Trinken und Tanzen im Fitzgerald: eine Hommage an die Nacht

© Lena Müller | Sony Alpha 7 II

Sieben Jahre lang zog das Golem am Fischmarkt Nachtschwärmer aus aller Welt in seinen Bann. Obwohl es aus der Hamburger Clubszene nicht mehr wegzudenken war, musste es im November letzten Jahres seine Pforten für immer schließen. Seit Kurzem lädt das Fitzgerald in seine frisch renovierten, heiligen Hallen ein: Grund genug für uns, das Team auf einen Drink zu besuchen.

Während wir vor der unscheinbaren Eingangstür stehen, werden die Neonlichter am Straßenschild angeknipst. Der Name "FITZGERALD" ist jetzt aus mehreren Metern Entfernung nicht mehr zu übersehen, wir sind also goldrichtig.

Beim Aufsteigen der Eingangsstufen wächst die Neugierde: Wie ist die neue Bar? Und wie wird wohl der Club sein? Verrucht wie das Golem? Schick, wie es die neuen Bars und Clubs eben oft sind? Oder ein völlig neues Konzept?

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Tender is the night

Die Atmosphäre ist losgelöst, offen, freundlich und ungezwungen. Das könnte natürlich an dem jungen und kreativen Team liegen, welches den Laden präzise wie ein Schweizeruhrwerk managet oder an dem küchenähnlichen Bartresen, der einem sofort ein heimisches Gefühl vermittelt. Die rustikalen Glühbirnen an der altrosafarbenen Decke weisen geradewegs den Weg zum DJ-Pult, auf die andere Seite des Raumes – vorbei an der Bar, Barhockern und Tischen über die kleine Tanzfläche.

Links vom DJ lädt eine gemütliche Sitzecke mit kleinen Rundtischen zum crémantieren (gemeinsames Crémant trinken) ein. Der Blick durch die Fensterfront auf das Kopfsteinpflaster rüber zum Fischmarkt: immer wieder unbezahlbar. Die Liebe zum Detail ist in der Bar nicht zu übersehen: Farbe und Stil sind genauestens aufeinander abgestimmt, Bilder und Pflanzen erwecken den Raum zum Leben, eine Getränkekarte gestaltet wie ein Magazin – hier stimmt wirklich alles.

© Lena Müller | Sony Alpha 7 II
FITZGERALD ist ein Gefühl, ein Ort des Entdeckens, eine Hommage an die Nacht, ein Raum für Genuss.

Wer das Golem kennt, weiß: unten geht's noch weiter – so auch im Fitzgerald. Geht man in die Kellerräume, taucht man ab in eine andere Welt: in den Club. Der Raum ist in schwarz gestrichen, Licht spenden Bar und LEDs an Wänden und Decke. Der Raum zieht sofort in seinen Bann, er ist ganz klar auf heftige Partynächte ausgelegt. Die LEDs pulsieren hier im Rhythmus des Beats. In dem Kino, das neben dem Clubraum liegt, kann beim Filme-Gucken geraucht und am Drink genippt werden. Wer Popcorn möchte, wird beim clubeigenen Kiosk fündig.

© Lena Müller | Sony Alpha 7 II
© Lena Müller | Sony Alpha 7 II
Diese Nacht meint es gut. Sie ist für uns da, kosten wir von ihr, gehen wir ein Stück mit. Weiter als sonst.

Und: Wie schmeckt eine Nacht im Fitzgerald? Hannes vom Fitzgerald erklärt, dass es dem Team besonders wichtig war, einen Raum zu schaffen, in dem jeder seine Sorgen wegtanzen und bei guten Drinks entspannen kann. Bar, Club, Kino und Snacks sollen sämtliche Bedürfnisse der Feiernden befriedigen – raus und auf Burger-Pirsch gehen? Hier nicht nötig!

Der Bartresen, der stark an einen Küchentresen erinnert, ist bewusst gewählt, so Hannes: "Wir möchten, dass unsere Gäste und unser Barpersonal auf Augenhöhe kommunizieren, man soll sich wie zuhause fühlen." Im Kellerclub sollen abwechselnd HipHop und Techno/Electro gespielt werden, jeder Musikgeschmack ist willkommen. Im Kino sollen auch außerhalb des Bar- und Clubbetriebes Filme laufen. Natürlich keine kommerziellen Blockbuster, sondern lieber kleine, feine Indie-Premieren.

© Lena Müller | Sony Alpha 7 II

Trinken wie der große Gatsby

Das Motto des Clubs findet sich auch in der Getränkekarte wieder – "Lebe den Moment". Die Namen der Drinks sind von Ausflügen durch die ganze Welt inspiriert, immer angelehnt an den Great Gatsby. Eine Mischung aus selbstkreierten Rezepten und bekannten Klassikern sorgen bei Entscheidungsunfreudigen für einen ordentlichen Schwips. Was wir trinken werden entscheidet heute Paola, die Barchefin und eindeutig die Kompetentere von uns. Wir bekommen einen Fizz Gerald serviert. Wir tauchen unsere Lippen in den liebevoll aufgeschlagenen Himbeer-Kardamomschaum – hhmmhh, ist das lecker! Das Zusammenspiel von Gin und Zitrone hätte nicht besser schmecken können, der Zucker gibt dem Ganzen das gewisse Etwas – genießen auf höchstem Niveau.

© Lena Müller | Sony Alpha 7 II

Everybody is welcome

Im Fitzgerald wird jeder herzlichst aufgenommen. Alle teilen hier eins: Die Liebe zur Nacht, zum Genuss und zur Freiheit. Die Bar zeichnet sich durch ihren hohen Standard aus, der aber durch das junge Team einen lockeren Touch verpasst bekommt. Der Versuchung, der kleinen Parallelwelt in den dunklen Clubräumen kann man nur schwer widerstehen. Wenn ihr uns fragt, der Spagat zwischen schick und verrucht ist eindeutig geglückt: wir werden hier noch einige Nächte verbringen.

Unbedingt probieren: Natürlich den Fizz Gerald oder einen Crémant genießen.

Mit wem gehst du hin?: Mit deinen Homies oder deiner Familie. Nimm jeden mit, der eine anspruchsvolle Barkultur zu würdigen weiß oder ein bisschen auf Exzess aus ist.

Beste Zeit: Ab 21:00 Uhr auf 1-bis-ihr-vom-Hocker-fallt-Drinks und danach runter in Club.

Besonderheit des Ladens: Kino, Kiosk, Terrasse, Atmosphäre

Lärmfaktor: Immer so wie du es gerade brauchst. Oben entspannst du in chilliger Baratmosphäre, unten lässt du dich von lauten Bässen treiben.

Preise: Longdrinks ab 9,50€, Champagnerdrinks ab 16€, Bier ab 3€

Stammkneipen-Potenzial: Dank der entspannten Atmosphäre, dem netten Team und der Terrasse im Sommer hat das Fitzgerald das Potenzial zum liebsten Allrounder zu werden.

Für dieses Artikel wurden wir freundlichst vom FITZGERALD eingeladen. Dies hat unsere Meinung nicht beeinflusst.

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