für Veganer*innen gibt es auch einige Optionen: Wir entscheiden uns für die Sesamnudeln mit veganem Hack. Die Nudeln sind leicht süßlich mariniert und werden mit Chinakohl, Sojasauce, Sesam und Chilliöl in einer Schüssel serviert. Herzhaft, sättigend und genau das, was wir brauchen!

© Anna Nguyen

Für die kälteren Tage kommen Suppenfreund*innen auch auf ihre Kosten. Wir lieben Nudelsuppen jeglicher Art! Mit einer guten Pho, Ramen oder auch Minestrone kriegt ihr uns sofort. Lis Nudelsuppe katapultiert sich direkt ganz nach oben in unserem persönlichen Nudelsuppenranking. Lange Weizennudeln gesellen sich in einer dunklen Brühe mit geschmorter Rinderwade, Chinakohl und eingelegten Zwiebeln. Das Fleisch zerfällt förmlich und die Brühe ist so lecker, dass wir keinen Schluck davon übrig lassen.

© Anna Nguyen

Wir kommen wieder!

Was wir vor unserem Besuch nur geahnt haben, hat sich nun bestätigt: Das Hui ist nicht nur eine weitere Bereicherung für die Paul-Roosen-Straße, sondern auch für Liebhaber*innen der chinesischen Küche in Hamburg. Unter der Woche findet ihr immer drei Mittagsgerichte und je nach Saison auch verschiedene Specials. Wir lecken uns nochmal imaginär über die Lippen, lehnen uns zurück und freuen uns schon auf den nächsten Besuch im Hui.

Veggie & Vegan: Beides möglich!

Mit wem gehst du hin: Mit nicht heiklen Kolleg*innen, Freund*innen und allen, die keine Angst vor intensiven Geschmäckern haben.

Beste Zeit: Zum Mittagsessen oder für ein Essen direkt nach der Arbeit.

Besonderheit des Ladens: die Kombination aus chinesischen Rezepten und regionalen Produkten.

Lärmfaktor: Entspannt!

Für diesen Beitrag wurden wir vom Hui eingeladen, dies hat unsere ehrliche Meinung nicht beeinflusst.

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