Bowls und panasiatische Köstlichkeiten genießen im Vo in Eppendorf

© Anastasia Rastorguev

Zwei beste Freunde aus Berlin, die sich von Kleinauf kennen, am selben Tag Geburtstag haben, in Berlin bei den bekanntesten Köchen gelernt haben (Hallo, Monsieur Vuong!) und jetzt gemeinsam in Hamburg ein Restaurant eröffnen: Willkommen im Vo!

“Hamburg ist ein Paradies für Seafood! Außerdem sind die Leute hier extrem nett”, erzählen Vu (25) und Vo (26), warum es sie aus Berlin in unsere liebste Hansestadt verschlug. Zum Glück, denn seit drei Monaten verwöhnen sie uns im Lehmweg mit panasiatischen Köstlichkeiten vom Feinsten. Also packt am besten eure weites-tes-tes-ten Hosen ein und ab extra hungrig nach Eppendorf – es wird sich lohnen, versprochen!

 

Sehr clean, sehr stylisch, sehr Eppendorf

Aber machen wir zuerst einen kleinen Spaziergang durch den Laden: das Restaurant besteht aus zwei abgetrennten Räumen, beide in sehr dunklen Tönen gestaltet, mit viel gedimmter Beleuchtung. Alles sehr clean, sehr stylisch, sehr Eppendorf. “Vo hat den Laden komplett selbst renoviert und von den Wänden über die Lichter alles mit seinen eigenen Händen gemacht”, erzählt Vu stolz.

Asiatische Esskultur: Sharing is caring

Das Konzept der Jungs: phantastisches Essen kreieren, das gesund ist, weil es nur aus frischen und überwiegend regionalen Bio-Zutaten gezaubert wird. “Hier wird gekocht wie vor 40 Jahren – nach Omas Rezept, nicht nach Mamas. Wenn wir eine Zutat nicht frisch bekommen, kochen wir lieber ein anderes Gericht mit den Zutaten, die wir frisch bekommen”, erzählt Vu. Jeden Morgen fährt er mit Vo selbst zum Markt, um Seafood, Kräuter und Gemüse einzukaufen.

Der Fokus liegt auf panasiatischer Küche, vorwiegend aus dem südostasiatischen Raum: “In unseren Familien stehen immer viele verschiedene Gerichte auf dem Tisch, und alle essen alles zusammen, das bedeutet asiatische Esskultur für uns”, sagt Vu, und so ist auch die kleine, aber feine Karte konzipiert. Es gibt viele verschiedene Tapas-Bowls in kleiner Größe, damit man so viel wie möglich gemeinsam probieren und teilen kann. Und hier geht auch schon der große Spaß los!

Tapas in kleinen SuperBowls

Wir probieren “Black Tiger”: Riesengarnelen umhüllt von Reisflocken (boah, meeega!), dazu “Duck in Kimono”: zartes Entenfilet in einem gerollten Pfannkuchen (richtig gut), den erfrischenden Mango-Nuss-Rindfleisch-Salat und - ein absolutes Highlight - von Betelblätter umhülltes Rinderhacksteak mit Limette (müsst ihr UN-be-dingt probieren!). Ach ja, jetzt wollt ihr doch bestimmt wissen, was Betelblätter sind? Das sind sehr aromatische kräuterähnliche Blätter der Betelpfefferpflanze, geschmacklich erinnern sie an Weinblätter, nur NOCH geiler, da knusprig geröstet!

Hauptact: Himmlische Pho und zarter Lachs

Nach kleinen Bowls kommen die Big Bowls – und auch die werden jedem Foodie ein Leuchten in die Augen zaubern. Die Pho Bo-Suppe ist sagenhaft – man schmeckt genau raus, das die Rinderknochen hier ganz traditionell acht Stunden lang eingekocht werden. Die einzelnen Gewürznoten aus Sternanis, Muskat und Zimt sind exakt perfekt aufeinander abgestimmt. Gerade weil man inzwischen in recht vielen Läden Pho bekommt, weiss man eine außergewöhnlich Gute umso mehr zu schätzen.

Ein weiteres Schmankerl ist der Lachs auf Austernsauce – so zart, dass er auf der Zunge zergeht. Man schmeckt richtig die Sashimi-Qualität raus. “Wir sind hier in Hamburg, frisches Seafood in exzellenter Qualität ist hier Ehrensache”, so Vu.

Natürlich haben die Jungs auch hier die Trend-Nudeln “Flying Noodles” auf der Karte, die magisch auf Stäbchen über dem Teller schweben und optisch etwas an Dumbledores Bart erinnern (oder denken wir daran, weil die so zauberhaft “fliegen”?). Sie werden hier als glutenfreie Reisband-Version mit frischen Wildkräutern, mariniertem Rindfleisch, Koriander und gerösteten Erdnüssen gereicht. Also quasi Bun Bo 2.0.

Superfoods für die Abwehrkräfte

Zum Dessert verwöhnen die Jungs mit Superfoods und leckeren Tees: die kühle Mango-Kokos-Creme mit Chiasamen passt perfekt zu dem hausgemachten “Red Lotus”-Tee mit Himbeeren, Limettensaft und Lychee-Zitronengrassud. “Mit unseren hausgemachten Tees kann euch im Winter nichts passieren”, erklärt Vu die trinkbaren selbstkreierten Schätze voller Gesundheit aus Früchten und Gewürzen.

Alles in allem kann man nur empfehlen: hin nach Eppendorf! Von den kleinen Bowls über die Hauptspeisen-Köstlichkeiten bis hin zum Dessert und Getränken war der Besuch bei Vo (und Vu!) ein echtes Foodie-Erlebnis. Man schmeckt in jedem einzelnen Gericht die vielen frischen Kräuter und Zutaten und fühlt sich nach dem Essen nicht überladen, sondern richtig gut. Und ein bisschen traurig, dass man schon satt ist, und nicht noch mehr von den Enten-Crêpes mampfen kann.

Unbedingt probieren: Die Tapas-Bowls am besten alle durch, aber vor allem das “Duck in Kimono” (Ente in Pfannkuchen), die Black Tiger und die Betelblätter mit Rind. Als Hauptspeise den Lachs.

Veggie & Vegan: Auf der Karte finden sich einige vegetarische Gerichte, auf Wunsch können sie vegan umgewandelt werden – da jedes Gericht frisch zubereitet wird, kann sich die Küche leicht auf Kundenwünsche einstellen. Pho gibt’s auch als Gemüsebrühe.

Mit wem gehst du hin? Auf jeden Fall mit Freunden, die gerne teilen – so könnt ihr gleich mehrere von den köstlichen kleinen Bowls probieren.

Beste Zeit: Stoßzeiten sind mittags und abends – aber man findet (noch!) ein freies Plätzchen beim spontanen Vorbeikommen.

Besonderheit des Ladens: Die Küche ist herausragend – und das zu sehr bezahlbaren Preisen für Hamburgs Verhältnisse.

Lärmfaktor: Angenehme Musik, nicht zu laut, man kann sich wunderbar unterhalten.

Preise: Für die Top-Qualität des Essens mehr als fair. Alle Tapas-Bowls kosten 4,50 Euro, Hauptgerichte zwischen 8,50 und 11,50 Euro. Cocktails und Longdrinks gibt’s für 8 bis 10 Euro. Es gibt auch einen Mittagstisch mit wechselnden Gerichten für 6,50 bis 8,50 Euro.

Vo Restaurant & Bar | Lehmweg 49 | Montag - Freitag 11.00 - 23.00 Uhr, Samstag - Sonntag 13.00 - 23.00 Uhr| mehr Info

Für dieses Artikel wurden wir freundlichst vom Vo zum Essen eingeladen. Dies hat unsere Meinung nicht beeinflusst.

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