11 Dinge, die ihr vermisst, wenn ihr Hamburg verlasst

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Aus Hamburg wegzuziehen – das bricht einem das Herz. Doch manchmal bleibt nichts anderes übrig und die Liebe, der Job oder die Ausbildung verlangen einen Ortswechsel. Und kaum hast du die Stadtgrenzen hinter dir gelassen, da fragst du dich: "Wieso hab ich da getan?!" Und all die kleinen und größeren Dinge, die einem vorher gar nicht so bewusst waren, vermisst man plötzlich ganz schrecklich. Uns geht das übrigens schon so, wenn wir mal eine Woche im Urlaub sind. Und euch?

1. Den Hafen

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Der Hamburger Hafen. Das ist Schiffe gucken, die Docks, Hafenrundfahrten und das Gefühl, den Weltmeeren ganz nah zu sein. Der Hafen ist wunderschön. Zu jeder Stunde, zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. Eben immer. Und wer beim Anblick der Kräne keine Tränen in den Augen stehen hat – der guckt eben nicht richtig hin. Das wohligste Gefühl aller Heimkommenden: Wenn einem die Kräne bei der Einfahrt aus Süden salutieren und sich dieses wunderbare Zuhause-Gefühl einstellt.

2. Alster und Elbe

Alster Hamburg
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Der Mensch besteht zu 70 Prozent aus Wasser, und Hamburger*innen aus noch ein paar Litern mehr. Denn in Hamburg ist man an jeder Ecke von Wasser umgeben. Ob am Elbstrand, den Alsterwiesen oder den vielen kleinen Fleeten – zurecht hat Hamburg mehr Brücken als Venedig. Wenn man dann plötzlich in einer anderen Stadt unterwegs fällt einem auf: Mensch, ist das trocken hier.

3. Den Klang

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Das nächtliche Wummern des Hafens, das Geschrei der Möwen und die Rummel-Ansager auf dem DOM: Hamburg hat seinen ganz eigenen Klang, der die Stadt zum großen Teil mit ausmacht. Und wenn die Geräusche auf einmal nicht mehr da sind, dann fehlen sie immens.

4. Der Kiez, Digga!

Hachja, die Reeperbahn. Lebt man in Hamburg, dann hält man sich tunlich fern von der "sündigsten Meile der Welt". Aber wenn man Hamburg erst einmal den Rücken gekehrt hat, bekommt man beim Anblick der blinkende Lichter in der Großen Freiheit direkt Herzklopfen und der Geschmack von einem Mexikaner, ist für einen Moment der schönste auf der Welt.

5. Die verrauchten Eckkneipen

Nirgendwo schmecken Astra, Mexikaner und Rhababsi besser als in Hamburgs Kneipen. Und wenn irgendwo anders auf der Welt Hans Albers gespielt wird, denkst du an deine Lieblingsspelunke und es treibt dir die Tränen in die Augen. Word!

6. Den Fischmarkt

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Ein morgendlicher Bummel über den Fischmarkt ist nicht selten der krönende Abschluss einer legendären Nacht. Es gibt wenig Orte auf dieser Welt, an denen es sicher besser Arm-in-Arm durch Touristenmassen flanieren, knutschen, betrunken frühstücken, das letzte Bier trinken, die letzte Zigarette rauchen oder Zimmerpflanzen kaufen lässt. Macht man viel zu selten, wenn man noch in Hamburg lebt. Und dann vermisst man es plötzlich schmerzlich.

7. Franzbrötchen

Franzbrötchen
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Ohhh, der süße, zimtige, klebrige Geschmack von Franzbrötchen. Dieses Gebäck ist das Beste, was einem am Morgen passieren kann. Und nirgendwo, weder in Kiel noch in Stuttgart, bekommt die richtige Mischung hin. Echte Franzbrötchen gibt es nur in Hamburg – it's a fact.

8. Die Größe der Stadt

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Hamburg hat einfach die perfekte Mischung: die Größe einer Weltstadt, in der jeden Tag etwas anderes los ist, aber doch Dorfcharakter. Ständig begegnet man bekannten Gesichter beim Feiern oder Kaffee trinken und mit dem Rad sind es maximal 30 Minuten bis zu den entferntesten Freund*innen. Diese Mischung ist unschlagbar.

9. Die Feste

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Dockville, Vogelball, Schanzenfest, Reeperbahn Festival, Gängeviertelgeburtstag und ja, irgendwie auch der Hafengeburtstag, markieren feste Feierlichkeiten im Terminkalender und werden aus der Ferne wichtiger als manch ein Familienfest oder Klassentreffen (für das wir sonst quer durchs Land reisen).

10. Das Schietwetter

Ach, über das Wetter lässt sich streiten. Aber Schietwetter gehört zu Hamburg dazu, wie Fischbrötchen und Möwengeschrei. Und wenn's in anderen Städten ein ekelhafter verregneter Tag ist, dann macht man es sich bei Schietwetter in Hamburg eben gemütlich. Niemand meckert, niemand heult – geht schon wieder vorbei!

11. Die Jungs und Deerns

Hafen hin, Kiez her – was wirklich am meisten vermisst wird, das sind die Leute. Das muffelige Moin am Morgen, der Klönschnack an der Supermarktkasse und das beseelte Jauchzen am Kneipentresen. Von wegen die Hamburger*innen sind kühl – genau DIE fehlen am ärgsten.

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