11 Dinge, über die Hamburger sich immer wieder ärgern

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Eigentlich war der Tag gut: Du und deine Kollegen hattet keine Reibereien, das Kantinenessen war mal nicht unter aller Kanone und draußen scheint sogar mal die Sonne. Dass jemand am Schlump für wenige Sekunden auf der linken Seite der Rolltreppe steht(!), lässt dich aber völlig die Nerven verlieren.

Tagtäglich passieren Dinge in Hamburg, die uns völlig auf die Palme bringen. Ob es sich wirklich immer lohnt, ist eine andere Frage. Wir haben 11 Dinge gesammelt, die unsere dunkelste Seite zum Vorschein bringen, auch wenn es sich nicht lohnt. Nie.

1. Das Horner-Kreisel-Fegefeuer

Es ist nicht möglich. Es geht nicht. Niemals: Im Horner Kreisel beim ersten Anlauf die richtige Ausfahrt zu erwischen. Da will man eigentlich nur Richtung Innenstadt düsen und befindet sich auf dem direkten Weg nach Lübeck. Wer sich einmal in die Untiefen des Horner Kreisels verirrt, wird nie wieder froh. NIE WIEDER!

2. Der In-die-U-Bahn-Einsteiger-bevor-man-ausgestiegen-ist-Arsch

Kein Grund zur Gewalt aufzurufen. Wenn man aber schon in den Startlöchern steht, um die Bahn zu verlassen, und vor dir steht schon eine undurchlässige Wand an Touristen sich aufbaut, ist es durchaus legitim, die Hindernisse einfach wegzurempeln. Andererseits: ein simples "Sorry, darf ich bidde kurz durch?" könnte auch funktionieren – wäre aber zu einfach.

3. Der Business-Call in der S-Bahn

Als wär die S-Bahn ein Ort der Meditation und Selbstfindung: Keine Ahnung was die Ansprüche der Fahrgäste der S-Bahn sind, aber wenn ein Schlipsträger, der direkt vom Flughafen kommt sein nigelnagelneues iPhone X auspackt, um irgendeinen Immobilien-Deal in München einzutüten, dann gibt es kein Halten mehr.

4. Die 14-Jährigen im Bus, die laut 187 hören

"Wir sollten einfach über Lautsprecher hören, wie Gzuz von seinem Fuhrpark und BonezMC von Hustensaft-Sprite erzählt. Wen sollte das schon stören?". Nein, mal ganz im Ernst: Wie kann man so wenig Feingefühl besitzen? Ok, sie sind ja noch Kinder, aber auch Kinder darf man mal kacke finden. Sorry.

5. Der Besoffene auf der Reeperbahn

Hans Albers hat den nächtlichen Kiez-Rundgang so beschönigt wie nur möglich besungen. Die Realität sieht anders aus: Besoffene auf der Reeperbahn riechen nach Suff, können nicht mehr gehen und der nächste Schluckauf, könnte in einer Fontäne aus halbverdautem Döner mit Korn enden. Wir empfehlen: Slalom-Laufen um Betrunkene. Wirkt wahre wunder – es sei denn, ihr seid die mit dem Schluckauf.

6. Der Schienen-Ersatz-Verkehr

Mietpreiserhöhung, Pegida in Hamburg, Schienen-Ersatz-Verkehr. Welcher dieser drei Dinge gehört hier nicht rein? Der SEV in Hamburg wird so wahrgenommen, als müsste man Kilometerweit mit einer Pferdekutsche durch die Prärie fahren. Bleibt entspannt: der SEV nervt zwar, der HVV wird aber einen guten Grund haben.

7. Den neuen Burger-Laden in der Schanze

"Schooooon wieder?" denkst du dir, als du den neuen fancy Laden entdeckst. Auf der Liste der Dinge, in die man sich wunderbar reinsteigern kann, stehen neue, "coole" Restaurants in Hamburg verdammt weit oben. Aber Hamburg nur mit Fischbrötchen und Currywurst? Ist doch auch langweilig...

8. Die Schlagermove-Muddis in der U-Bahn

Sie sind laut, sie hören Wolle Petry über ihr Smartphone und haben sicherlich Florian Silbereisens Gesicht einmal quer über den Rücken tätowiert. Einmal in Jahr kommen aus jedem Kaff der Republik bierdurstige Hippies zusammen, um sich einmal komplett zum Affen zu machen. Gut gelaunte Menschen haben uns noch nie so wütend gemacht. Trigger-Warnung Level: Wendler.

9. Der Links-auf-der-Rolltreppe-Steher

"Das hat mir meine Mudder schon als Kind beigebracht!" ertönt eine wütende Stimme am Schlump. Gemeint ist der Typ, der mit seinem Koffer links auf der Rolltreppe steht. Er würde es bestimmt bereuen, wenn er wüsste, das er dir gerade fünf Sekunden deiner Lebenszeit geklaut hat. Fünf! AAAHHH!!

10. Der, der die Sitze mit Koffern zustellt

Zwei Riesen-Koffer voller Hard-Rock-Café-Mallorca-Shirts und billigem, spanischem Kräuterlikör, den sie sich noch am Flughafen haben aufschwatzen lassen. Genau diese beiden Gepäckstücke sind gerade da, wo du sein solltest. Zu sagen "Ich würde mich da gerne hinsetzen" wäre zu viel verlangt. Schau doch einfach grimmig in die Luft.

11. Der mit dem Handy in der Hand auf Konzerten

Warum sollte ich auch auf die Bühne gucken wollen, wenn ich genauso das Konzert auch auf einem 12cm langen Bildschirm schauen kann? Mir fällt kein Grund ein. Wirklich gar keiner. Dass dir langsam Dampf aus den Ohren kommt, bekommst du gar nicht mit.