11 Hamburger*innen, von denen wir viel zum Thema Rassismus lernen können

Am 2. Juni 2020 war unser Instagram-Feed gefüllt mit schwarzen Quadraten. Musiker*innen, Influencer*innen, Medienschaffende und Nutzer*innen weltweit beteiligten sich am #BlackOutTuesday und zeigten damit ihre Solidarität gegen strukturellen Rassismus und rassistisch motivierte Polizeigewalt – in den USA, aber auch im Rest der Welt. Diese große Anteilnahme und Aufmerksamkeit war und ist sehr wichtig – die eigentliche Arbeit fängt aber jetzt erst an. Wir alle müssen uns und unser Verhalten hinterfragen, uns weiterbilden und zuhören. Nur so können wir Rassismus in unserer Gesellschaft begreifen und bekämpfen. Heute möchten wir euch 11 Menschen aus Hamburg und Umgebung vorstellen, die alle auf ihre Art und Weise mit dem Thema Rassismus umgehen. Sie leisten teilweise sehr große (kostenlose) Aufklärungsarbeit auf diesem Gebiet und wir können einiges von ihnen lernen.

1. Aminata Belli

Aminata Belli ist Moderatorin, nach ihrem Studium in Hamburg arbeitet sie unter Anderem für den NDR, das ZDF, MTV und ist Teil der Interviewreihe follow me.reports von funk. Die einstige Hamburgerin (lebt heute in Berlin) ist aber nicht nur Journalistin, sondern auch Aktivistin. Insbesondere auf ihrem Instagram-Account leistet sie wichtige Aufklärungsarbeit zum Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

2. Kübra Gümüşay

Kübra Gümüşay studierte Politikwissenschaften in Berlin, lebte lange Zeit in England und heute ist Hamburg ihre Heimatstadt. Kübra ist Journalistin, Mutter, Muslima, Deutschtürkin und Buchautorin. Im Januar 2020 erschien ihr Buch "Sprache und Sein". In ihrem Debütroman beschäftigt sie sich mit der Frage wie Sprache unser Denken prägt – eine sehr lehrreiche Lektüre.

3. Jokah Tululu

Jokah Tululu ist Youtuber und außerdem auf Instagram aktiv. Seine Art und Weise mit Rassismus umzugehen und darüber aufzuklären? Mit Humor. Seine Videos machen meist gute Laune und sind lustig. Nicht selten haben seine Beiträge aber auch eine tiefere Message und regen zum Nachdenken an.

4. ONEJIRU

Pielina Wanjiru Schindler wie ONEJIRU mit bürgerlichem Namen heißt, ist eine kenianische Musikerin und lebt in Deutschland. Sie sang bereits gemeinsam mit Helge Schneider und Jan Delay, hat aber auch schon ihr eigenes Solo-Album herausgebracht und hat viele Feminist Projects am Start. Zum Beispiel ist sie Co-Gründerin von Eeden Hamburg einem Cocreation Space für visionäre Frauen in Altona. Seit 2014 arbeitet Pielina mit Viva con Agua zusammen, reiste gemeinsam mit Gentlemen nach Äthiopien und gab dort ein Konzert mit Marteria. Außerdem ist sie Künstlerin und stellt ihr Werke unter anderem in der Millerntor Gallery aus.

5. AFRO x POP

AFRO x POP ist eine Community Platttform rund um die Afro-Kultur und insbesondere Rund um die Themen Food und Musik. Regelmäßig finden große Veranstaltungen statt, auf denen das Motto ist: celebrate-educate-elevate. Hier sprüht viel positive Energie und gute Laune bei der Aufklärung mit.

6. Firat Kara & Kristina Kara

Firat Kara und Kristina Kara leben in Hamburg. Firats Eltern sind als türkische Gastarbeiter nach Deutschland gekommen, daher beschäftigte er sich viel mit Fragen zum Thema Heimat und Identität. Daraus ist das Buch der beiden "Haymat" entstanden. Viele türkischstämmigen, in Deutschland aufgewachsenen Frauen und Männer kommen in diesem Buch zu Wort. In der Buchbeschreibung heißt es: "Aus unterschiedlichsten Perspektiven blicken sie auf ihr Leben zwischen zwei Kulturen, das geprägt ist von beruflichen Erfolgen, gesellschaftlichen Herausforderungen und einem Alltag, zu dem Integration und Alltagsrassismus, Kopftuchverbot und Feminismus, Religion und Säkularität, Ausgrenzung und Toleranz gehören."

7. Charlotte Nzimiro

Charlotte Nzimiro ist Aktivistin der Schwarzen Community. Sie verwaltet die Seite Black Power Germany, auf welcher ihr regelmäßige Update, News und Informationen aus der Schwarzen Community bekommt. Auch auf ihrem privaten Account klärt Charlotte über Rassismus auf und setzt sich gegen Fremdenfeindlichkeit ein.

8. Michel Abdollahi

Michel Abdollahi ist vieles. Vor allem aber ist er ein Künstler. Seit 2000 ist er in der Poetry Slam Szene unterwegs und schreibt eigene Texte. Im Jahr 2005 gründete er dann gemeinsam mit seinem Schulfreund Jan-Oliver Lange die Veranstaltungsreihe Kampf der Künste. Als Journalist arbeitet Michel bereits für den NDR in der Sendung Panorama oder auch im Kulturjournal.

9. Aminata Touré

Aminata Touré ist Politikerin und Parteimitglied der Grünen, seit 2019 ist sie Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages. Sie setzt sich stark für die Themen Migration, Antirassismus, Frauen, Queer & Jugend ein und betreibt auch auf ihrem Instagram-Account viel Aufklärungsarbeit zu Antirassismus-Themen.

10. Diaspora Salon

Diaspora Salon ist eine Community für (post-)migrantische, Schwarze & of Color Stimmen in Hamburg. Der Account schafft einen Raum für Kunst, Begegnungen, Austausch und vor allem gegen Rassismus. Sehr folgenswert!

11. Arpana Aischa

Klar, Hildesheim ist nicht Hamburg, aber Arpana Aischa darf in dieser Liste nicht fehlen. Arpana ist Kolumnistin beim Missy Magazine. Auf ihrem Instagram Account setzt sie sich für Antirassismus & Empowerment ein. Wer nach hintergründigem Content sucht, wird hier fündig!

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