The Opposto: Italien meets New York in Ottensen

© Anissa Brinkhoff

Ja, wir sind hier bei Wünsch-dir-was. So steht es auf der Speisekarte im The Opposto in Ottensen. Und deshalb sind wir direkt mal hingefahren und haben probiert, welche Leckereien in dieser italienisch-amerikanischen Wunschbox serviert werden.

The Opposto bedeutet ‚das Gegenteil’ auf italienisch und diesem Fall sind Pizza und Burger die einander Gegenüberstehenden. „Aber die Leute, die Pizza und Burger richtig gerne essen, sind sich sehr ähnlich“, sagt der Gastronom des neuen Restaurants. Deshalb eröffnete er dieses neue Konzept um Freunde und Familien in Zukunft vor den großen Diskussionen zu retten: Gehen wir heute Abend Pizza essen zum Italiener? Oder doch endlich mal wieder Burger und Süßkartoffelpommes? Denn das alles – und noch viel mehr – gibt es jetzt im The Opposto.

© Anissa Brinkhoff
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Ein Raum für Köstlichkeiten

Bodenhohe Fenster lassen viel Licht in die große, loftartige Location. Der Boden ist mit Terrazzo-Fliesen ausgelegt, ein langer Holztisch steht direkt im Eingangsbereich und wird gesäumt von kleineren Tischen und bunt gemischt Holzstühlen. Direkt rechts daneben steht noch vor der Bar ein riesiger Pizzaofen, ein Koch wirbelt Teig in die Luft und von der dahinter liegenden Küche werden kleingeschnittene Zutaten vorbei gebracht. Die Rückwand des großen Raumes ist aus unverputztem Backstein, mit gemütlichen Holzbänken davor und große Industrie-Lampen hängen von der Decke.

Eine Treppe führt in den ersten Stock, vorbei an einem riesigen Bild des New Yorkers Stadtteil Little Italy – sozusagen das geographische Vorbild dieses Restaurants. Oben hängt eine große Leinwand, weil hier am Wochenende Fußball gezeigt wird. Es ist genügend Platz hier, dass sich weder Gäste noch Fußballfans gestört fühlen. Italienische Gemütlichkeit und amerikanische Großzügigkeit in der Einrichtung vermitteln eine entspannte Atmosphäre und man hat sogar ein bisschen das Gefühl, schon einmal hier gewesen zu sein.  

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Klassiker neu gestylt

Wir probieren die Pizza Bianca mit Creme fraîche, Lachs, jungen Erbsen, Orangen-Gremolata, Frühlingszwiebeln und Mozzarella – was für eine Kombination. Diesen Belag würde man eher auf Flammkuchen erwarten, doch die Pizza schmeckt herrlich cremig, leicht und frisch. Der Teig ist nicht neapolitanisch dünn, aber auch nicht amerikanisch dick. Denn der gasbetriebene Holzofen Steinofen schafft auch mitteldicken Teig in knapp eineinhalb Minuten.

Von der Burgerkarte wird uns der Avocado Burger empfohlen. Zwischen zwei Sauerteig-Brötchenhälften liegt ein hausgemachter Beef-Patty mit irischem Cheddar, Lollo Bianco, hausgemachter Guacamole und Safran-Mayonnaise. Dazu gibt’s noch Süßkartoffelpommes mit Ketchup und Trüffel-Mayonnaise. Beim Reinbeißen läuft es die Finger herunter, weil das Patty so richtig schön saftig ist. Den Safran in der Mayonnaise schmeckt vermutlich nur der Safran-Heavy-User, dafür ist der Käse schön intensiv und auch ein großer Hunger nach diesem Burger gestillt. Die Süßkartoffelpommes könnten ein Signature Dish des Hauses werden, so knusprig sind sie von außen und warm und weich von Innen.

Der Capucchino zum Abschluss ist mild, mit feinem Milchschaum und passt nach diesem Mittagessen kaum noch in den Bauch. Weil man ja unbedingt die Süßkartoffelpommes noch aufessen musste, selber schuld. Aber wie oft bleiben denn kalte Pommes noch knusprig?  Grazie mille, guys!

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Die Reduktion von Komplexität

Tagesschau-Sprecher selektieren die wichtigen Nachrichten, Blogger lotsen uns durch den Design- und Markendschungel und Gastronomen? Sind verantwortlich dafür, dass wir Gutes zu essen bekommen. Und so wird im The Opposto viel Wert auf regionales Fleisch und Gemüse gelegt. Die Köche im Restaurant haben schon in Sterneküchen gearbeitet und auch die Service-Leitung hat Michelin-Erfahrung. Dieses Qualitätsbewusstsein verwandelt das The Opposto von einem Burger-Pizza-Bistro in ein New Yorker Wohnzimmer mit Essen und Amore einer italienischen  Mama.

Der Gastronom hinter dem The Opposto möchte übrigens nicht so gerne ins Rampenlicht „weil das alles hier ein Gemeinschaftsprojekt war“, sagt er. Das finden wir natürlich gut und sagen: Habt ihr alle zusammen richtig gut gemacht. Und unser nächstes Gemeinschaftsprojekt heißt: Ohne lange Diskussionen, alle zusammen zum Pizza und Burger Essen direkt ins Opposto gehen.

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Unbedingt probieren: Süßkartoffelpommes und die Pizza Bianca.

Veggie & Vegan: Es gibt sehr viele vegetarische Gerichte, vereinzelt auch vegane Speisen.

Mit wem gehst du hin: Endlich mal wieder mit der ganzen Clique an einem Tisch sitzen, oder mit dem Lieblingsmenschen einen ganzen Abend mit Vorspeise, Dinner und Cocktails genießen.

Beste Zeit: Zum Lunch oder zum Dinner – hier gibt es genügend Tische und vor allem einen so schnellen Küchenservice, dass keiner lang warten muss.

Besonderheit des Ladens: Perfekte Pizza und grandiose Burger – wo bekommt man schon beides in dieser Qualität serviert?

Lärmfaktor: Wir sind hier bei Italienern in New York, da ist die Stimmung entspannt, später Abends wird es gemütlich laut, am Nachbartisch kichern die Mädels und das Pärchen versteht sich auch ohne Worte.  

Preise: Vorspeisen zum Teilen wie Burrata gibt’s für 10,50 Euro oder die gegrillte Avocado mit Oliven-Tapenade und gegrilltem Speck für 8,50 Euro. Pasta gibt’s ab 9,20 Euro, Pizza ab 7,50 Euro, Burger ab 7,90 und Beilagen wie Pommes ab 3 Euro. Longdrinks und Cocktails werden ab 7,50 Euro serviert, Vino ab 5,90 Euro und den Espresso danach gibt’s für 1,90 Euro.

The Opposto | Bahrenfelder Str. 67 | Montag - Mittwoch: 11:00-00:00 Uhr, Donnerstag & Freitag: 11:00-01:00 Uhr, Samstag: 11:00-00:00 Uhr, Sonntag: 12:00-23:00 Uhr | mehr Info

Für diesen Artikel wurden wir freundlichst von The Opposto eingeladen. Dies hat unsere Meinung nicht beeinflusst.

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