11 Zitate von Michel Abdollahi, die dein Leben bereichern

© Asja Caspari

Früher mal der Typ, der Kampf der Künste mitgegründet hat – heute der Typ, der für sein journalistisches Schaffen bereits mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde: Michel Abdollahi hat sich in seiner Karriere als Fernsehmoderator, Conférencier und Journalist auch abseits der Poetry-Slam-Szene einen Namen gemacht. Gerade zeitgenössische Fragen zu Politikverdrossenheit, politischem Rechtsruck und multikulturellem Leben in Deutschland hat Michel Abollahi immer wieder mit viel Herz und Hirn beantwortet. Elf seiner schlausten, vielleicht auch manchmal witzigsten Zitate halten wir in unserem Artikel fest.

1.

Hamburg war ein Downgrade. Im Vergleich zu Teheran war das eine Kleinstadt.
Michel Abdollahi zu seiner Ankunft in Deutschland

2.

Ich fühle mich oft überall schnell zu Hause und habe es abgelegt, in Nationen zu denken.
Michel Abdollahi

3.

Viele Norddeutsche würden sagen, dass Horst Seehofer nicht zu Deutschland gehört.
Michel Abdollahi

4.

Es ist zynisch zu sagen, du gehörst zu Deutschland aber dein Glaube nicht.
Michel Abdollahi

5.

Du kannst zerstört werden, wenn du deine Meinung sagst, weil es Kommentarfunktionen und Shitstorms gibt.
Michel Abdollahi

6.

Wenn du klein bist, macht das ja keinen Unterschied: Der eine kommt aus Bönningstedt, der andere aus Teheran – das waren irgendwelche Orte, irgendwo.
Michel Abdollahi über seine Schulzeit

7.

Wir haben früher im Iran stilles Wasser getrunken. In Deutschland trank man Sprudelwasser, das mag ich nicht. Wenn wir in einem deutschen Restaurant stilles Wasser wollten, haben wir nach Leitungswasser gefragt. Leitungswasser war kostenlos, aber dann hieß es sofort: Aha, die Ausländer sind arm. Oder geizig, diese Kamelzüchter. Also haben wir angefangen, beim Bestellen zu sagen, dass wir Tabletten nehmen müssten. Heute trinken alle Leitungswasser.
Michel Abdollahi

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8.

Von einem Ausländer erwartet man, dass er laut ist, dass er mit seinen vier Frauen kommt und ein Schaf schächtet. Wenn man den Leuten das Klischee wegnimmt, und fließend Deutsch mit ihnen spricht, dann sind sie schon irritiert.
Michel Abdollahi

9.

Höflichkeit ist eine schöne Waffe. Bei Menschen, die so weit rechts sind, wie im Nazidorf, da bringt reden nichts. Die suchen immer das extreme. Die werden immer dagegen sein. Wir müssen die einfangen, die nach Hilfe schreien und sich gerne verändern würden.
Michel Abdollahi

10.

Karneval? Wo sich ein paar Leute lustige Kostüme anziehen und bis zum Umfallen saufen? Oder das Oktoberfest? Wo sich ein paar Leute Kostüme anziehen und bis zum Umfallen saufen?
Michel Abdollahi zum Verständnis von Seehofers landestypischen Bräuchen

11.

Die Menschen müssen aufhören sich gegenseitig zu hassen. Alternativ: ich ziehe dort hin, wo es keine Menschen gibt, dann ist auch Ruhe.
Michel Abdollahi

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Das Zitat Nummer 1 stammt aus dem Interview mit Zeit Online: "Hamburg war ein Downgrade" mit Sarah Levy.
Das Zitat Nummer 2 stammt aus dem Interview mit Stern.de: "Teheran ist eine Mischung aus Moskau und New York" mit Thomas Merten.
Das Zitat Nummer 3 stamm aus der NDR Talkshow mit Michel Abdollahi.
Das Zitat Nummer 4 stammt aus einem Facebook-Post von Michel Abdollahi.
Das Zitat Nummer 5 entstammt dem Spiegel-Interview: "Der Moderator muss wie ein Einstecktuch sein, das nicht zum Hemd passt" mit Michel Abdollahi und Lars Weisbrod.
Die Zitate Nummer 6, 7 stammen aus dem taz-Interview: "Die umarmten mich einfach" mit Michel Abdollahi und Anne Fromm.
Die Zitate Nummer 8 und 9 stammen aus dem Interview mit dem Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag: "Michel Abdollahi über Politik, Nazi-Hipster und die Malerei mit MS Paint" mit Mona Adams.
Das Zitat Nummer 10 stammt aus einem Kommentar von Michel Abdollahi im Rahmen eines Videos bei Cosmo.
Das Zitat Nummer 11 stammt aus dem Mit-Vergnügen-Hamburg-Interview mit Michel Abdollahoi und Kathrin Weßling.

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