11 Lauftypen, die du im Frühling garantiert an der Alster triffst

© Hannah Schifko

Na, wie steht's um deine guten Vorsätze? Warst du schon laufen, an der Alster? Dann hast du garantiert einen dieser elf Typen getroffen, die man besonders jetzt im Frühling über die 7,3km lange Lieblingslaufstrecke der Hamburger rennen sehen kann. Hier werden große Ziele verfolgt. Und wieder verworfen.

© Giphy

1. Der Einmal-pro-Jahr-Läufer

Die wohl sympathischste Spezies der Alsterläufer: Er sieht aus, als hätte er kurz seinen sonntäglichen Netflix-Marathon pausiert und sich von der Couch samt Jogginghose direkt in seine alten Hallenturnschuhe gerollt. Er dreht nach zehn Minuten entkräftet um, und schwört sich: Nie wieder.

2. Der Stinker

Mhm, schnupper mal, es riecht nach Frühling! Nein, nicht nach Blumen. Nach altem Schweiß in Baumwolle.

3. Der hochgerüstete Laufanfänger

GPS-Laufuhr: 500 Euro.

Laufschuhe: 150 Euro.

Funktionsoutfit: 200 Euro.

Mehr als einen Kilometer am Stück laufen: Unbezahlbar.

4. Der Insta-Läufer (m/w)

Gibt es in verschiedenen Ausführungen:

Typ 1 versucht 20 Minuten lang das perfekte Selfie im Sonnenaufgang auf der Krugkoppelbrücke zu schießen. #startyourdayright.

Typ 2 verabredet sich mit anderen Insta-Läufern am Cliff zum “shooten” und ist dabei allen im Weg, die tatsächlich mehr als 10 Meter laufen möchten.

Und Typ 3 moderiert fröhlich schnaufend seinen kompletten Lauf für seine Insta-Story.

5. Der Alsterrunning-Rekordjäger

Immer auf der Jagd nach einer Bestzeit: Du erkennst den Alsterrunner an seinem in den Schuh geschnürten Laufchip. Und daran, dass er dich lieber über den Haufen rennt als von der Ideallinie abzuweichen.

6. Das Alster-Urgestein

Mit dem letzten Alster-Urläufer werden auch Trainingsanzüge aus Ballonseide sterben. Aber noch ist es nicht soweit – denn wer seit 80 Jahren um die Alster rennt, ist zäh. Außerdem ist dem Urgestein sowohl sein Outfit als auch sein Tempo herzlich egal. Und das ist wunderbar erfrischend.

7. Das Model

Die Schnürsenkel passen farblich zu den Kopfhörern, das offene Haar weht im Wind und von Schweiß keine Spur. Bitte wie macht ihr das und wo kann man das lernen?

8. Die walkende Mutti/der walkende Vati mit Kinderwagen

Das Problem an Mutti/Vati mit Kinderwagen ist nicht die Mutti/Vati mit Kinderwagen. Das Problem ist, dass Mutti/Vati mit Kinderwagen ein Rudeltier ist und so regelmäßig größere Staus verursacht. Besonders ärgerlich für den Alsterrunning-Rekordjäger.

9. Der Ultramarathon-Läufer

Der Ultra-Läufer möchte nicht hier sein. Aber er kommt auf seinem 50km-Trainingslauf einfach nicht drum herum, ein bis vier Alsterrunden einzulegen, wenn er innerhalb der Stadtgrenze bleiben will. Erkennungsmerkmal: Abgewetzter Laufrucksack und ein leicht manischer Gesichtsausdruck.

10. Der Stretcher

“Uff, erstmal dehnen. Dehnen ist wichtig! Nein, nein, ich könnte auch weiterlaufen wenn ich wollte.”

Nee, klar.

11. Der Fitnessproll

Wenn Cardio auf dem Trainingsplan steht, dann wirft sich der Fitnessproll in sein knappstes Muskelshirt und stürzt sich ins Getümmel. Jede Bank wird für ein paar Dips, jede Workout-Station für ein paar Klimmzüge genutzt. Nicht ohne lautstarkes Stöhnen – soll schließlich jeder mitkriegen, wie hart seine starken Muskeln gerade arbeiten.

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