11 tolle Yoga-Studios, die dich auf Yogi-Kurs bringen

Es zwickt im Rücken, dauergestresst sind wir sowieso alle, und wieso war eigentlich der Frühling schon wieder schneller hier als der flache Bauch? Wir hätten da einen Lösungsvorschlag: Yoga. Das ist schon lange kein esoterisch-angehauchter Trend mehr, sondern Volkssport. Das haben wir spätestens gemerkt, als uns die Suchmaschine alleine für Hamburg über 200 Yogastudios ausgespuckt hat. Und auch die Bandbreite an Kursangeboten wächst zwischen schweißtreibendem Power-Yoga und enstpannendem Yin Yoga beinahe täglich an.

Damit ihr in der Flut an Angeboten nicht untergeht, haben wir uns die Yogamatte unter den Arm geschnallt und elf tolle Studios für euch herausgefischt. Hier ist für jeden etwas dabei – egal ob Anfänger oder Profi, Sportskanone oder Sofaheld. Also, auf die Matte, fertig, los!

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© Jan Philipp Beck Brücken schlagen bei Damn Good Yoga

Hier kommt sie, die Yoga-Oase mitten im Großstadttrubel! In einem ruhigen, grünen Hinterhof im Grindel-Viertel hat Nadine vor einem Jahr mit ihrem Yoga Studio „Damn Good Yoga” Einzug gehalten. Und der Name ist Programm! An einem furchtbar verregneten Samstagmorgen zaubert Sonnenschein Nadine in nur wenigen Minuten allen vierzig Kursteilnehmern ein breites Lächeln aufs Gesicht. Der Inhaberin ist der „Community-Gedanke” wichtig und so wird Yoga hier auch mal zum Teamsport. Jeweils zu zweit pushen wir uns durch die fordernden Übungen – und schon geht vieles leichter. Auch wenn nicht jede Stunde genau so abläuft, zeigt sich doch: Hier steckt jemand sehr viel Herz in die Kursgestaltung und versucht, so viel Abwechslung wie möglich in die Stunden zu bringen. Nadines Events rund um den regulären Kursplan, wie zum Beispiel Filmabende mit Popcorn, haben außerdem schon die Entstehung vieler neuer Yoga-Freundschaften zur Folge gehabt. Verdammt gut!

 

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© Jan Philipp Beck Yoga im Yogaloft

Achtung, Geheimtipp! Eine Yogastunde bei Doris fühlt sich ein bisschen an wie ein Nachbarschaftstreff unter guten Freunden, die zufällig zusammen Yoga machen und dabei eine Menge Spaß haben. Du klingelst unten, wirst an der Wohnungstür im Empfang genommen, ziehst dich im Badezimmer um und rollst deine Matte neben der Küchenzeile aus. Neben dir finden sich weitere Jungs und Mädels aus dem Viertel ein, man kennt sich. Nach einem kurzen Schnack über die Wochenendpläne legt Doris los: Sie kennt ihre Pappenheimer und weiß, in welchem Tempo sie die Stunden angehen kann. Im Gegensatz zu vielen anderen Studios lässt sie ihren Schülerinnen und Schülern viel Platz zum „Spielen” und eigenständigem Üben. Kopftstand? Kein Problem mit Hilfsmitteln wie einem Kopftstandhocker, Aerial-Yoga-Tüchern und dem Beistand der fröhlichen Italienerin, die seit 13 Jahren in Hamburg wohnt. Nach dieser Yogastunde hast du ordentlich Muskelkater und das Gefühl, einen echten Glückstreffer gelandet zu haben. Versprochen.

Angebot: Hatha-Yoga, Yin Yoga, Yoga Nidra, Pilates

Wen triffst du hier? (hauptsächlich) Mädels aus der Nachbarschaft zwischen 20 und 40

Extra-Vergnügen: Aerial Yoga, Personal Training

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Cafe-Klippkroog-Tea-Time (© Sarah Schafer)

© Sarah Schafer Yoga mit Tee bei Mattenzauber

Wenn du in entspannter, familiärer Runde, ohne Räucherstäbchen und Chichi, Yoga üben möchtest, bist du bei Anja goldrichtig: Schuhe aus, Tasse Tee eingegossen und erstmal noch mit den Mit-Yogis schnacken bevor es losgeht. Ganz entspannt. Anja begrüßt jeden der hereinspaziert mit Vornamen, denn ihre nette und ruhige Art zu unterrichten hat ihr schnell einen bunt gemischten Stammkundenpool beschert. „Mattenzauber” ist außerdem eines der wenigen Hamburger Studios, das Anusara Yoga unterrichtet. Anusara Yoga ist besonders gut für Anfänger geeignet. Jede Position wird ganz genau angesagt und immer wieder korrigiert. Anja holt in ihrem Unterricht wirklich jedem auf seinem Level ab und gibt handfeste Hilfestellung.

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© Jan Philipp Beck Flashh Boulderspot

Yoga in der Boulderhalle? Passt nicht? Aber Hallo! Denn zum Klettern braucht man nicht nur Kraft sondern auch eine große Portion Körperkontrolle und Beweglichkeit. Dass Yoga hier eine wunderbare Ergänzung ist, hat das FLASHH-Team früh erkannt und bietet im hauseigenen Yogastudio an sechs Tagen die Woche verschiedene Kurse an. Im Power-, Flow- oder Relax-Yoga übst du dich wahlweise in Kraft, Dynamik oder Flexibilität und Entspannung. Die Kursgröße variiert stark zwischen drei und dreißig und der Schwierigkeitsgrad wird natürlich an das Level der Teilnehmer angepasst. Da das Studio nicht schallgeschützt ist, hörst du zwar alles, was in der Boulderhalle so passiert (sonntags vor allem: Kindergeburtstage), aber gerade dadurch wird die Atmosphäre aufgelockert. Du musst dich hier weder anmelden noch Kletterer sein. Komm vorbei, lös einen Yogapass an der Rezeption und los geht’s!

Angebot: Power Yoga, Flow Yoga

Wen triffst du hier? sportliche, freundliche Jungs und Mädels zwischen 25 und 40

Extra-Vergnügen: Acro Yoga, Kombi-Ticket Yoga und Bouldern

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© Jan Philipp Beck Flying Yogi

Falls du bisher der Meinung warst, „Yoga ist nichts für mich, da sitzt man nur und atmet” gehen dir an dieser Stelle die Ausreden aus.  Denn beim „Flying Yogi” Nils in Altona wird nicht gesessen, hier wird geflogen! Naja, fast. Beim Anti-Gravity-Yoga schlägst du mit Hilfe einer Art Hängematte der Schwerkraft ein Schnippchen. Nils war der erste Aerial-Yoga-Anbieter in ganz Deutschland und dass er den Spaß an seiner Arbeit immernoch nicht verloren hat, merkst du ab der ersten Minute. Er hilft dir, bekannte Yogaübungen (wortwörtlich) aus einem ganz anderen Licht zu sehen und fordert somit noch einmal ganz andere Muskelgruppen heraus. Aerial Yoga ist sowohl für blutige Anfänger als auch erfahrene Yogis gleichermaßen geeignet. Es lohnt sich in jedem Fall, denn seien wir mal ehrlich, wir lassen uns heute viel zu selten kopfüber von der Decke baumeln.

Angebot: Aerial Yoga, Power Yoga

Wen triffst du hier? bunt gemischtes Altonaer-Publikum jeder Altersstufe

Extra-Vergnügen: Lehrerausbildung

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© Anna Jurkovska via Shutterstock Schwitzen beim Bikram City Yoga

Heiß, heiß, Baby! Wenn du dich immer schon gefragt hat, wieviel Schweiß ein Mensch eigentlich in 90 Minuten verlieren kann, dann ist Bikram Yoga für dich genau richtig. Hier wird die Temperatur im Studio auf kuschelige 40°C erhöht, so dass dir bereits ab der ersten Minute der Schweiß auf der Stirn steht. Das erste Ziel beim Bikram-Yoga ist es, für die gesamte Kurszeit von 90 Minuten im Raum zu bleiben. Klingt easy? Ist es aber nicht. In unseren nördlichen Breitengraden sind wir solche Temperaturen schließlich kaum gewohnt und oft setzt bei einer ungewohnten Belastung erstmal der Fluchtreflex ein. Hast du diesen allerdings im Griff, kannst du dich an die 26 Übungen wagen, die das Bikram-Programm vorgibt. Der Kurs beschränkt sich auf langsame, sanfte Bewegungen – deine Energie will gut eingeteilt sein. Großes Plus: Durch die hohe Temperatur lockern sich die Muskeln deutlich besser als normal, und das Verletzungsrisiko tendiert gegen Null. Im Bikram Studio in St.Georg trifft sich außerdem ein bunt gemischtes Publikum, das auch Einsteiger wunderbar aufnimmt. Fazit: Bikram Yoga liebst du oder hasst du.

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© Jan Philipp Beck Bewegung bei Power Yoga Germany

Hamburgs größtes Yoga-Angebot klingt zunächst wie ein Franchiseunternehmen, ist es aber nicht. Die zwei Power Yoga Germany Studios in Hamburg werden seit zehn Jahren von Dirk Bennewitz und seiner Frau geführt und bieten das wohl größte Yoga-Angebot der Stadt. An 365 Tagen im Jahr unterrichten sie ein sehr kraftvolles, dynamisches Yoga. Hier werden alle Muskelgruppen aktiviert und jeder hat die Möglichkeit, sich richtig auszupowern. Dirk beschreibt seinen Unterrichtsstil selbst als “eher rustikal” doch auch bei seinen Kursen gilt: Alles kann, nichts muss. Wenn du dich mit Yoga fit halten möchtest, aber keine Lust auf Räucherstäbchen und Mantra-Gesänge hat, bist du hier bestens aufgehoben. Das Studio in Winterhude bietet Platz für über 70 Yogis, wobei die Kurse meist zu gleichen Teilen von Stammkunden und Neueinsteigern belegt sind.

Angebot: Power Yoga, Yin Yoga

Wen triffst du hier? sportfreudige Männer und Frauen jeder Altersstufe

Extra-Vergnügen: Extra Rückenkurse, Workshops

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© Jan Philipp Beck Bewegung bei Yoga Moves

Die Auswahl eines Studios in Ottensen für diese Liste fiel nicht schwer, schien doch ganz Ottensen im Studio von Saranya und Jörn ein- und auszugehen. Und zu Recht, wie ich feststellen musste. Denn hier gibt es sehr gutes Hatha-Yoga für Alle, ganz ohne Schnickschnack. Die Klassen heißen „Open” oder für Einsteiger „Open Easy” und sind tatsächlich immer voll. Umso beeindruckender, dass Saranya sich die Namen aller Kursteilnehmer merken kann und so jeden ganz gezielt korrigieren kann. Das Yoga Moves hatte mit fast 50-50 übrigens die mit Abstand größte Männerquote aller getesteten Yogastudios! Erklären lässt sich das vermutlich damit, dass hier regelmäßig Einsteiger-Workshops nur für Männer stattfinden.

 

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Der innere Frieden bei Yoga4Surfers

Ja, ich gebe zu, es war vor allem das „Surfer” im Namen, das mich in das kleine Winterhuder Studio gezogen hat. Surfen find ich gut, Surfer noch besser. Auf der Homepage wird allerdings explizit  gesagt, dass auch Nicht-Surfer willkommen sind. Yoga ergänzt einfach jede Sportart prima. Ein wenig enttäuscht bin ich trotzdem, als in meiner Probestunde kein waschechter Surfer auftaucht. Aber die Enttäuschung hielt nur bis zum Kursstart, denn hey – immerhin unterrichtet Eric auf Englisch! Fast fühle ich mich an die Kalifornische Küste versetzt. Bei der Basic-Yoga-Stunde kommst du in jedem Fall ordentlich ins Schwitzen, dank der dynamischen Übungen und vielen Wiederholungen bis eine Position gut sitzt. Auch wenn Männer in den regulären Kurse gerne gesehen sind, gibt es hier sogar einen reinen Männerkurs. Kursname: „Wilde Kerle – der Yogakurs für echte Hamburger Männer ”. Na, denn man tau, Jungs!

Angebot: Vinyasa Flow, Basic Yoga

Wen triffst du hier? Männer und Frauen 30+, eher wenige Surfer

Extra-Vergnügen: Männer-Yoga, Personal Training, Kurse auf Englisch (bei Eric)

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© Jan Philipp Beck Sportlich sein im SUP Club Hamburg

Yoga auf der Matte ist dir zu langweilig? Dann schnapp dir doch ein Stand-Up-Paddle-Board und verleg deine Übungen auf die Alster. Der SUP-Club Hamburg startet im Mai wieder mit regelmäßigen SUP-Yogakursen auf unserem Lieblingsbinnengewässer. So lange sich die Wassertemperatur noch nicht auf Sommerniveau aufgeheizt hat, kannst du zusätzlich zum Board auch einen Neoprenanzug leihen. Denn es wird garantiert wackelig während des Kurses! Der Ablauf unterscheidet sich kaum von einem Kurs im Studio, auch auf dem Wasser werden Atemübungen, Balance- und Kräftigungsübungen sowie Meditation gemacht. Dazu gibt es aber noch frische Luft, zwitschernde Vögel und das sanfte Plätschern der Alster gratis dazu. Win-win!

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© Jan Philipp Beck Yoga an der Alster im Café Barca

Wenn du dich zum Yoga noch nicht auf das Stand-Up-Paddle-Board traust, aber trotzdem Alsterluft schnuppern möchtest, bist du bei „Yoga an der Alster” genau richtig. Ab Mai kannst du mit dem Team des Yogastudios aus St.Georg auf dem Steg beim Café Barca mit ein paar Sonnengrüßen unter freiem Himmel in den Tag starten. Die Kurse gehen jeweils eine Stunde, so dass du noch rechtzeitig zur Arbeit oder in die Uni kommst. Und obwohl einen echten Hamburger „so ein bisschen Wetter” nicht aus der Ruhe bringt, solltest du am Tag vor dem geplanten Kurs unbedingt den Stegwetterbericht auf der Homepage checken. Bei schlechten Bedingungen muss das Outdoor-Yoga nämlich ausfallen. Ist das der Fall, kannst du aber immer noch auf das Alsterschiff ausweichen, ein weiteres Angebot von „Yoga an der Alster”: Du schipperst zwei Stunden über die Alster und genießt dabei eine entspannte Hatha-Yoga-Stunde – garantiert ohne nass zu werden.

Angebot: Hatha-Yoga auf dem Alstersteg

Wen triffst du hier? Frühaufsteher!

Extra-Vergnügen: Yoga auf dem Alsterdampfer

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