Welcome To Hell als Musical – Straßenkampf on stage?

© Marius Notter & Andreas Baur

Dass der G20-Gipfel wahrscheinlich noch viele Jahre aufgearbeitet werden wird, steht außer Frage. Die Hamburger Polizei, die Justiz und Kritiker des Gipfels werden noch ihre Zeit brauchen, um nach Abwägung aller Fakten gedanklich und rechtlich zu einem im Ansatz zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen – für welche Seite auch immer.

Das neue Clockwork Orange?

Studenten der Berliner Universität der Künste haben es sich als Abschlussarbeit zur Aufgabe gemacht, die Geschehnisse rund um den Gipfel aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und mit ihrem eigenen künstlerischen Anspruch aufzuarbeiten. Aus der Sicht des rebellierenden Anarchisten, einer Supermarkt-Kassiererin im Zentrum der Gewalt oder eines französischem Staatsbeamten werden die einschlägigen Momente und Szenerien beleuchtet.

© urbanshit

Kein Schwarz-Weiß

Es wäre einfach für eine der Gruppen Partei zu ergreifen und den Verantwortlichen für das Desaster rund um die Welcome-To-Hell-Demo auszumachen. Die Studenten – zusammen mit Professor Lund der Universität der Künste Berlin – wollen aufzeigen, dass die Eskalation des G20-Protests ein komplexes Zusammenspiel war und die Verantwortung dafür nicht bei nur einer der Gruppen zu suchen ist.

Das Stück wird Donnerstag, den 15.03. in der Neuköllner Oper in Berlin uraufgeführt – weitere Termine findet ihr auf der Seite der Neuköllner Oper.

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