Das Moloch muss vorerst schließen

© Moloch Presse

Lärmschutz, ein Wort, das so friedlich klingt und doch tödlich ist – zumindest für Clubs dieser Stadt, die an Orten ihr Zuhause haben, die ursprünglich nicht für solche vorgesehen waren. Nun steht das Moloch auf der Planke und droht in das Meer der Clubs zu stürzten, die an Lärmschutzauflagen gescheitert und deshalb Geschichte sind. Doch es gibt noch Hoffnung.

"Wir müssen unser Konzept erneut anpassen"

Das Moloch, 2014 mit einer Zwischennutzungs-Lizenz gestartet, hat nicht erst seit Gestern ein Lärmproblem. Wie eine Schallschutzemmissionsprognose ergeben hat, ist der Club zu laut für die benachbarten Häuser der Hafencity, zu denen nun noch einmal drei weitere dazukommen. Gebaut in unmittelbarer Nähe zum Club, auf der anderen Seite des Bahndamms. Eines davon sei ab März bezugsbereit, schreiben die Betreiber des Molochs auf ihrer Facebookseite, "Unser Ende. Vorläufig.", heißt es dort weiter.

Die Beschwerden und Auflagen erfordern eine Sanierung des Clubs, um dort langfristig bleiben zu können. Diese ist dementsprechend kostspielig und für den Kulturbetrieb existenzbedrohend – vor allem nach einem finanziell schlecht gelaufenen Jahr 2017, wie die Betreiber in ihrem Facebookpost erwähnen.

"Möglichkeiten gibt es genug"

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte sieht Hoffnung für das Moloch – seien doch mittlerweile eine Vielzahl an Dämmungen möglich, heißt es von Sorina Weiland, Sprecherin des Bezirksamts. "Es wurde bereits ein Antrag gestellt, der auf einem ausreichenden Lärmschutzkonzept beruht und anders als vorher keine Zwischennutzung anstrebt", sagt Frau Weiland gegenüber Mit Vergnügen Hamburg.

Bleibt also zu hoffen, dass es nicht am Finanziellen scheitert – und an diesem Punkt können wir ja alle mithelfen, in dem wir dort in den kommenden Wochen ordentlich feiern gehen.

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