Mythos Chanel - Ein Modevergnügen

Selbstbewusst, unabhängig und geschäftstüchtig – mit diesen Attributen lässt sich unschwer
darauf schließen, von welcher Mode-Ikone die Rede ist: Coco Chanel. Das Museum für Kunst
und Gewerbe widmet der Modeschöpferin derzeit die Ausstellung „Mythos Chanel“. 70 Original-Kreationen zeigt die Sammlung, ergänzt von zahlreichen Adaptionen und Modellen von Karl Lagerfeld, der als Nachfolger von „Coco“ seit 1983 als künstlerischer Direktor des Hauses Chanel tätig ist.

Nicht nur dem “Kleinen Schwarzen“ hat Coco Chanel, die eigentlich Gabrielle Bonheur Chanel heißt, ihren Ruhm und ihre Bekanntheit zu verdanken. Auch die Kombination aus ausgestelltem Rock und bordiertem Jäckchen, das Kostüm für die Frau, genauso wie ihr legendäres Parfüm
„N° 5“ machen die Französin zu der herausragenden Persönlichkeit, als die sie heute von der Modewelt gefeiert wird.

Neben der für Chanel typischen Farbkombination Schwarz-Weiß reizen mich persönlich besonders die vielfältigen Variationen des „little black dress“ – ein Thema, dem auch das Museum für Kunst und Gewerbe mit einem eigenen Raum für das schwarze Cocktailkleid maximale Aufmerksamkeit schenkt.

Prägnant ausgestellt sind zudem zahlreiche Varianten des Kostüms – klassisch schwarz oder im typischen Karo-Muster, aus Tweed, mit Perlenketten kombiniert und dem wadenlangen Rock ausgestattet, dessen Kürze in den 20er Jahren Skandale hervorrief. Übrigens erhalten sogar die Simpsons ihren kleinen „moment of fame“ in der Ausstellung, genauer gesagt die Folge „Eine Klasse für sich“, in der Marge beim Kauf eines neuen Fernsehers für die Familie ein radikal reduziertes Chanel-Kostüm ersteht.

Analog zur Ausstellung hat das Museum für Kunst und Gewerbe einen Modeblog ins Leben gerufen: Auf Stilbrise.de werden die Museumbesucher in ihren individuellen Outfits gezeigt, ein kurzer Lauftext darunter erläutert den persönlichen Bezug der „Models“ zur Mode. Auch über das Rahmenprogramm informiert Stilbrise – so etwa über den Atelier-Rundgang „Mode Hautnah“ am 05. April 2014, bei dem die Modedesignerinnen Tonja Zeller, Irina Rohpeter und Katharina Hoymann den Teilnehmern/-innen Einblicke in ihr Leben als Designerinnen ermöglichen und Rede und Antwort zu den Themen Ästhetik und Inspiration stehen. Die Anmeldung ist bis zum 30. März möglich; weitere Infos zum Rundgang „Mode Hautnah“ findet ihr hier.

„Mythos Chanel“ könnt ihr euch bis einschließlich 18. Mai ansehen.

Museum für Kunst und Gewerbe
Steintorplatz
20099 Hamburg
Tickets: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro

Bilder von Oben nach Unten: Foto von VG Bildkunst Bonn & Man Ray Trust; Foto von Michaela Hille; Foto von Christin Losta

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