Artvergnügen #17 - 11 Kunsttipps, die ihr im Dezember nicht verpassen solltet

Das Jahr rast auf 2018 zu. Die meisten befinden sich bereits im Weihnachtsstress und müssen den Kater der Weihnachtsfeier noch verarbeiten und ehe man sich versieht ist Weihnachten und der Jahreswechsel um und „Bumm“ ist schon wieder ein neues Jahr am Start. Aber was ist alles in diesem Jahr passiert? Für Hamburg mit dem G20 Gipfel ein ereignisreiches Jahr. Gönnen wir uns doch ein bisschen Zeit für Reflexion, Perspektivwechsel und Entschleunigung mit Kunst und Kultur, bevor das Jahr seinen Lauf nimmt.

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© Masayoshi Sukita David Bowie – 40 Jahre „Heroes“

David Bowie eine musikalische Koriphä und eine Kunstfigur über seine Lebzeiten hinaus. Er war Musiker, wandelbarer Schauspieler und revolutionärer Allround-Künstler. Die Ausstellung zeigt intime Einblicke in die frühe Schaffensphase des Künstlers als „Ziggy Stardust“ und „Thin White Duke“ in den 70er Jahren. Porträtiert wurde er von Masayoshi Sukita, einem japanischen Fotografen, der in Bowie früh seine Muse fand und ihn über 40 Jahre bis hin zu seinem Tod fotografisch begleitet hat.

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© Stefan-Marx Fedex Künstlerbücher

Das Künstlerbuch als Kunstwerk. Die Kunsthalle präsentiert mit der kommenden Ausstellung „Künstlerbücher. Die Sammlung“ erstmals eine Auswahl der bekanntesten Publikationen aus ihrer Sammlung. Sie sind auf die Werke der Minimal Art und Konzeptkunst zurückzuführen, in denen Künstler wie Sol LeWitt, Ed Ruscha und Lawrence Weiner in den 1960er und 1970er Jahren ihre seriellen und konzeptuellen Ideen in das Medium Buch umsetztenIn ganz unterschiedlichster Weise und unter Einbezug anderer Medien sind über das Buchformat hinaus ganz individuelle und kreative Formen entstanden. Verschiedenste Techniken wurden angewandt, um dem Werk seine Gestalt zu geben. Zugleich wird die Kunst für jedermann erschwinglich und verliert damit ein Stück weit seine hierarchisierende Wirkung. Wie kaum ein anderes künstlerisches Medium steht das Künstlerbuch daher auch für die Demokratisierung von Kunst. In der Ausstellung werden ergänzend zu den Publikationen Kunstwerke aus der Galerie der Gegenwart und dem Kupferstichkabinett gezeigt, die in einem direkten Zusammenhang mit den Veröffentlichungen stehen.

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© Alice Neel via Deichtorhallen Alice Neel: Painter of Modern Life

Eine der bedeutendsten Malerinnen aus Amerika des 20. Jahrhunderts ist definitiv Alice Neel. In ihren ausdrucksstarken, psychologisch-tiefgründigen Bildern hat sie den Wandel dieser Zeit festgehalten. Zum Kern der Person, dringt Neel durch ihren einfühlsamen Blick vor. Sie bezeichnete ihre Werke als Menschenbilder und widmete ihr Hauptwerk der Portraitmalerei.

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© Museum für Kunst und Gewerbe Tiere: Respekt / Harmonie / Unterwerfung

Die Ausstellung Tiere im Museum für Kunst und Gewerbe behandelt das unausgeglichene Verhältnis von Mensch und Tier in Wissenschaft und im alltäglichen Leben. Dabei wird eine Sensibilisierung, aus der Perspektive der Kunst heraus, für die Chance einer respektvollen Koexistenz angestrebt. Mit 200 nationalen und internationalen Leihgaben sind Künstler wie Ai Weiwei, Paul Klee, Alexander von Humboldt und etliche mehr vertreten. Im Mittelpunkt steht selbstverständlich das Tier. Doch wie äußert sich das Verhältnis von Mensch und Tier in der Kunst, welche Darstellungsformen wählen Künstler und sind diese real oder utopisch? Über die Ausstellung hinaus beschäftigt sich das Museum für die Laufzeit der gesamten Ausstellung im ganzen Haus mit dem Thema „Tiere“. Somit sind in den unterschiedlichen Abteilungen „Satelliten“ verteilt, die immer wieder Bezug auf das Sonderausstellungsthema nehmen.

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© Peter Bialobrzeski via Deichtorhallen Hamburg Peter Bialobreszki: Die zweite Heimat

Peter Bialobrzeski ist einer der bekanntesten und international erfolgreichsten deutschen Fotografen der Gegenwart. Seine neue Werkserie „Die zweite Heimat“ wird vom 8. September im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg als Auftakt der neuen Ausstellungsreihe „Hamburger Helden“ gezeigt.

Die Werkserie „Die zweite Heimat“ ist die Fortsetzung seines Projektes „Heimat“, das erstmals 2005 publiziert wurde. Zwischen 2011 und 2016 reiste Peter Bialobrzeski dafür durch Deutschland und kam mit 30.000 Belichtungen von Orten und von Unorten zurück. Er war unterwegs in Andernach, Berlin, Bottrop, Eisenhüttenstadt, Hamburg, Hagen, Haßloch, Meißen, Frankfurt, Offenbach, Wolfsburg, vor allem aber im weiten Dazwischen, im Fremdvertrauten eben, wo sich Garagentore, Laternen und Tankstellen aneinanderreihen.

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© Büke Schwarz Büke Schwarz – Goodbye Sanity

Büke Schwarz zeigt zum ersten Mal in der Ausstellung  „Goodbey Sanity“  ein Teil ihres künstlerischen Werkes in Hamburg. Darunter befinden sich Malerei, Videoinstallation und Drucke in verschiedenen Ausprägungen wie Radierung, Siebdruck, Linolschnitt und Prägedruck, die sie innovativ verwendet und kombiniert. Schwarz studierte Malerei und Grafik von 2008 bis 2014 an der Universität der Künste in Berlin. Ihr Talent wurde mit verschiedenen Stipendien und Preisen gefördert. Im Anschluss studierte sie bis 2017 Video Kunst. Die Werke und Installationen kommen düster und beeindruckend daher. Wer auf der Affordable Artfair aufmerksam nach Talenten Ausschau gehalten hat, kennt vielleicht die eine oder andere Arbeit der Berliner Künstlerin. Die Vernissage findet am 02. Dezember um 19:00 Uhr in der Hollstein Mueller Galerie statt.

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© NORDWIND | Screenshot via Facebook Festival NORDWIND

Schon seit sechs Jahren wird Kunst in verschiedenen Formen vom Festival NORDWIND auf Kampnagel gezeigt. Bis jetzt wurden Performances, Tanz und Musik aus nordischen und baltischen Ländern präsentiert. Das ändert sich dieses Jahr, denn diesmal werden Künstler*innen aus arktischen und afrikanischen Orten nach Hamburg kommen. Zum Thema „Songs of a melting iceberg – Displaced without moving" wird die neue Generation von Künstler*innen sich mit Fragen nach Fremdheit, Identitäten und Heimat beschäftigen.
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© Tobias Hoops Ein Jahr Bunkerhill

Ein Jahr Bunkerhill Galerie an der Feldstraße in St. Pauli. Das wird mit einer Gruppenausstellung gefeiert. Am 02. Dezember feiert die Bunkerhill Galerie mit Künstlern, Freunden und allen Interessierten das einjährige Jubiläum. Die Kuratoren haben eine fabelhafte Auswahl getroffen und 13 Künstler werden ihre Werke präsentieren. Das Highlight der Ausstellung soll der Schweizer Michael Flume sein. Ein Filmemacher, der für seinen Stummfilm auf den internationalen Festivals die Preise abräumte. Sein Werk wird in der Bunkerhill Galerie zum ersten Mal in Hamburg gezeigt. Die Türen öffnen sich um 18.00 Uhr, der Film startet um 19:00 Uhr und anschließend gibt es noch eine Performance und mehr.

  • BUNKERHILL Galerie
  • Feldstraße 66
  • 03. Bis 20. Dezember 2017, Mi bis Fr 12:00 bis 18:00, Sa 12:00 bis 15:00
  • Eintritt: frei
  • Mehr Info
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© Volker März Volker März – Horizontallist

Die Stern-Wywiol Galerie zeigt eine Ausstellung von Volker März. Der Künstler beschäftigt sich mit der Dialektik von Himmel und Hölle. Das eine bedingt das andere und zerrt den Menschen zwischen zwei Polen. Die Hölle symbolisiert für ihn das eigene Denken, die Kreativität, Träume und Erkenntnisse und das Paradies wiederum verkörpert die Unschuld und bedingungslose Liebe. Mit seinen bemalten Tonfiguren, Bildern, Texten und Filmsequenzen hinterfragt Volker März gegenwärtige Verhältnisse und überprüft Gegebenheiten auf ihre Unabdingbarkeit. Er stellt unser Zivilisiertsein in Frage und gibt mit seinen Horizontalisten, die sich von den Zwängen der Welt befreit haben, zukunftsweisende Antworten.

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© Václav Pluhař via Unsplash Die Geburt des Kunstmarktes. Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und die Künstler des Goldenen Zeitalters

Rembrandt, Ruisdael und van Goyen sind euch vielleicht ein Begriff, wenn der eine oder andere sich mal mit dem goldenen Zeitalter der Niederlande beschäftigt hat. Vielleicht sagt euch der Name Rembrandt auch was, weil ihr den Film „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ gesehen habt. Aber vielleicht ward ihr auch im Rijksmuseum in Amsterdam und habt das niederländische, goldene Zeitalter in seiner Prächtigkeit schon längst studiert. Für alle, die das bisher noch nicht getan haben, bietet das Bucerius Kunst Forum eine Themenausstellung zur Geburt des Kunstmarktes im Goldenen Zeitalter der Niederlande. Die Ausstellung zeigt, wie gesellschaftliche Veränderungen in den Niederlanden des 17. Jahrhundert einen neuen Kunstmarkt und eine eigene Kunst etabliert haben. Das Handwerk des Künstlers war damals viel Wert und ein weitverbreiteter Beruf. Lasst euch inspirieren und begebt euch auf die Entdeckung der niederländischen Kunstgeschichte. Ein Schmaus für die Sinne wird es auf jeden Fall sein.

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© Hanseatische Materialverwaltung | Screenshot via Facebook Fünfter Winterbasar der Hanseatischen Materialverwaltung

Auch in diesem Jahr findet ein Winterbasar der Hanseatischen Materialverwaltung wieder statt. Am Wochenende vom 08. bis 10. Dezember wird es wieder was zu stöbern geben. Natürlich wird das Ganze mit guter Musik, warmen Glühwein und wunderbaren Essen begleitet. Also packt die ganze Familie ein und auf geht’s ins Oberhafenquartier zum wohl nettesten und gemütlichsten Weihnachtsmarkt in Hamburg. Nebenbei könnt ihr im Fundus der Hanseatischen Materialverwaltung stöbern und das Zeug direkt mit nach Hause oder in euer Atelier nehmen. Heureka!

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