Ehrliche Namen: Wie diese 11 Hamburger Läden wirklich heißen sollten

© Andreas Baur

Mit der Benennung von Lokalitäten ist es so eine Sache: die Einen, wie zum Beispiel Friseursalons, haben sich auf Wortspiele spezialisiert, während Eckkneipen Namen tragen, in denen der schale Biergeschmack schon seinen Schatten vorauswirft. Manche Namen benötigen jedoch eine Übersetzung - die potentiellen Besucher*innen schon im Voraus klar macht, was sie im Inneren erwartet. Wie immer für euch in elf Beispielen die nur ein kleiner Ausschnitt der Hamburger Ladenwelt darstellt.

1. Volkspark Stadion - Keinerfolgspark

© QSC AG via flickr CC-BY 2.0

Jetzt ruhig Blut bewahren, liebe HSV-Fans. Wäre doch eine gute Möglichkeit mit etwas Selbstironie zu glänzen - wenn schon nicht mit Punkten.

2. Fischauktionshalle - Dicht-Auktionshalle

© Kevin Goonewardena

Wir wissen alle: Was in der Fischauktionshalle morgens passiert, das bleibt in der Fischauktionshalle (weil sich niemand mehr daran erinnern kann. Besser so). Wer noch irgendwie sprechen und oder laufen kann, der versucht hier dann nochmal sein Glück. Fisch gibt’s hier ja sowieso schon lange keinen mehr - außer auf einem Brötchen mit zu viel Zweibeln.

3. Katze - Rollig auf Caipi

Die Schanze ist ja über die Jahre zu Hamburgs Tinder-Hotspot Nummer Eins herangewachsen - und das nicht etwa, weil hier die geilsten aller Hamburger*innen leben. Sondern weil hier die Läden sind, in denen Tinder-Dates stattfinden. Besonders beliebt ist die Katze - denn dort ist es nicht nur so brechend voll, dass man sein Gegenüber nicht versteht, sondern auch der Caipi in der HappyHour sehr billig. Das löst Zunge, Hemmungen und betäubt auch sonst ganz gut.

4. Heinrich-Herz-Turm - Machtbaldwiederauf-Tower

© Maria Kotylevskaja

Wenn es eine Meldung gibt, die monatlich in Hamburger Tageszeitungen auftaucht und immer wieder die Gemüter heiß laufen lässt, dann ist es “Telemichel soll in den nächsten drei bis vier Jahren neu eröffnet werden, Investor gesucht”. Und das kontinuierlich seit zehn Jahren.

5. Barefood Deli - The best water in Town

Til Schweigers Stern am Gastrohimmel scheint so hell, dass Til immer aussieht, als sei er gerade frisch aus dem Solarium gekommen. Und weil wir Til so lieben wie er ist, lieben wir auch sein Wasser. Denn es ist das Beste der Stadt. Und das Teuerste. Aber gefiltert. Also gönnen sie sich!

8. Noho - No Go

Du stehst nicht auf: eine unendliche Schlange, Menschen, die für 500€ Vodkaflaschen kaufen, die dann mit Wunderkerze serviert werden, billige Anmachversuche - dann ist das Noho ein NoGo. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich sehr verschieden.

9. Toastbar - Luftanhaltbar

Hey, nicht aufregen - wir lieben die Toastbar. Nur lieben wir sie besonders dann, wenn man drinnen sitzen und atmen gleichzeitig kann. Das ist nur leider selten der Fall, weshalb ein ehrlicherer Name sicher die ein oder andere Enttäuschung verhindern könnte.

10. Wodka Bombe - Wodka Bombe

© Andreas Baur

Wenige Läden sind so ehrlich, wie die Wodka Bombe. Hier hat man scheinbar aufgegeben so zu tun, als wäre man etwas anderes als ein billiger Laden mit noch billigeren Getränken dessen Existenz nur dazu da ist, Touris in den Absturz zu drängen.

11. Herz von St. Pauli - Schmerz von St. Pauli

Als Hamburger schmerzt uns so einiges, was auf St.Pauli passiert. Am heftigsten zucken wir jedoch immer wieder zusammen, wenn Touri-Fallen sich Namen geben, denen sie nicht einmal im geringsten gerecht werden.

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