Japanische Nudelsuppen schlürfen bei Momo Ramen in Eimsbüttel

© Anastasia Rastorguev

Wer kennt das nicht? Da probiert man ein neues Gericht im Ausland und es schmeckt so wundervoll, dass man es immer und immer wieder isst...bis man nach Heimat Hamburg zurückkehrt und vor Craving fast umkommt. Oder...einfach selbst einen Laden aufmacht und besagtes Gericht serviert!

Genau so haben es Vena Steinkönig und Valentin Broer gemacht, beide keine Japaner, aber süchtig nach Ramen, da viel in Japan gefuttert. Et voilà, war Momo Ramen da – und wir Glücklichen dürfen authentisch japanische Ramen nun mitten in Hamburg genießen.

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Doch halt, wer ist Momo?

Momo ist ihre Kriegerin, wie die Jungs erzählen – sie schmückt das Logo und war eine mutige weibliche Samurai. Und so verbinden sie in ihrem (überraschend großen) Laden alles, was sie selbst lieben: Kunst (jeder der vier Räume wurde von einem anderen Künstler bemalt, darunter die Pariser Graffiti-Crew The Bullshitters), Hip-Hop-Beats (beide Jungs leben für Hip Hop), gute Drinks (im Souterrain des Restaurants ist eine Bar) uuuuuund natürlich Ramen.

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Ramen “straight Tokyo Style”

Die tiefen Teller werden hier mit sieben Variationen von Ramen gefüllt: einer kräftigen Brühe mit Weizennudeln, die in Japan als Fast Food gegessen wird (“ein Japaner kommt rein und schlürft die Nudeln in zwei Minuten aus”, erzählt Vena). Um geschmacklich möglichst nah an die japanischen Originale zu kommen, importieren die Jungs sogar einen Großteil der Zutaten aus dem Land der aufgehenden Sonne.

Alle Brühen und Fonds kocht Chefkoch Valentin selbst, die Nudeln werden von einem ausgesuchten Ramen-Lieferanten zugekauft. Wir durften drei Ramen probieren: Shoyu, eine milde Hühnerbrühe, gewürzt mit Sojasauce, serviert mit Ei, Bambussprossen, Lauch und Chicken, schmeckte angenehm kräftig, wärmte richtig gut und hat genau auf den Punkt satt gemacht (unser Favorit).

Als zweites kosteten wir die Tantamen mit scharfem Tofu-Hack und Frühlingslauch – sie war etwas deftiger und erinnerte geschmacklich an Tom-Kha-Gai.

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“Japaner lieben es fettig und sie lieben Schwein!”

Als drittes wurde die sehr deftige Tonkotsu probiert, eine stundenlang eingekochte Schweinebrühe, die in Japan mit am beliebtesten ist (“Japaner lieben es fettig und sie lieben Schwein”, so Vena), allerdings sehr intensiv nach Schwein schmeckt – und damit vermutlich eher was für Liebhaber ist.

Neben Ramen kann man auch verschiedene Vorspeisen snacken wie Kimchi (eingelegter scharfer Chinakohl), spicy Edamame und Gyoza-Teigtaschen mit Huhnfüllung, bevor man den tiefen Löffel in den Ramen-Teller steckt.

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Sake und Hip Hop

Und für die gute Stimmung gibt’s neben feinen Hip Hop Beats noch feinere Drinks: richtig guten Sake trinkt man hier wie in Japan aus einem Holzfaß. Und die Cocktail-Eigenkreationen wie der “Lazy Morgenthaler” mit Rum, Ginger Beer, Limette und 5 chinesischen Gewürzen sind so lecker, dass sich der Abstecher auch dann lohnt, wenn man keine Ramen mag. Oder glutenfrei isst. Aber dann könnte man sich seine eigenen Nudeln einfach mitbringen und die Jungs schmeißen sie auf Wunsch in ihre Brühen. Bei so wunderbaren Gastgebern kommt man doch gerne wieder!

Unbedingt probieren: Shoyu Ramen zu essen (Hühnerbrühe mit Nudeln, Bambus, Ei und Lauchzwiebeln) und den Lazy Morgenthaler zu trinken (Rum, Ginger Beer, 5 chinesische Gewürze und Limette).

Veggie & Vegan: Es gibt auch vegane und vegetarische Ramen (Miso Soy Ramen ist eine Gemüsebrühe mit Sojamilch, Veganer bestellen sie ohne Ei). Wer’s glutenfrei mag, kann seine eigenen Nudeln mitbringen und die in die Brühen werfen lassen.

Mit wem gehst du hin? Mit allen, die Ramen mögen - oder gern mal eine andere Suppe als Pho essen würden. PS: wann macht eigentlich der erste klassische Hühnersuppen-Pop-Up auf?

Beste Zeit: Der Laden ist ziemlich groß, mit 4 abgetrennten Räumen - noch findet man beim Vorbeigehen ein Plätzchen.

Besonderheit des Ladens: Die Wandbemalungen der Pariser Künstler sind der Hammer - am besten selbst überzeugen!

Lärmfaktor: Wer hat denn bitte was gegen feinste Hip Hop Beats? Eben.

Preise: Die Vorspeisen kosten zwischen 4 und 8 Euro, Ramen zwischen 11 und 13 Euro.

Momo Ramen | Margaratenstraße 58 | Dienstag - Sonntag: 18:00-22:00 Uhr | mehr Info

Für dieses Artikel wurden wir freundlichst von Momo Ramen zum Essen eingeladen. Dies hat unsere Meinung nicht beeiflusst.

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