11 Theaterstücke, auf die ihr euch im Frühling 2018 freuen könnt

Bei genauerer Betrachtung lässt sich feststellen, dass Hamburg nur so vor Theatern wimmelt: ob Klassiker wie das Deutsche Schauspielhaus, dass allein schon mit seinem fast schon erhabenem Inneren beeindruckt, bis hin zu deutlich kleineren, dafür aber unglaublich charmanten Bühnen wie die des English Theatre Of Hamburg, auf der nur das Beste des britischen Humors aufgeführt wird – in Hamburg geht alles! Für den Frühling in Hamburg haben wir elf beeindruckende Stücke, aus der schirr unendlichen Theater-Vielfalt Hamburgs herausgesucht.

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© Ankündigungsmotiv Hasheider / Pressematerial Deutsches Schauspielhaus Die ganze Welt in meinem Zimmer

Klaus Schumacher und das Ensemble des Jungen Schauspielhauses inszenieren in der Immanuelkirche auf der Veddel ein Stück über den Hausmeister der Immanuelkirche, der aus mysteriösen Gründen den Schlüssel für die Kirche von innen stecken lies. Oder war es doch ein Komplott? Und was sind das für Atemgeräusche, die hinter die Tür zu hören sind? Herausfinden lässt sich das ab dem 14. Mai auf der Veddel.

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© Sarah Baumann

© Sarah Baumann Fountainhead

Als radikaler Interpret seiner Zeit macht sich der Architekt Howard Roark kaum Freunde. Howards Kollege Peter Keating dagegen arbeitet sehr angepasst an Markt und Zeitgeist - und ist damit äußerst erfolgreich. Die Ensemble wird ergänzt durch die idealistische Architekturkritikerin Dominique Francon und den sozialistischen Journalisten Toohey. Nachdem der lebensmüde Medientycoon Gail Wynard Teil des Kontruktes wird, eskaliert der Kampf der Ideen. Die aus dem Jahr 1943 stammende Inszenierung behandelt Fragen des Sozialismus und des Kapitalismus und könnte auch mehr als 60 Jahre nach Veröffentlichung nicht zeitgemäßer sein.

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© Vignesh Moorthy via Unsplash Heisenberg

In der Hauptstadt Englands sitzt ein Mann in einer Bahnhofshalle. Der 75-Jährige wird urplötzlich von einer deutlich jüngeren, fremden Dame in den Nacken geküsst. Eine Verwechslung? Ihre Geschichten sind voller Widersprüche, dennoch ist sie sich nicht zu schade eine nach der anderen aufzutischen. Eine Geschichte zwischen Verwirrung und dem vollständigen Herausreißen aus dem Alltagstrott beruhend auf der Story des erfolgreichen britischen Dramatikers Simon Stephens.

  • Ernst Deutsch Theater
  • Friedrich-Schütter-Platz 1, 22087 Hamburg
  • täglich bis 26.05.2018
  • ab 22€
  • Mehr Info
4

© Vince Gaspar via Unsplash Carmen

Die Neuinterpretation der Opéra-comique von 1875. Carmen ist Schülerin, José ist Referendar an der Schule. Halsüberkopf verliebt José sich in die deutlich jüngere Frau. In seinem Liebeswahn möchte José alles opfern, um Carmens Herz zu erobern.
Einem schauspielerischen Klassikers voller hoffnungsloser Liebe und dem Scheitern von Freundschaften wird hier neues Leben eingehaucht.

  • Ernst Deutsch Theater
  • Friedrich-Schütter-Platz 1, 22087 Hamburg
  • 31.5.2018 Premiere, täglich bis 6.7.2018
  • ab 22€
  • Mehr Info
5

© Eric Jacquet Photography via Hamburger Kammerspiele Hitch und Ich: Die Vögel

Alle Hitchcock-Fans sollten jetzt besonders aufmerksam sein: In den Hamburger Kammerspielen wird Mitte Juni noch einmal eines der größten Werke Hitchcocks vorgelesen und das von keinem geringeren als Jens Wawrczeck, der Stimme von Peter Shaw von den drei Fragezeichen. Der Spannung des Films steht die szenische Lesung mit einem der bekanntesten Stimmen der Stadt definitiv in nichts nach. Los geht's um 19:00 Uhr.

6

© Aaron Burden via Unsplash Marias Testament

Sie nennt sich Maria und hat das schlimmste erlebt, was einer Mutter passieren kann: den Tod, des eigenen Kindes miterleben. Maria lebt in der antiken Stadt Ephesos, einige Jahrzehnte n.Chr. Jesus ist ihr verstorbener Sohn und sie beschreibt völlig unbeschönigt ihre subjektiven Erlebnisse zum Zeitpunkt seines Todes. Urplötzlich tauchen zwei der Jünger ihres Sohnes auf und stellen Fragen. Marias Testament ist eine völlig neue Perspektive auf das Neue Testament und gibt einen Blick auf die Geschehnisse, die es so auf der Bühne noch nicht gab.

7

© Alexandra Brucker Staging Democracy

In der Antike wurde sie vergöttert, heute hat man immer noch ein gutes Verhältnis zueinander, auch wenn es hier un da eingeschlafen ist: die Demokratie. Ein Stück von Hamburger Bürger*innen für Hamburger Bürger*innen um einen Chor, der seine Stimme verloren hat und jetzt auf Stimmenfang gehen muss. Ein essentielles Stück gegen Politikverdrossenheit und Demokratiefeindlichkeit.

8

(c) G2 Baraniak, Sonnenallee, Altonaer Theater, Pressefoto Am kürzeren Ende der Sonnenallee

Der Todesstreifen war nur wenige Meter von der Sonnenallee in Berlin entfernt. Ob der Nachbar jetzt bei der Stasi ist oder nicht oder ob der Onkel von jenseits der Grenze mal eine Nylonstrumpfhose hinüberschmuggeln kann sind Dinge, mit denen die Bewohner sich beschäftigen. Nur Micha beschäftigt sich mit der schönen Mirian. Um ihr Herz in den grauen Tagen hinter der Mauer zu erobern, nimmt er einiges in Kauf, auch wenn er bei einer FDJ-Versammlung dem Regime "die Hand küssen muss".

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© Vince Gaspar via Unsplash Ghetto

Wir schreiben das Jahr 1942. Im jüdischen Ghetto von Wilma geht der Chef der jüdischen Ghettopolizei einen Deal mit SS-Führer Hans Kittel ein. Ein neuzugründendes Theater soll die Arbeitsmoral der Bewohner stärken. Doch genau diese stemmen sich gegen die Idee, denn "Auf dem Friedhof spielt man kein Theater”. Ein Stück über die Realität und den individuellen Umgang mit dem Leben zwischen jüdischen Humor und zynischer Tyrannei.

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Wir sind die Neuen

Drei Alt-68er beschließen auf ihre "alten Tage" nochmal ihre alte Hippie-WG aufleben zu lassen. Die drei mit völlig unterschiedlichen Lebensverläufen stehen sich einer unerwarteten Herausforderung gegenüber, da die Studenten-WG im selben Haus spießiger ist, als man es zunächst annehmen mag. Eine überaus gelungene Umsetzung des 2014 erschienen gleichnamigen Kinofilms von Ralf Westhoff.

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© Vince Gaspar via Unsplash I love you, you're perfect, now change

"Seriöse Themen sind immer die Basis für die besten Komödien" schreibt das English Theatre of Hamburg selbst über das Stück, das die Frage beantworten möchte, wie die heutige Welt mit Romantik und Ehe umgeht. Witzige Dialoge und Clevere Texte machen dieses Stück zu dem zweit meistgespielten Stück, was jemals am Broadway gespielt wurde. Das alles natürlich in englischer Sprache und mit viel Charme.

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