Saisonkalender für Februar: Der kurze Monat bietet mehr, als zunächst erwartet

Der gefühlt ewig lange Januar ist vorbei, die gesteckten Ziele hoffentlich noch nicht. Saisonales Essen ist und bleibt ein gutes Ziel, auch wenn der Winter einem es nicht einfach macht. Aber jetzt kommt ja der Februar daher und ermuntert einen weiter zu machen. Wer jetzt dachte, dass der kurze Monat nichts zu bieten hat, irrt sich. Beim saisonalen Gemüse tut sich nämlich was und die Auswahl wird langsam immer größer.

Wir zeigen euch jeden Monat, was ihr saisonal und regional einkaufen könnt, ohne euren ökologischen Fußabdruck unnötig zu vergrößern. In unserem folgenden Saisonkalender für Februar könnt ihr all das nachschauen, um zu Hause ohne schlechtes Gewissen den Kochlöffel zu schwingen.

Obst der Saison: Walnuss, du Brainfood

Obst im Winter ist eine wahre Rarität. Während der kalten Jahreszeit gibt es in Deutschland nichts saisonal Frisches von Feld, Baum oder Strauch. Als Lagerware sind Äpfel auch diesen Monat noch gut zu erhalten, Birnen hingegen werden immer weniger. Das heißt, auch im Februar bleibt die Auswahl an saisonalem Obst gering und das ändert sich erst wieder im Frühling. Eine Neuigkeit gibt es dann aber doch an der Früchtefront: Walnüsse! Sie gehören nämlich botanisch gesehen zu den Früchten und sind im Februar noch saisonal erhältlich.

Ihre äußere Form ähnelt nicht nur einem Gehirn, sondern tut diesem auch richtig gut. Durch die beinhalteten B-Vitamine stärken Walnüsse die Nerven. Sie sind also der perfekte Snack, um sich zu konzentrieren. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung können 25 g Nüsse pro Tag eine Portion Obst ersetzen. Eine viel größere Menge wäre dann auch wegen des hohen Kaloriengehalts nicht mehr so gesund. Also lieber weniger und dafür genüsslich Nüsse naschen.

Gemüse der Saison: Porree, du Alleskönner

Der zweite Monat im Jahr ist auch für saisonales Gemüse nicht ganz einfach. Im Februar besteht die letzte Möglichkeit, Grünkohl und Rosenkohl saisonal zu erhalten. Also am besten noch einmal zuschlagen und sich mit den Kohlsorten fit für die kalten Tage machen. 

Wer eine mildere Würzung als Zwiebel bevorzugt, mag ihn. Wer Anfang des Jahres nochmal entschlacken möchte, nutzt ihn. Und wer sich mal wieder mit einer Erkältung rumschlägt, sollte mal wieder mehr von ihm essen. Porree ist ein wahrer Alleskönner. Er ist gesund, liefert sättigende Ballaststoffe und ist auch viel bekömmlicher als andere Zwiebelgewächse. Übrigens sind am Porree sowohl der helle, als auch der grüne Teil essbar. Also am besten so viel vom Gemüse verwenden, wie es geht.

Mit Glück können im Februar auch die ersten Salate wieder aufgetischt werden. Feldsalat, Rucola und Chicorée machen sich langsam auf den Weg in die Auslageflächen der Wochen- und Supermärkte. Und auch Champignons sind im Februar wieder saisonal erhältlich. Diese sind sowohl warm als auch kalt lecker und schmecken auch zu den saisonalen Salaten.

Auch in anderen Ländern hat Obst und Gemüse Saison

Im Winter machen es uns die heimischen Obstsorten ja wirklich nicht einfach, saisonal einzukaufen. Mehrere Monate gibt es nur Äpfel und zwischendurch ein paar Birnen und Walnüsse. Wer da manchmal doch mehr Abwechslung braucht, sollte sich aber auch mit der saisonalen Ernte in den anderen Ländern beschäftigen. Denn auch die Importware hat nur zu bestimmten Zeiten in den Importländern Saison. Neuseeländische Kiwis werden zum Beispiel nur bis Dezember geerntet und dann erst wieder ab Juni. Und während Mangos in Brasilien, Ecuador, Peru und Kenia im Februar Saison haben, sind sie in Ländern wie beispielsweise Costa Rica und Israel erst ein paar Monate später saisonal.

Wer sich im Winter dann doch mal ein wenig Abwechslung bei den Obstsorten gönnt, könnte dabei also auf die Saisonalität der Importländer achten oder einfach auf den Frühling und die deutschen Saisonprodukte warten. Vielleicht ist Vorfreude ja wirklich die schönste Freude.

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