Bunte Bowls bei Piff Paff Poké in Winterhude

© Anissa Brinkhoff

Einfach den eigenen Poké Laden eröffnen, weil es so etwas im Viertel noch nicht gibt? Und dann wird auch noch die hübscheste Immobilie an der Ecke frei? Sind wir hier im Märchen? Nein, in Winterhude, bei einer Gruppe Gastro-Glückskindern. Hinter dem Laden stecken zwei Betreiber, die auch einen Club in Hamburg betreiben und lieber nicht so gerne ihren Namen in der Presse lesen. Sie bleiben lieber Backstage, sozusagen.

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Es war einmal

Vor vielen Jahren gab es in dieser Location mal eine Schlachterei, dann einen Suppen- und einen Salat-Laden. Die große gekühlte Salatbar haben die neuen Inhaber einfach übernommen, das Kühlhaus auch, aber dem Gästebereich mit gebeiztem Holz, Holzbänken- und Tischen, kunterbunten Kreide-Kunstwerken an den Wänden und frischen Blumen eine Portion karibisches Flair verpasst. Während man drinnen oder draußen die Bowls löffelt, kann man dem Treiben auf Winterhudes Flaniermeile zuschauen. Im Hintergrund dudelt Popmusik und die Stammkunden kommen schon mit eigenen To Go-Schüsseln vorbei, um sich die Bowl zum Mitnehmen einpacken zu lassen.

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Gesund und bunt

Das Piff Paff Poké ist ein gute Laune-Laden mit und ganz besonderen Bowls. Denn hier soll es nur die Qualität geben, die man Zuhause auch seinen Freunden anbietet, sagen die Besitzer. Und nein – die Betreiber waren nicht gerade ein paar Monate auf Hawaii und wollen jetzt möglichst originale Poké Bowls auch in Hamburg anbieten. Sie haben stattdessen Bowls in New York, Kopenhagen oder Stockholm probiert und dabei gelernt, wie vielfältig und unzählig die Kombinationsmöglichkeiten sind – und dass es auf die Qualität der einzelnen Zutaten ankommt.

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Vom Suchen und Finden

Die Rezepte der verschiedenen Bowls wurden über Wochen hinweg immer wieder verändert und Gastronomen im Bekanntenkreis so lange befragt, bis sie endlich den Lieferanten für den unglaublich guten Fisch verrieten. Denn die Qualität aller Zutaten soll hier täglich gleich sein. Und wenn der Rotkohl vom Produzenten mal abwechselnd in klitzekleinen oder riesig großen Stückchen geliefert wird, kann der seinen Rotkohl behalten und in der Piff Paff Poké-Küche wird eben selbst geschnippelt. Und empfindliche Zutaten wie der rohe Fisch werden hier lieber in kleineren Mengen bestellt, denn bevor abends etwas weggeschmissen wird, ist die Küche lieber eine Stunde vor Ladenschluss einfach ausverkauft.

Eigentlich war das Restaurant dann schon Mitte Mai fertig, aber weil die Saucen noch nicht den Geschmackstest bestanden, wurde doch erst im Juni eröffnet. Und als die Limette in der Sauce dann durch die japanische Yuzu-Frucht ausgetauscht wurde, schmeckte das Ergebnis so genial, dass endlich die Eröffnungsparty stattfinden konnte.  

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Großer Spaß bei jedem Löffel

Die Basis Zutaten Reis und Quinoa werden mehrmals am Tag frisch im Reiskocher gegart und sind deshalb in der Bowl ist noch warm, was gerade an kalten Tagen eine schöne Überraschung ist. Die Zutaten in der Tuna Tornado Bowl sind außerdem Edamame, Wakame, Kimchi, Limonen-Karotte, Wasabi-Limetten-Mayo und Wasabi-Algen. Und genau wie die Schüssel ist der Geschmack einfach rund. Die Mayo schmeckt gar nicht schwer, sondern frisch und überlagert auch in ihrer Menge nicht die Zutaten.

Alle Bestandteile der Bowl können einzeln probiert werden, ohne dass ungewollt zu viel Sauce von den Bohnen trieft. Und was gibt es herrlicheres, als nach weichem Reis und Fisch auf knusprige Wasabi-Algen-Chips und knackigen Kimchi zu beißen?

Denn hier liegt vermutlich die Kunst richtig guter Bowls: Nicht nur der Geschmack ist abwechslungsreich, sondern auch die Konsistenz der Zutaten. Neben dieser getesteten Bowl gibt es drei weitere Signature-Bowls auf der Karte, mit wahlweise Lachs, oder in vegetarisch mit Tofu und acht bis neun anderen Zutaten. Natürlich kann man sich die Bowls auch selbst zusammenstellen und wer sich fragt, was eigentlich diese grünen Schnüre in der Kühltheke sind, darf probieren, bevor die Bestellung aufgenommen wird.

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Bowlen zum Lunch?

Eine hervorragende Idee. Im Piff Paff Poké gibt’s in den wärmeren Sommermonaten zum Mittagsangebot eine selbstgemachte Limo zur Bowl und im Winter wahlweise eine Suppe oder ein Dessert. Gekühlt stehen Fritz Kola und -Schorlen, Proviant-Limos und das alkoholfreie Winterhuder Helle bereit. In naher Zukunft werden alle Bowls auch über die gängigen Lieferdienste zu bestellen sein, falls der Abend im Büro mal lang wird oder die Couch am Wochenende wieder eine Magnetfunktion hat.

Unbedingt probieren: Den Kimchi und die knuprigen Wasabi-Algen mit Sesam.

Veggie & Vegan: Auf jeden Fall!

Mit wem gehst du hin: Mit jeder Freundin mit Instagram-Account oder auch mit hungrigen Kerlen, denn die großen Bowls machen alle pappsatt.  

Beste Zeit: Mittags zur Lunchzeit oder am frühen Abend, wenn auf der Straße besonders viele Flaneure zu beobachten sind.

Besonderheit des Ladens: Sehr hohe Qualität der Zutaten in sehr entspannter Atmosphäre.

Lärmfaktor: Drinnen ist es entspannt ruhig, draußen gibt’s die normale Straßenkulisse serviert.

Preise: Getränke gibt’s für 2, 80 Euro, eine kleine Bowl für 9,90, die große Bowl für 11,90 und die Build you Own-Bowl für 12,90.

Piff Paff Poké |Mühlenkamp 18 | Montag - Freitag: 11:30–21:00 Uhr, Samstag und Sonntag: 13:00-21:00 Uhr | mehr Info

Für diesen Artikel wurden wir freundlichst von Piff Paff Poké eingeladen. Dies hat unsere Meinung nicht beeinflusst.

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